CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf Nachrichten https://krebszentrum-cio.de/ aktuelle Nachrichten vom Centrum für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf de-de CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf Sat, 28 Mar 2020 18:33:06 +0100 Sat, 28 Mar 2020 18:33:06 +0100 TYPO3 EXT:news news-1173 Wed, 25 Mar 2020 12:00:00 +0100 Zelleigene Protein-Schredder zum Kampf gegen Krebs /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1173&cHash=b23c9840fd6f675ca70ded8b85fbd6e5 Studie der Universitäten Bonn und Ulm untersucht, wie sich ein zellulärer Mechanismus zweckentfremden lässt Ein internationales Forscherteam unter Federführung der Universitäten Bonn und Ulm hat untersucht, wie sich ein zelleigener „Protein-Schredder“ gezielt zum Kampf gegen Krebs programmieren lässt. In ihrer Studie konnten die Wissenschaftler den Abbau von Proteinen nachweisen, die zum Beispiel bei Brustkrebs übermäßig aktiv sind. Die Ergebnisse sind in der renommierten Fachzeitschrift „Chemical Science“ erschienen.

Zellen produzieren am laufenden Band Proteine, um ihre Aufgaben im Körper wahrnehmen zu können. Diejenigen Eiweiß-Moleküle, die nicht mehr gebraucht werden, erhalten eine Art „Entsorgungs-Aufkleber“. Alle Proteine mit einem solchen Etikett werden dann von einem zelleigenen Schredder, dem Proteasom, zerkleinert und recycelt.

Seit einigen Jahren versuchen Forscher, diesen Mechanismus gezielt zum Kampf gegen Krankheiten wie Krebs zu nutzen. Denn auch Tumorzellen benötigen bestimmte Proteine. Könnte man diesen ein Abbau-Etikett anheften, würden sie vom Proteasom unweigerlich geschreddert. Die Krebszelle würde so in ihrem Wachstum gehemmt.

Tatsächlich hat sich dieser Ansatz im Reagenzglas bereits als wirksam erwiesen. Wissenschaftler nutzen dazu so genannte PROTACs (das Kürzel steht für „proteolysis targeting chimeras“). „Die Herstellung dieser Wirkstoffe ist aber sehr kompliziert“, erklärt Prof. Dr. Michael Gütschow vom Pharmazeutischen Institut der Universität Bonn. „Wir haben untersucht, welche Strategien dazu erfolgversprechend sind und wie sich besonders effektive PROTACs gewissermaßen maßschneidern lassen.“

Molekulare Zwitterwesen

PROTACs sind molekulare Zwitterwesen: Sie bestehen einerseits aus einem Molekülteil, der an das Krebs-Protein andockt. Andererseits enthalten sie eine Struktur, die an Etikettier-Enzyme binden kann. Beide Einheiten sind über eine Art Arm miteinander verbunden. PROTACs bringen also Zielprotein und Etikettier-Maschine zusammen und sorgen so dafür, dass das schädliche Eiweiß den Entsorgungs-Aufkleber erhält.

„Wir haben viele Moleküle synthetisiert, unter anderem um herauszufinden, welche Struktur und Länge der Arm haben muss, damit das Protein möglichst effektiv etikettiert wird“, erläutert Christian Steinebach vom Pharmazeutischen Institut der Universität Bonn. Darüber hinaus optimierten die Wissenschaftler noch einen weiteren Punkt der PROTACs. Jede Zelle verfügt nämlich über Dutzende verschiedener Etikettier-Enzyme, Ubiquitin-Ligasen genannt. Nicht jedes von ihnen funktioniert bei jedem Protein gleich gut. „Wir haben daher verschiedene PROTACs für unterschiedliche Ligasen hergestellt und getestet“, betont der Privatdozent Dr. Jan Krönke vom Universitätsklinikum Ulm.

Die entwickelten Wirkstoffe richten sich gegen ein Protein, das dafür sorgt, dass Krebszellen sich besser vermehren können. Die PROTACs bewirken nun, dass der zelleigene Schredder das Protein zerstört. „In Versuchen mit Zellkulturen konnten wir zeigen, dass unsere PROTACs tatsächlich die zelluläre Konzentration dieses Proteins deutlich absenken und das Wachstum der Krebszellen effektiv unterdrücken“, erklärt Dr. Krönke. „Die Wirkstoffe erlauben es uns nun, für den Tumor wichtige Proteine detaillierter zu studieren.“

Die Universitäten Bonn und Ulm zählen auf dem jungen Gebiet der PROTAC-Forschung zu den deutschlandweit führenden Einrichtungen. „Unsere Studie zeigt prototypisch auf, mit welchen Techniken sich diese Wirkstoffe herstellen und gezielt optimieren lassen“, sagt Gütschow. Das Interesse an solchen Strategien ist groß, gelten PROTACs doch als ein wichtiger Hoffnungsträger für die Behandlung schwerer Erkrankungen.

Publikation: Christian Steinebach, Yuen Lam Dora Ng, Izidor Sosic, Chih-Shia Lee, Sirui Chen, Stefanie Lindner, Lan Phuong Vu, Aleša Bricelj, Reza Haschemi, Marius Monschke, Elisabeth Steinwarz, Karl G. Wagner, Gerd Bendas, Ji Luo, Michael Gütschow und Jan Krönke: Systematic exploration of different E3 ubiquitin ligases: an approach towards potent and selective CDK6 degraders; Chemical Science; dx.doi.org/10.1039/d0sc00167h

 


Kontakt:

Prof. Dr. Michael Gütschow
Pharmazeutisches Institut der Universität Bonn
Tel. 0228/732317
E-Mail: guetschow(at)uni-bonn.de

Priv.-Doz. Dr. Jan Krönke
Abteilung für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Ulm
Tel. 0731/50045718
E-Mail: jan.kroenke(at)uni-ulm.de

 


Bilder:
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Zahlreiche Syntheseschritte sind zu bewerkstelligen,
bis ein PROTAC-Molekül hergestellt ist (im Hintergrund). Prof. Dr. Michael Gütschow (links) und Christian Steinebach (rechts) vom Pharmazeutischen Institut der Universität Bonn diskutieren währenddessen die Daten.
© Foto: Barbara Frommann/Uni Bonn
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Privatdozent Dr. Jan Krönke
ist Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Ulm. Darüber hinaus leitet er eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe.
© Foto: Uniklinik Ulm/Heiko Grandel
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News Pressemitteilung Bonn
news-1145 Wed, 19 Feb 2020 18:20:00 +0100 Deutscher Krebspreis für Prof. Schmutzler /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1145&cHash=7ccf6b38b0f1a4b8256b7d13193fd45b Wissenschaftlerin für wegweisende Arbeiten in der Onkologie geehrt Der Deutsche Krebspreis, gestiftet von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebsstiftung, zählt zu den höchsten Auszeichnungen in der deutschen Krebsmedizin. In der Sparte „Translationale Forschung“ geht die Auszeichnung in diesem Jahr an Univ.-Prof. Dr. Rita Schmutzler, Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an der Uniklinik Köln. Die Forscher werden auf dem 34. Deutschen Krebskongress (19.02.2020 - 22.02.2020) in Berlin ausgezeichnet.

Prof. Schmutzler ist eine Pionierin der risikoadaptierten Prävention bei familiär bedingtem Brust- und Eierstockkrebs. Etwa 30 von 100 Frauen mit diesen Krebserkrankungen sind familiär vorbelastet. Bei fünf bis zehn von 100 Brustkrebserkrankungen liegt das an einer erblichen Veränderung in einem Risikogen.

Für die betroffenen Frauen ist es wichtig zu wissen, wie hoch ihr Risiko ist, nach einer entsprechenden Erkrankung in der Familie möglicherweise selbst zu erkranken, wer in der Familie sonst noch ein erhöhtes Krebsrisiko trägt und  welche Handlungsoptionen es gibt. Nach dem Aufbau des Deutschen Konsortiums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs, das seit 1996 von der Deutschen Krebshilfe gefördert wird, entwickelte Prof. Schmutzler als Koordinatorin des Konsortiums ein Konzept der Wissen generierenden Versorgung auf dem Gebiet der risikoadaptierten Prävention.

Dieses Konzept wird mittlerweile in 20 Konsortialzentren umgesetzt. Sie beraten und betreuen ratsuchende Familien nach einheitlichen Standards und arbeiten dabei eng mit den wohnortnah betreuenden Krebszentren zusammen.

Mit Hilfe einer umfangreichen Biobank im Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln identifizieren Mediziner in begleitenden wissenschaftlichen Projekten neue Risikogene und integrieren diese umgehend in die klinische Versorgung. Somit kommen die wissenschaftlichen Erkenntnisse den Patienten unmittelbar zugute.

Basierend auf dieser erfolgreichen Arbeit weitet die Uniklinik Köln ihr Angebot zur Prävention von Tumorerkrankungen nun auch auf andere wichtige Tumorentitäten aus. An erster Stelle stehen dabei unter anderem die häufigen Tumorerkrankungen Prostata- und Darmkrebs, die ebenfalls in etwa einem Drittel der Fälle genetisch bedingt sind. Diese Weiterentwicklung geschieht im neuen Gebäude des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) auf dem Campus der Uniklinik Köln. Hier arbeiten die verschiedenen Fachbereiche eng und interdisziplinär zusammen und bieten den Patienten auf einzigartige Weise somit ein umfassendes, erweitertes Früherkennungsprogramm für erblich bedingte Tumorerkrankungen.


Für Rückfragen:

Christoph Wanko
Stellvertretender Pressesprecher
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Uniklinik Köln
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presse(at)uk-koeln.de

 

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Pressemitteilung Brustkrebs Eierstockkrebs Köln
news-1144 Wed, 19 Feb 2020 13:00:00 +0100 Spezialistin für Bildgebung in der Krebsdiagnostik /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1144&cHash=75a8859eb89d39cc66f4957563fe1851 Prof. Dr. Ulrike Attenberger leitet jetzt die diagnostische und interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Bonn Prof. Dr. Ulrike Attenberger ist neue Direktorin der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Bonn. Die 39-jährige Nachfolgerin von Prof. Dr. Hans Schild will ihre Expertise für high-end Bildgebungsverfahren am Bonner Standort einbringen und so die Diagnostik und Behandlung von Tumorpatienten verbessern. Dabei setzt sie besonders auf den Einsatz künstlicher Intelligenz unter anderem bei der Charakterisierung einer Erkrankung. Ziel ist eine für den Patienten maßgeschneiderte Therapie. Forschungsaufenthalte führten Prof. Attenberger 2012 bis 2015 nach Harvard, Zürich und Wien. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2010 mit dem „Fellow Award der Radiological Society of North America“ und 2012 mit dem Walter-Friedrich-Preis, verliehen durch die Deutsche Gesellschaft für Radiologie. Jetzt kommt sie von der Universitätsmedizin Mannheim. Dort war sie stellvertretende Klinikdirektorin des Instituts für klinische Radiologie und Nuklearmedizin, wo sie das Geschäftsfeld „Präventive und Onkologische Diagnostik“ leitete.

Wissenschaftlich legt Prof. Attenberger das Augenmerk auf die präventive und onkologische Diagnostik vor allem von Prostata-, Enddarm- und Leberkrebs. Ihr Ziel ist es, hochsensitive und spezifische Verfahren für die Krankheitsfrüherkennung zu entwickeln. Dazu gehört die Beurteilung und klinische Einführung von high-end Technologien, das heißt Geräten mit höchster Qualitätsstufe hinsichtlich ihrer technischen Leistungsfähigkeit. Ein Beispiel sind die neuesten Lösungen in ihrem schon sehr frühen Steckenpferd, die Magnetresonanztomographie (MRT). „Mittels neuester MRT-Techniken lassen sich beispielsweise diagnostische Fehlerquellen wie Artefakte durch die Atmung oder Bewegungen des Patienten minimieren“, sagt Prof. Attenberger.

Mit KI zur maßgeschneiderten Therapie

Verfahren der künstlichen Intelligenz (KI) hat Prof. Attenberger besonders im Blick. Damit will sie Bild-, klinische und molekulare Daten zusammen bewerten. Dies soll unter anderem zur Charakterisierung von Tumoren und zur Beurteilung von Therapieerfolgen genutzt werden. „Wir wollen so in Zukunft prognostische Marker ableiten, um voraussagen zu können, ob der Patient auf die Behandlung anspricht und wie lang sein Überleben ist. Ziel ist eine maßgeschneiderte Therapie auf Basis dieser Daten“, sagt Prof. Attenberger. Dafür setzt die neue Klinikdirektorin auf Kooperationen mit externen IT-Spezialisten sowie auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kliniken und Einrichtungen des Universitätsklinikums Bonn, dem DZNE, der Mathematischen Fakultät der Universität Bonn und der Bonner Frauenhofer-Instituten. „Ich passe mit meinen Themen genau hier rein“, sagt die neue Klinikdirektorin.

Radiologie in das digitale Zeitalter führen

„Die Radiologie am Universitätsklinikum Bonn ist ein Leuchtturm minimal-invasiver Therapie mit exzellenten Strukturen in der bildgebenden Diagnostik, die grundlegend für eine zielgerichtete Therapie ist. Ich habe eine hohe Motivation auf diesem großartigen Nährboden den Bonner Standort weiter international nach vorne zu bringen“, sagt Prof. Attenberger. So will sie durch Etablierung einer modernen IT-Struktur auf der einen Seite die Kommunikation zwischen Diagnostik, Zuweiser und Patienten beschleunigen und Prozessabläufe optimieren und auf der anderen Seite eine Plattform für den interdisziplinären Datenaustausch und die gemeinsame Bewertung unterschiedlicher Daten mittels KI schaffen.

Zudem strebt sie an, KI basierte Verfahren in die minimal-invasive radiologische Therapie einzuführen. „Hier könnte KI zum Beispiel zur Automatisierung der Verfahren oder zur Ablaufoptimierung während eines Eingriffs im Interventionsraum ein Schlüssel sein“, sagt Prof. Attenberger. Hierzu bringt sie auch eine Forschungskooperation aus Mannheim nach Bonn mit. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungscampus „M2OLIE“ soll ein reibungsloser geschlossener Regelkreis – ein so genannter Closed-Loop-Prozess – aus vielen verschiedenen Bildgebungsdaten, molekularer Diagnostik und zielgerichteter therapeutischer Intervention für den oligo-metastasierten Patienten entwickelt und in den klinischen Alltag integriert werden.

Frauen in Führungspositionen in der universitären Medizin noch selten

2016 wurde Prof. Attenberger als „Anna-Fischer-Dückelmann“-Gastprofessorin an die Universität Zürich berufen: „Es geht um Rollenmodelle. Frauen in Führungspositionen im medizinischen Umfeld sollen ‚Normalität’ werden. Bei derzeit circa 67 Prozent weiblichen Medizinstudierenden können wir – nicht zuletzt mit Blick auf die Demographie – auf das weibliche Potential in den Kliniken nicht verzichten.“

Mit Blick auf das Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 schließt ihre außerplanmäßige Professur an der Medizinischen Fakultät Wien, die sie seit 2018 innehat, und ihr jetziger Start am Universitätsklinikum Bonn für Prof. Attenberger einen Kreis. Denn Beethoven ist der Lieblingskomponist der Hobby-Musikerin, die Geige und Klavier spielt: „Er war ein harter Arbeiter mit Visionen, die seiner Zeit weit voraus waren, und ist vorbildhaft für mich. Irgendwie hat er mich zwischen Wien und seinem Geburtsort Bonn begleitet.“ Jetzt ist Prof. Attenberger auf das Programm der Bonner Oper gespannt.

 

Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. Ulrike Attenberger
Direktorin der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-15871
E-Mail: ulrike.attenberger(at)ukbonn.de

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Spezialistin für high-end Bildgebungsverfahren in der Krebsdiagnostik:
Prof. Dr. Ulrike Attenberger ist neue Direktorin der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Bonn;
© Katharina Wislsperger / UK Bonn
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im Auftrag von: Universitätsklinikum Bonn (UKB)

Dr. Inka Väth, Medizinredakteurin
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News Pressemitteilung Bonn
news-1137 Fri, 14 Feb 2020 11:28:05 +0100 Ein Spezialist für punktgenaues Operieren im Gehirn /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1137&cHash=53c88ed556b66bd47a39fcd7be982694 Prof. Dr. Jaroslaw Kazimierz Maciaczyk leitet jetzt den Schwerpunkt für Stereotaxie und funktionelle Neurochirurgie an der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Bonn. Der 45-Jährige legt seinen wissenschaftlichen Fokus darauf, die Regulation von aus Krebszellen abgeleiteten Tumorstammzellen zu entschlüsseln. Ziel ist, eine biologische Therapie gegen diese Zellen zu finden. Am Standort Bonn möchte Prof. Maciaczyk einen schnellen Wissenstransfer von der Forschung in die Patientenversorgung und umgekehrt fördern. Dabei will er vor allem die Versorgung von Hirntumorpatienten verbessern und die Tiefe Hirnstimulation sowie die periphere Neuromodulation als Therapieoptionen unter anderem für Parkinson- und Schmerzpatienten ausbauen. Zuletzt war der gebürtige Pole zwei Jahre an der University of Otago in Dunedin (Neuseeland) tätig.

Prof. Maciaczyk operiert das Gehirn mit einem speziellen Verfahren, der so genannten Stereotaxie. Dazu bestimmt er mittels computerassistierter Berechnung die Zielpunkte exakt im dreidimensionalen Raum des Kopfes. Aufnahmen bildgebender Verfahren ermöglichen dabei eine hohe Präzision. „Wir können die Route ausrechnen, auf der wir keine wichtige Gehirnstruktur zerstören“, sagt Prof. Maciaczyk. „Es ist eine auf einen Millimeter – also auf die Größe einer Nadelspitze – genaue Methode.“ Ein am Kopf befestigter Metallrahmen ist dabei wesentlich für seine Zielgenauigkeit, wenn der Bonner Neurochirurg über ein kleines Bohrloch in das Gehirn vordringt. So kann er selbst äußerst kleine und tief gelegene Hirnareale punktgenau erreichen. So lassen sich unter anderem Proben für die Diagnostik entnehmen oder tiefe Hirnelektroden platzieren.

Elektrische Impulse sorgen für Ruhe und Ordnung

„Für die Tiefe Hirnstimulation können wir ganz präzise Elektroden implantieren und Bewegungsstörungen wie Parkinson und Tremor behandeln“, sagt Prof. Maciaczyk. Bei Parkinson ist durch einen Mangel an dem Botenstoff Dopamin der Informationsfluss in den Hirnregionen gestört, die Bewegungen planen und steuern. Bei der Hirn-Stimulation blockieren schwache elektrische Signale fehlgeleitete Aktivitäten in diesen Arealen, die für die typischen Symptome der langsam fortschreitenden Erkrankung wie Zittern, verlangsamte Bewegungen bis hin zur Muskelstarre verantwortlich sind. Im Krankheitsverlauf kann es auch zu Wirkungsschwankungen der Medikamente kommen, das heißt es gibt Phasen guter Beweglichkeit im Wechsel zu Phasen massiv eingeschränkter Beweglichkeit. „Bei der Behandlung von Parkinson findet gerade ein Paradigmenwechsel statt: Eine Hirnstimulation im früheren Krankheitsstadium ist der alleinigen medikamentösen Therapie überlegen – also nicht warten bis der Betroffene austherapiert ist. Denn Patienten mit beginnenden motorischen Komplikationen sprechen viel besser auf die Therapie an. Zudem verlangsamt sie den Krankheitsverlauf, vor allem bei jüngeren Patienten, möglicherweise aufgrund der schützenden Wirkung der Stimulation auf Nervenzellen“, sagt Prof. Maciaczyk. Die Tiefe Hirnstimulation ist auch eine Option bei anderen Bewegungsstörungen wie essentieller Tremor und Dystonie, schwer behandelbaren chronischen Schmerzen sowie bei psychiatrischen Erkrankungen wie Zwangsstörung oder Depression.

Außerhalb des Gehirns implantiert der neue Sektionsleiter Systeme zur Stimulation im Bereich des Rückenmarks oder peripherer Nerven. Damit hilft er beispielsweise Patienten mit medikamentös austherapierten Schmerzen oder Patienten mit einer Störung der arteriellen Durchblutung der Arme und Beine, der so genannten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) oder mit Brustenge, fachsprachlich Angina Pectoris genannt. „Es ist eine Alternative für Betroffene, bei denen die Verengung der Gefäße nicht operativ behoben werden kann. Wir stellen die Mikrozirkulation wieder her, lindern die Schmerzen und im Falle der pAVK können auch oft Amputationen verhindern.“

„Besondere Wissenschaftslandschaft in Bonn“

Im Rahmen seiner onkologischen Forschung beschäftigt sich Prof. Maciaczyk mit Krebszellen, die Stammzellcharakter haben. Kleine Populationen solcher Tumorstammzellen sind der Ursprung eines bösartigen Tumors. Bei einer Operation bleiben in der Regel Krebszellen übrig, die eine Nachtherapie erfordern. Doch die Tumorstammzellen sind gegen Strahlung und Chemotherapie resistent. „Kommt ein Tumor nach einer erfolgreichen Krebsbehandlung wieder, ist dies auf eine dieser Stammzellpopulationen zurückzuführen. Ich will deren Regulation entschlüsseln, um sie bekämpfen zu können“, sagt der neue Sektionsleiter.

Prof. Maciaczyk setzt auf eine starke kooperative Vernetzung, sowohl innerhalb als außerhalb der Klinik. „Am Bonner Standort gibt es eine hervorragende klinische Forschung und Grundlagenforschung im Labor. Zudem gibt es ein komplettes Angebot modernster Hochleistungsgeräte gekrönt vom interdisziplinär angewandten Gerät für hoch-intensiven fokussierten Ultraschall (HIFU) zur Tremorbehandlung. Diese Vielseitigkeit gibt es kaum woanders“, beschreibt der Familienvater zweier Töchter im Alter von 11 und 14 Jahren seine Motivation an das Universitätsklinikum Bonn zu kommen und somit nach Deutschland zurückzukehren. Denn nach seinem Studium in Polen war er an den Universitätskliniken in Freiburg und Düsseldorf tätig, bevor er nach Neuseeland an die University of Otago in Dunedin ging. Jetzt ist er gespannt auf die Stadt Bonn und Umgebung.

 

Kontakt für die Medien:

Prof. Dr. Jaroslaw Maciaczyk
Leiter der Sektion Stereotaktische und Funktionelle Neurochirurgie
Klinik für Neurochirurgie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-11064
E-Mail: jaroslaw.maciaczyk(at)ukbonn.de

 

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Der Abdruck im Zusammenhang mit der Nachricht ist kostenlos, dabei ist der angegebene Bildautor zu nennen.

Ein Spezialist für punktgenaues Operieren im Gehirn:
Prof. Jaroslaw Kazimierz Maciaczyk leitet jetzt die Stereotaxie und funktionelle Neurochirurgie am Universitätsklinikum Bonn;
© Johann Saba / UK Bonn
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im Auftrag von: Universitätsklinikum Bonn (UKB)

Dr. Inka Väth, Medizinredakteurin
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News Neuroonkologisches Tumorzentrum Bonn
news-1134 Thu, 13 Feb 2020 08:34:00 +0100 Bösartige Hirntumoren: Optimierung der Diagnostik durch moderne Bildgebungsverfahren /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1134&cHash=f6afe50f8ff918b8c9c0e4c3df52ef96 Von Wilhelm Sander-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt Ein Problem bei der Hirntumordiagnostik mittels Magnetresonanztomographie ist die Unterscheidung zwischen erneutem Tumorwachstum und gutartigen Veränderungen, häufig in Folge einer vorausgegangenen Therapie. Dies kann die Beurteilung des Therapieansprechens erheblich beeinträchtigen. Eine weitere wichtige Fragestellung ist die Beurteilung der Prognose der Hirntumorpatienten anhand bildgebender Verfahren bereits bei Diagnosestellung. Forscher der Klinik für Neurologie der Uniklinik Köln haben nun zusammen mit dem Forschungszentrum Jülich im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes exaktere Diagnosemöglichkeiten mittels moderner Bildgebungsmethoden untersucht.

Die Diagnostik von Hirntumoren beruht heute in erster Linie auf der Magnetresonanztomographie (MRT). Die MRT ist weit verfügbar und bietet eine hervorragende anatomische Darstellung. Jedoch kann beispielsweise die Unterscheidung von Tumorgewebe und gutartigen Veränderungen, die durch die Tumortherapie (z. B. Strahlentherapie) selbst bedingt sein kann, schwierig sein. Bei dieser Problematik können Diagnoseverfahren, die den Stoffwechsel des Gewebes erfassen, sehr hilfreich sein. Die sogenannte Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit radioaktiv markierten Aminosäuren wie z. B. F-18-Fluorethyltyrosin (FET) ist zurzeit eines der leistungsfähigsten diagnostischen Verfahren, um die MRT-Bildgebung zu ergänzen und die Versorgung von Patienten mit Hirntumoren zu verbessern. FET wurde am Forschungszentrum Jülich entwickelt, seitdem wurde dessen Einsatz durch die Etablierung besonderer Auswertungsmethoden wie die Aufnahmekinetik der FET im Gewebe über die Zeit (sogenannte dynamische oder kinetische Analyse) oder die Gewinnung von weiteren, für das menschliche Auge nicht wahrnehmbaren Bildinformationen aus der FET-PET mithilfe von Methoden der „Künstlichen Intelligenz“ weiter optimiert.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Neuro-Onkologie, geleitet von Prof. Dr. Norbert Galldiks, an der Klinik für Neurologie der Uniklinik Köln haben in enger Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich nun untersucht, wie man bei Hirntumorpatienten mittels dieser modernen Bildgebungsverfahren (vor allem FET-PET) wertvolle Zusatzinformationen erheben kann.

Eine der wichtigsten Beobachtungen im Rahmen des von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes war, dass bestimmte Biomarker, die durch die angewendeten Bildgebungsmethoden identifiziert werden konnten, eine hohe prognostische Aussagekraft haben. Vor allem traf dies auf Patienten mit neu diagnostizierten niedriggradigen Tumoren zu, die bestimmte bildgebende Zeichen in der FET-PET (sog. „Photopenic Defects“) aufwiesen. Die Arbeitsgruppe um Prof. Galldiks konnte in Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität München zum ersten Mal zeigen, dass diese Patientengruppe – auch unabhängig von der gewählten Therapie – eine deutlich ungünstigere Prognose zu haben scheint.

Eine ähnlich hohe prognostische Aussagekraft der modernen Bildgebungsmethoden konnte das Forscherteam um Prof. Galldiks auch mithilfe von dynamischen FET-PET Parametern in der am 07.02.2020 erschienenen Publikation im European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging zeigen. Die Wissenschaftler beobachteten, dass diese Methode helfen kann, die Prognose bei bösartigen hirneigenen Tumoren (sogenannten malignen Gliomen ohne Mutation im Isozitrat-Dehydrogenase-Gen) vorherzusagen. Darüber hinaus gelang es sowohl mittels der dynamischen FET-PET als auch mit Methoden der „Künstlichen Intelligenz“, bestimmte prognostisch relevante molekulare Veränderungen mit einer hohen Genauigkeit zu identifizieren.

Weiterhin wurde erforscht, ob mittels der FET-PET eine Differenzierung zwischen gutartigen therapiebedingten Veränderungen und erneutem Tumorwachstum möglich ist. In einem Vergleich mit sogenannter diffusionsgewichteter MRT-Bildgebung, welche die Diffusionsbewegung von Wassermolekülen in Körpergewebe misst und räumlich aufgelöst darstellt, konnte die Überlegenheit der FET-PET bei dieser Fragestellung gezeigt werden. Die FET-PET lieferte auch bei der Anwendung neuerer Therapieformen wie dem Multikinase-Inhibitor Regorafenib oder der Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren wichtige diagnostische Zusatzinformationen zu diesem klinisch hochrelevanten Problem.

Auch gelang mittels der FET-PET eine verbesserte Beurteilung des Therapieansprechens im Vergleich zur kontrastmittelgestützten MRT. In einer prospektiven Studie mit bösartigen Hirntumoren (Glioblastomen) konnte mit der FET-PET nach erstmaligem Wiederauftreten des Tumors nach Abschluss der Standardtherapie das Ansprechen auf eine experimentelle Kombinationstherapie aus einem Hemmstoff der Blutgefäßneubildung und einem Chemotherapeutikum deutlich genauer vorhergesagt werden. Insbesondere zeigten Patienten, die auf diese Therapiemaßnahme ansprachen (sogenannte „Responder“), in der FET-PET ein signifikant längeres Überleben.

Zusammengefasst weisen diese Forschungsergebnisse darauf hin, dass ergänzende Bildgebungsverfahren wie z. B. die FET-PET wertvolle Zusatzinformationen für die Hirntumor-Patientenversorgung liefern können und somit einen wichtigen Beitrag zur klinischen Implementierung dieser Methoden im Sinne der translationalen Forschung leisten.

Hintergrund Wilhelm-Sander-Stiftung:
Die Wilhelm-Sander-Stiftung hat dieses Forschungsprojekt mit rund 155.000 Euro unterstützt. Stiftungszweck ist die Förderung der medizinischen Forschung, insbesondere von Projekten im Rahmen der Krebsbekämpfung. Seit Gründung der Stiftung wurden insgesamt rund 245 Millionen Euro für die Forschungsförderung in Deutschland und der Schweiz ausbezahlt. Damit ist die Wilhelm Sander-Stiftung eine der bedeutendsten privaten Forschungsstiftungen im deutschen Raum. Sie ging aus dem Nachlass des gleichnamigen Unternehmers hervor, der 1973 verstorben ist.

 

Originalpublikation:
Bauer EK, Stoffels G, Blau T, Reifenberger G, Felsberg J, Werner JM, Lohmann P, Rosen J, Ceccon G, Tscherpel C, Rapp M, Sabel M, Filss CP, Shah NJ, Neumaier B, Fink GR, Langen KJ, Galldiks N. Prediction of survival in patients with IDH-wildtype astrocytic gliomas using dynamic O-(2-[18F]fluoroethyl)-L-tyrosine PET. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 07 Feb 2020, Epub ahead of print.

 

Für Rückfragen:
Christoph Wanko
Stellvertretender Pressesprecher
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
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E-Mail: presse(at)uk-koeln.de

 

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News Pressemitteilung Forschung Hirntumoren Köln
news-1128 Wed, 12 Feb 2020 13:37:36 +0100 Onkologische Selbsthilfegruppen wählen neue Vertreter /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1128&cHash=0999a692fd5d594772685adfdc7bcf27 Monika Kock und Hans-Joachim Kaps sind neue Sprecher am Düsseldorfer Universitätstumorzentrum Die am Universitätstumorzentrum (UTZ) des Universitätsklinikums Düsseldorf aktiven onkologischen Selbsthilfegruppen haben zwei neue Sprecher gewählt: Monika Kock (Selbsthilfegruppe „Frauen für Frauen“) und Hans-Joachim Kaps (Selbsthilfegruppe für Partner krebskranker Frauen). Am 24. Januar 2020 wurden Frau Kock und Herr Kaps durch den „Onkologischen Qualitätszirkel Selbsthilfe“ einstimmig gewählt.

Die beiden Sprecher sind bereits mehrere Jahre in der Selbsthilfe aktiv und sind durch ihre Wahl und einer Änderung der UTZ-Geschäftsordnung jetzt auch stimmberechtigte Mitglieder im Vorstand des Universitätstumorzentrums (UTZ). Sie haben somit direkten Einfluss auf die Verbesserung der Behandlungs- und Informationsprozesse. „Ich habe mir vorgenommen, in den Vorstandssitzungen meine Vorschläge und Kritikpunkte deutlich anzusprechen“, kommentiert Monika Kock diese neue Mitwirkungsmöglichkeit. Professor Dr. Peter Albers, Direktor des UTZ, unterstützt dies: „Wir begrüßen die beiden Sprecher der Selbsthilfe jetzt auch im UTZ-Vorstand und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Ihre Ideen sind uns jederzeit willkommen.“

Hintergrund:
Das Universitätstumorzentrum (UTZ) der Uniklinik Düsseldorf ist Onkologisches Spitzen­zentrum im Zentrum für Integrierte Onkologie (CIO) der Unikliniken Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf, gefördert durch die Deutsche Krebshilfe. Und zugleich auch Onkologisches Zentrum, zertifiziert durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Der große Patiententag des UTZ findet jährlich im September im Haus der Universität statt und wird durch die Selbsthilfegruppen mitgestaltet.

Von: Dr. Thomas Baehring

Kontaktdaten der Selbsthilfegruppen am Universitätstumorzentrum Düsseldorf:
http://www.uniklinik-duesseldorf.de/tumorzentrum/selbsthilfegruppen

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Pressemitteilung Selbsthilfe Düsseldorf
news-1111 Tue, 04 Feb 2020 11:19:07 +0100 Lungenkrebs bei Asiaten und Europäern unterschiedlich /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1111&cHash=af80aa53068877268ef1cdf36d4a3b94 Umfassende vergleichende Studie in „Nature Genetics“ publiziert Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Axel Hillmer, Leiter der Genomischen Pathologie an der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät, hat zusammen mit Wissenschaftlern und Klinikern in Singapur eine der ersten umfassenden genomischen Studien zum asiatischen Lungenadenokarzinom (LUAD) abgeschlossen. Im Rahmen der Studie wurde zum ersten Mal eine umfassende genomische Landschaft asiatischer LUADs dargestellt und die komplexen ethnischen Unterschiede zwischen Asiaten und Europäern charakterisiert. Die Studie hat dabei besondere molekulare Merkmale für die ostasiatische Bevölkerung identifiziert. Die Studie wurde jetzt im renommierten Wissenschaftsjournal „Nature Genetics" veröffentlicht.

Das Adenokarzinom der Lunge ist die häufigste Form von Lungenkrebs und für jährlich über eine Million Todesfälle weltweit verantwortlich. Es ist bekannt, dass es sich zwischen Asiaten und Europäern deutlich unterscheidet: 40 bis 60 Prozent der asiatischen LUADs weisen eine Mutation im EGF-Rezeptor auf, bei der kaukasischen Form trifft dies nur in sieben bis zehn Prozent zu. Kleinere Studien weisen darauf hin, dass es weitere genomische Unterschiede gibt. Unter den asiatischen LUAD-Patienten sind mehr weibliche Nichtraucherinnen verglichen mit kaukasischen Patienten, während sich bei ihnen mehr männliche Raucher finden.

Um ausreichend große Datenmengen für den Vergleich zu erhalten, wurden die gesamten Exome (n=210) und Transkriptome (n=181) von 213 chinesischen LUAD-Patienten aus Singapur sequenziert. Zusammen mit zuvor veröffentlichten vollständigen Exomdaten von 92 chinesischen Patienten stellten die Forscher so den größten Datensatz (n=305) von LUADs für Ostasiaten zusammen. Durch den Vergleich der genomischen Landschaften mit den gleichen Analysepipelines konnten große Unterschiede bei Treibermutationen, Kopienzahländerungen und transkriptomischen RNA-Untergruppen ermittelt werden.

Auch wenn die kaukasischen Patienten im Vergleich zur asiatischen Kohorte mehr Raucher und Zigarettenkonsum aufwiesen, ähnelten sich die beiden Kohorten im Stadium und Alter sowie in anderen klinischen Merkmalen. Die Studie ermöglichte daher auch den bislang größten direkten Vergleich zwischen Rauchern und Nichtrauchern aus zwei ethnischen Gruppen.

Die Studie bestätigte, dass sich die Mutationslandschaft der asiatischen Patienten von den kaukasischen unterscheidet, wobei die Prävalenz von Mutationen auch in vielen anderen Genen jenseits des EGF-Rezeptors unterschiedlich ist. Die Analyse lieferte zwei wichtige Erkenntnisse: Zum einen weist der asiatische rauchbedingte Lungenkrebs offenbar "stabilere" Genome auf. Daraus lässt sich eine bessere Vorhersagegenauigkeit für Prognosen ableiten als für kaukasische LUADs. Zum anderen konnten bei mehr als einem Drittel der Asiaten höhere Entzündungswerte sowie stärkere Anzeichen von Immunzellen festgestellt werden. „Diese Ergebnisse können zu neuen Ansätzen für personalisierte Therapien führen, die speziell auf diese asiatische Untergruppe abzielt“, sagt Prof. Hillmer. Er war zum Zeitpunkt der Studie am Genom Institut Singapur Arbeitsgruppenleiter im Fachbereich „Cancer Therapeutics & Stratified Oncology“ und hat die genomischen Untersuchungen geleitet. An der Interpretation und Diskussion der Daten hat er nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2016 intensiv weitergearbeitet.

Das Forscherteam in Singapur plant auf Basis dieser Ergebnisse den Aufbau einer Wissensdatenbank für Lungenkrebs, um komplexere Vorhersagemodelle zu entwickeln. „Die Schaffung von zentralen Datenbanken ist von entscheidender Bedeutung für unser Verständnis von Krebserkrankungen“, sagt Univ.-Prof. Dr. Reinhard Büttner, Direktor der Pathologie an der Uniklinik Köln. „Mit dem Netzwerk Genomische Medizin Lungenkrebs, das wir von Köln aus über mehrere Jahre aufgebaut haben und das gerade auf nationale Ebene ausgedehnt wird, sammeln wir gezielte genomische Informationen von tausenden Lungenkrebspatienten. Diese Struktur ist sehr hilfreich, um Therapieoptionen für Patienten mit seltenen Mutationen einzuschätzen.

Originalarbeit:
Genomic landscape lung adenocarcinoma in East Asians by Jianbin Chen, Hechuan Yang, Audrey Su Min Teo, Lidyana Bte Amer, Faranak Ghazi Sherbaf, Chu Quan Tan, Jacob Josiah Santiago Alvarez, Bingxin Lu, Jia Qi Lim, Angela Takano, Rahul Nahar, Yin Yeng Lee, Cheryl Zi Jin Phua, Khi Pin Chua, Lisda Suteja, Pauline Jieqi Chen, Mei Mei Chang, Tina Puay Theng Koh, Boon-Hean Ong, Devanand Anantham, Anne Ann Ling Hsu, Apoorva Gogna, Chow Wei Too, Zaw Win Aung, Yi Fei Lee, Lanying Wang, Tony Kiat Hon Lim, Andreas Wilm, Dawn Poh Sum Choi, Poh Yong Ng, Chee Keong Toh, Wan-Teck Lim, Siming Ma, Bing Lim, Jin Liu, Wai Leong Tam, Anders Martin Jacobsen Skanderup, Joe Poh Sheng Yeong, Eng-Huat Tan, Caretha Creasy, Daniel Shao Weng Tan, Axel M. Hillmer, Weiwei Zhai; DOI: https://www.nature.com/articles/s41588-019-0569-6

Für Rückfragen:

Anja Schattschneider
Redakteurin/Pressereferentin
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presse(at)uk-koeln.de

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News Pressemitteilung Forschung Lungenkrebs Köln
news-1119 Tue, 04 Feb 2020 08:58:00 +0100 Weltkrebstag: WHO prognostiziert Verdoppelung von Neuerkrankungen bis 2040 /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1119&cHash=b3b9cbcfefb3382ce3bea15f14e9f00a Kommentar von Prof. Dr. Norbert Gattermann Krebsexperte Prof. Dr. Norbert Gattermann aus der Uniklinik Düsseldorf, sieht keine Panikmache. Die Zahl sei durch die demographische Entwicklung begründet.

Nahezu eine Verdopplung bei den Krebsneuerkrankungen prognostiziert die Weltgesundheitsorganisation WHO im Weltkrebsreport, der alle fünf Jahre von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) herausgegeben wird. „Das ist keine Panikmache, denn die Hochrechnung berücksichtigt vor allem die demographische Entwicklung“, sagt Prof. Dr. med. Norbert Gattermann, Ärztlicher Leiter des CIO Düsseldorf und geschäftsführender Leiter des Universitätstumorzentrums (UTZ) am Universitätsklinikum Düsseldorf. „Immer mehr Menschen werden älter, insofern steigen die Krebsneuerkrankungen automatisch.“

Die genannten Zahlen seien kein Grund, in eine Depression zu verfallen, so der Krebsspezialist. „Die Behandlungsmöglichkeiten werden immer besser. Eine Verdoppelung der Neuerkrankungen ist also keineswegs gleichzusetzen mit einer Verdoppelung der krebsbedingten Todesfälle.“

Große Erfolge hat die Krebsforschung in den vergangenen Jahren zum Beispiel auf dem Gebiet der Immunonkologie erzielt. Die Wissenschaftler haben Medikamente entwickelt, die die spezifischen Abwehrzellen der Patientinnen und Patienten deutlich stärken. „Dies hat neue Möglichkeiten beispielsweise bei der Behandlung des schwarzen Hautkrebses oder des Lungenkarzinoms eröffnet“, sagt Prof. Gattermann.

Positiv wirkt sich auch aus, dass immer weniger Menschen rauchen. „Bei den Risikofaktoren nimmt der Tabakkonsum nach wie vor eine Spitzenposition ein“, erklärt Prof. Gattermann.  Wenn weniger Menschen rauchen, werde sich das auch sichtbar auf die Zahl der Krebsneuerkrankungen auswirken.

Von: Jörn Grabert

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Prävention Düsseldorf
news-1126 Thu, 30 Jan 2020 09:20:00 +0100 Kunsttherapie für Krebspatienten /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1126&cHash=40dd957ee510b021fd9654346d363f9c Das Universitätsklinikum Bonn erweitert onkologisches Therapieangebot. Das Centrum für Integrierte Onkologie Bonn (CIO) am Universitätsklinikum Bonn (UKB) erweitert das Behandlungsangebot für Krebspatienten um Kunsttherapie. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft/Forschungsinstitut für Künstlerische Therapien (AH). Die für die Patienten kostenfreie Therapieform startet am 6. Februar 2020 und wird wissenschaftlich begleitet. Das Bonner Spendenparlament sowie die Leukämie-Initiative Bonn e. V. unterstützen das Vorhaben.

Schwierige Lebenssituationen sind oftmals überwältigend und machen sprachlos. Vor allem bei schweren Krankheiten fühlen sich viele Patienten überfordert, empfinden Angst, Wut oder auch Verzweiflung. Verschiedene aktuelle Studien zeigen, dass die Kunsttherapie den Patienten helfen kann, mit der Krankheit besser zurechtzukommen.

Mit dem neuen Angebot bietet das Centrum für Integrierte Onkologie Bonn (CIO) am UKB den Patienten eine Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und neue Verarbeitungs- und Ausdrucksmöglichkeiten zu finden. „Der kreative Zugang zu den eigenen Gedanken und Gefühlen hilft dabei, die Krankheit zu verarbeiten und wieder Kraft zu schöpfen“, erläutert Michael Neumann von der Abteilung für Integrierte Onkologie am UKB. Malen können muss man hierfür nicht. „Es geht nicht um das schöne Bild, sondern um den Menschen, der seinen Emotionen Raum geben möchte“, sagt die betreuende Kunsttherapeutin Maria Meixner, die an der Alanus Hochschule ihren Masterabschluss in Kunsttherapie gemacht hat. Um einen breiten Erfahrungsraum zu öffnen, werden vielfältige Materialien angeboten, die es den Patienten ermöglichen, persönlichen Vorlieben nachzugehen und gegebenenfalls diese auch zu Hause zu nutzen.

Prof. Dr. Ingo Schmidt-Wolf (CIO), Prof. Dr. Harald Gruber (AH) und Prof. Dr. Sabine Koch (AH) werden die Erfahrungen der Patienten wissenschaftlich überprüfen. Damit wollen sie erfahren, ob und in welchem Umfang die psychischen Belastungen der Patienten reduziert werden können.

Die Kunsttherapie am CIO Bonn kann zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung begonnen werden und als begleitendes Verfahren die notwendigen Therapien unterstützen.

Eine Anmeldung ist jederzeit möglich.

Wann:
donnerstags 18:00 – 19:15 Uhr


Wo: 
Universitätsklinikum Bonn (UKB)

Gebäude 80, 1.OG/Raum 088

Venusberg-Campus 1, 53127 Bonn

Kontakt & Anmeldung

Maria Meixner
Kunsttherapeutin M.A.

E-Mail: maria.meixner(at)ukbonn.de

Tel.: 0228 287-17048

> Flyer Kunsttherapie

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News Leistungen Bonn
news-1093 Fri, 10 Jan 2020 10:26:00 +0100 Spitzenmedizin für Kinder /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1093&cHash=d5f7588072ac33916511ba6d6fb1637f Universitätsklinikum Bonn eröffnet Eltern-Kind-Zentrum

Bonn, 10. Januar 2020 – Am Universitätsklinikum Bonn (UKB) ist heute das neue Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) eröffnet worden. Der Neubau bietet 164 Patienten Platz und vereint alle Disziplinen der Kinderheilkunde und der Geburtshilfe unter einem Dach. Das neue Gebäude kostet 112 Millionen Euro und ersetzt das in die Jahre gekommene Zentrum für Kinderheilkunde in der Adenauerallee. Dadurch entfallen etwa 20.000 Patiententransporte, auch schwerstkranker Kinder, die sich durch die Aufteilung der medizinischen Versorgungsstrukturen auf die Standorte Adenauerallee und Venusberg ergaben. Ein besonderer Schwerpunkt wurde im Neubau auf die kinderfreundliche Architektur und künstlerische Gestaltung gelegt.

Fünf Etagen mit 11.787 Quadratmetern Nutzfläche für Kinderspitzen-medizin, exzellente Spezialisten aller Fachrichtungen, 124 Betten in der Kinderheilkunde, darunter 31 Intensivbetten sowie 18 Intermediate-Care Betten und 40 Betten in der Geburtshilfe. Mit dem ELKI des UKB ist auf dem Bonner Venusberg eine der modernsten Kinderkliniken Europas entstanden. Heute, etwa eine Woche vor dem geplanten Umzug, hat das UKB zur offiziellen Eröffnungsfeier eingeladen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kultur und Wissenschaft, Freunde und Förderer sowie Mitarbeiter/innen des UKB haben am Festakt mit symbolischer Schlüsselübergabe an die Klinikdirektoren/innen des ELKI teilgenommen.

Der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKB Prof. Wolfgang Holzgreve betonte bei der Eröffnung, dass der Bau eines neuen Eltern-Kind-Zentrums unerlässlich für eine zeitgemäße medizinische Versorgung auf höchstem Niveau gewesen sei. „Die Verlegung von der Adenauerallee auf den Venusberg für medizinische Untersuchungen und Eingriffe und die damit verbundenen Trennungen und anstrengenden Fahrten bleiben den kleinen Patienten und deren Angehörigen zukünftig erspart. Diagnosen und Behandlungen werden nun unter einem Dach und viel schneller als zuvor durchgeführt“, sagte Prof. Holzgreve und verweist auch auf eine weitere Besonderheit der Klinik: „Das ELKI ist durch eine Brücke mit der unmittelbar danebenliegenden jetzigen Frauenklinik verbunden. Dadurch ist die Gynäkologie mit der Geburtshilfe sowie den kinderchirurgischen Fächern eng verzahnt und es gibt endlich mehr Platz, z. B. für die in Bonn bundesweit führende vorgeburtliche Diagnostik und Intensivbetreuung der Frühgeborenen und Kinder mit angeborenen Erkrankungen, oder von Schwangeren mit individuellen Risiken. Die traditionell sehr gute Kinderherzmedizin ist nun durch die zusätzlich übernommenen Herzspezialisten aus St. Augustin die größte in Deutschland.“

Komplettiert wird das medizinische Angebot des ELKI durch Ambulanzen der Geburtshilfe und der Pädiatrie mit einer Kindernotaufnahme. Darüber hinaus sind eine kinderonkologische Tagesklinik und eine kinderonkologische Pflegestation mit Knochenmarktransplantationszimmern im Neubau vorhanden, was das Krebs-Spitzenzentrum, welches das UKB zusammen mit den Standorten Aachen, Köln und Düsseldorf betreibt, verstärkt. Zur Ausstattung gehören zudem vier OP-Säle, davon ein Hybrid-OP mit innovativer Vernetzung der Bildgebung, der von der Stiftung Kinderherzen Bonn und der Elterninitiative für herzkranke Kinder und Jugendliche Bonn finanziell unterstützt wurde, sowie fünf Geburtsräume. Eine intensive interdisziplinäre psychosoziale Betreuung, die auch die Aktivitäten der Förderkreise und Elterninitiativen miteinschließt, rundet das Leistungsspektrum ab. Dank dem Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e. V. entsteht in unmittelbarer Nähe des Neubaus ein komplett spendenfinanziertes Familienhaus zur Unterbringung von Eltern und Geschwisterkindern mit Schulungs- und Kreativräumen, welches im weiteren Verlauf des Jahres fertig wird.

Der Geschäftsführende Direktor des Zentrums für Kinderheilkunde Prof. Johannes Breuer freut sich auf die Inbetriebnahme des ELKI: „Hier gibt es beste Bedingungen für die fachlich und menschlich herausragenden Experten der Kindermedizin. Neben der optimalen Patientenversorgung mit kurzen Wegen und ideal aufeinander abgestimmten Arbeitsabläufen können wir zeitgleich Innovationen in Forschung und Lehre vorantreiben.“

 

Kunst hilft heilen

Im neuen Eltern-Kind-Zentrum hat das UKB ein einzigartiges Kunstkonzept umgesetzt mit dem Ziel, den Genesungsprozess der kleinen und großen Kinder zu unterstützen. Dafür sind im Gebäude diverse Kunstkonzepte und interaktive Spielflächen vorgesehen. Gemeinsam mit den Nutzern des ELKI wurde von einem Team unter Führung der Bonner Galeristin Gisela Clement ein Kunstprogramm entwickelt, das hochfrequentierte Bereiche wie Ambulanzen, Flure und Wartezonen, Stationen und Funktionsräume individuell und verbindend zugleich mit Kunstwerken ausgestattet hat. Dabei spielen Alter und Bedürfnisse der Patienten genauso eine Rolle wie der Bezug zum umgebenden Kottenforst, der Stadt Bonn und der Region. Die zentralen „Marktplätze“ und Treppenhäuser des ELKI hat die deutsch-britische Künstlerin Katja Davar mit großflächigen Wandarbeiten gestaltet. Einige Ideen stammen vom bekannten Comedian und Arzt Dr. Eckart von Hirschhausen, dessen langjährige philanthrope Aktivität unter dem Motto „Humor hilft heilen“ beim ELKI in ein Gesamtkonzept „Kunst hilft heilen“ eingegangen ist. Anlässlich des diesjährigen 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven gibt es im neuen ELKI auch einen Beethoven-Geburtsraum, in dem an Wänden und Decke das Sternbild von Beethovens Tauftag künstlerisch nachvollzogen wird.

Dem Verein der Freunde und Förderer der Kinderklinik hat das ELKI ein digitales Aquarium in der Eingangshalle zu verdanken. Es soll dazu beitragen, dass sich die Kinder trotz ihrer Erkrankungen im ELKI wohlfühlen. Die kleinen Patienten können so einen Fisch malen, einscannen und auf virtuelle Schwimmreise ins Aquarium entlassen. Andere Spiel- und Kunstkonzepte sollen ebenfalls die Kinder dazu animieren, das Haus mit allen Sinnen zu erkunden und Freude trotz ihrer Erkrankung zu empfinden.

Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat rund 37 Kliniken und 31 Institute und ist mit über 8.000 Mitarbeitern der nach Telekom und Post DHL der drittgrößte Arbeitgeber in Bonn. Jährlich werden am UKB rund 50.000 Patienten stationär und rund 35.000 Notfälle versorgt sowie über 350.000 ambulante Behandlungen durchgeführt. Die medizinische Fakultät der Universität Bonn steht in der wissenschaftlichen Leistung auf Platz 1 in NRW (Auswertung des Landes). Das UKB hat den zweithöchsten Case-Mix-Index (Schweregrad der behandelten Fälle) unter den 35 Universitätskliniken in Deutschland.

 

Pressekontakt:

Prof. Dr. Wolfgang Holzgreve
Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am
Universitätsklinikum Bonn (UKB)

Telefon: 0228 287-10900 | E-Mail: wolfgang.holzgreve(at)ukbonn.de

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Kinderonkologie Onkologisches Zentrum Pressemitteilung Bonn News
news-1088 Fri, 03 Jan 2020 14:45:00 +0100 Dr. Ackermann und Prof. Fischer ausgezeichnet /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1088&cHash=086e988b845edba4cbf06abca2314e14 Experimentelle Kinderonkologie: Beste Publikation im deutsch- und russischsprachigen Raum

Dr. Sandra Ackermann, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Experimentellen Kinderonkologie, sowie Univ.-Prof. Dr. Matthias Fischer, Leiter der Experimentellen Kinderonkologie in der Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln, haben den diesjährigen Fritz-Lampert-Preis erhalten.

Der Preis wird von der TRANSAID Stiftung für die beste Publikation im deutsch- und russischsprachigen Raum vergeben. Dieses Jahr wurde er im Rahmen der Halbjahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) verliehen. Ausgezeichnet wurde die Arbeit „A mechanistic classification of clinical neuroblastoma phenotypes“, die im Dezember 2018 erstmals in Science erschienen ist.

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Auszeichnung Forschung Kinderonkologie Köln
news-1092 Fri, 20 Dec 2019 00:05:00 +0100 Künstliche Intelligenz erkennt Blutkrebs /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1092&cHash=b73d5391aaf75a3d6a82b94b7af5c78f Bislang größte Metastudie über die Akute Myeloische Leukämie

Künstliche Intelligenz kann eine der häufigsten Formen von Blutkrebs – die Akute Myeloische Leukämie (AML) – mit hoher Zuverlässigkeit erkennen. Das haben Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankung (DZNE) und der Universität Bonn im Rahmen einer Machbarkeitsstudie nun nachgewiesen. Ihr Ansatz beruht auf der Analyse der Genaktivität von Zellen, die im Blut vorkommen. In der Praxis eingesetzt, könnte dieses Verfahren herkömmliche Diagnosemethoden unterstützen und den Therapiebeginn möglicherweise beschleunigen. Die Forschungsergebnisse sind im Fachjournal „iScience“ veröffentlicht.


Künstliche Intelligenz ist in der Medizin ein vieldiskutiertes Thema, insbesondere im Bereich der Diagnostik. „Wir wollten die Potentiale an einem konkreten Beispiel untersuchen“, erläutert Prof. Joachim Schultze, Forschungsgruppenleiter am DZNE und Leiter der Abteilung Genomik und Immunoregulation am LIMES-Institut der Universität Bonn. „Weil dafür große Datenmengen erforderlich sind, haben wir Daten der Genaktivität von Zellen aus dem Blut ausgewertet. Dazu gibt es zahlreiche Studien und die zugehörigen Ergebnisse sind über Datenbanken zugänglich. Es gibt also einen enormen Datenpool. Wir haben quasi a
lles gesammelt, was derzeit verfügbar ist.“



Fingerabdruck der Genaktivität



Schultze und Kollegen ging es dabei um das „Transkriptom“: einer Art Fingerabdruck der Genaktivität. Denn in jeder Körperzelle sind je nach deren Zustand immer nur bestimmte Gene „eingeschaltet“, was sich im Profil der Genaktivität widerspiegelt. Genau solche Daten – sie stammten von Zellen aus Blutproben und umfassten tausende von Genen – wurden im Rahmen der aktuellen Studie untersucht. „Das Transkriptom enthält wichtige Informationen über den Zustand von Zellen. Die klassische Diagnostik beruht jedoch auf anderen Daten. Wir wollten deshalb herausfinden, was eine Analyse des Transkriptoms mit Hilfe künstlicher Intelligenz, also mittels lernfähiger Algorithmen, leisten kann“, sagt Schultze, der Mitglied im Excellenzcluster „ImmunoSensation“ der Universität Bonn ist. „Langfristig möchten wir diesen Ansatz auf weitere Fragestellungen anwenden, insbesondere im Bereich der Demenzerkrankungen.“



In der aktuellen Studie stand die AML im Fokus. Ohne adäquate Behandlung führt diese Form der Leukämie innerhalb von Wochen zum Tode. Die AML geht einher mit der Vermehrung krankhaft veränderter Knochenmarkszellen, die letztlich ins Blut gelangen können. Dort treiben dann gesunde Zellen und Tumorzellen, deren Gene jeweils typische Aktivitätsmuster aufweisen. Alle diese Aktivitätsprofile gingen in die Analyse ein. Messdaten von mehr als 12.000 Blutproben – diese stammten aus 105 verschiedenen Studien – wurden dabei berücksichtigt: der bislang größte Datensatz für eine Metastudie über AML. Rund 4.100 dieser Blutproben kamen von Personen mit AML-Diagnose, die übrigen von Personen mit anderen Erkrankungen oder von Personen, die als gesund eingestuft worden waren.



Hohe Trefferquote



Die Wissenschaftler fütterten ihre Algorithmen mit Teilen dieses Datensatzes. Zum Input gehörte, welche Proben von AML-Patienten stammten und welche nicht. „Die Algorithmen suchten dann im Transkriptom nach krankheitstypischen Mustern. Das ist ein Prozess der weitgehend automatisiert ablief. Man spricht von maschinellem Lernen“, sagt Schultze. Mit der so erworbenen Mustererkennung wurden dann weitere Daten von den Algorithmen analysiert und klassifiziert, also eingeteilt in Proben mit AML und ohne AML. „Uns war die Zuordnung, so wie sie in den Originaldaten verzeichnet war, natürlich bekannt, der Software jedoch nicht. Insofern konnten wir die Trefferquote überprüfen. Diese lag bei einigen Verfahren oberhalb von 99 Prozent. Wir haben diverse Verfahren aus dem Repertoire der künstlichen Intelligenz getestet. Es gab tatsächlich einen Algorithmus der besonders gut war, aber die anderen lagen nur knapp dahinter.“



Anwendung in der Praxis?



In der Praxis eingesetzt, könnte dieses Verfahren herkömmliche Diagnosemethoden unterstützen und helfen, Kosten zu sparen, meint der Bonner Wissenschaftler. „Prinzipiell könnte eine Blutprobe ausreichen, die der Hausarzt entnimmt und zur Analyse an ein Labor weiterleitet. Ich würde schätzen, dass die Kosten unterhalb von 50 Euro liegen.“ Die klassische AML-Diagnostik sei sehr umfangreich. Einzelne Verfahren daraus würden pro Durchlauf mit einigen hundert Euro zu Buche schlagen. „Allerdings haben wir noch keinen praxistauglichen Test entwickelt. Wir haben nur gezeigt, dass das Verfahren prinzipiell funktioniert. Also Grundlagen dafür gelegt, dass man einen Test entwickeln kann.“



Auch in Zukunft erfordere die Diagnose der AML spezialisierte Fachärzte, betont Schultze. „Es geht darum, den Experten ein Werkzeug an die Hand zu geben, das sie bei der Diagnose unterstützt. Hinzukommt, dass viele Patienten eine wahre Odyssee hinter sich haben, bis sie endlich beim Facharzt landen und dort eine endgültige Diagnose erhalten.“ Denn im Anfangsstadium können die Symptome einer AML ähnlich sein wie bei einer schweren Erkältung. Dabei ist die AML eine lebensgefährliche Erkrankung, die schnellstmöglich behandelt werden sollte. „Mit einem Bluttest, so wie er auf der Grundlage unserer Studie möglich scheint, wäre es denkbar, dass bereits der Hausarzt einen Verdacht auf AML abklärt. Und wenn sich dieser erhärtet, an einen Spezialisten überweist. Die Diagnose würde dann möglicherweise früher erfolgen als bisher und die Therapie könnte früher beginnen.“





Kontakt für die Medien:


Dr. Marcus Neitzert

DZNE, Stabsstelle Kommunikation
Tel.: 0228/43302-267

E-Mail: marcus.neitzert@dzne.de

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Onkologisches Zentrum Pressemitteilung Forschung Bonn Akute Leukämien und MDS
news-1079 Thu, 12 Dec 2019 13:28:20 +0100 Humane Papillomviren begünstigen Hautkrebsentstehung /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1079&cHash=7b69ffc225c91773045123836d62daa5 Viren programmieren ihre Wirtszellen um Humane Papillomviren sind nicht nur ursächlich für genitale Krebsarten und Kopf-Hals-Tumoren, sondern verursachen auch den weißen Hautkrebs. Immungeschwächte Menschen, beispielsweise Organtransplantat-Empfänger, sind hierbei besonders anfällig für die Entstehung solcher Tumoren. Die zellulären Vorgänge, die zur Tumorentwicklung führen, sind bis heute nur unvollständig verstanden. Die Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Baki Akgül vom Institut für Virologie der Uniklinik Köln konnte nun im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes bislang unbekannte Mechanismen aufdecken, über die das Virus Einfluss auf infizierte Zellen nimmt.

Humane Papillomviren (HPV) sind kleine Erreger, die sowohl die menschliche Schleimhaut, als auch verhornende Haut infizieren können. Dies kann sowohl zu gutartigen als auch bösartigen Veränderungen im infizierten Gewebe führen. Des Weiteren werden die Viren in verschiedene Untergruppen eingeteilt. Für bestimmte Krebsarten, wie zum Beispiel Gebärmutterhals- und Tonsillenkrebs (Mandelkrebs), ist der Zusammenhang zwischen einer Infektion mit HPV der sogenannten alpha-Gruppe bewiesen. Viren der sogenannten beta-HPV-Gruppe sind sehr weit verbreitet und besiedeln die menschliche Haut schon in den ersten Wochen nach der Geburt. Beta-HPV werden durch das Immunsystem effizient in Schach gehalten, sodass die Virusvermehrung auf sehr niedrigem Niveau stattfindet und zu keinen klinischen Auswirkungen führt.

In der Bevölkerung ist daher das Bewusstsein dafür, dass auch diese Untergruppe für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich sein kann, nicht sehr stark ausgeprägt. Insbesondere bei Menschen, die ein Organtransplantat erhalten haben, und bei denen daher das Immunsystem dauerhaft unterdrückt werden muss, um eine Abstoßung des Spenderorgans zu verhindern, kommt es zu einer abnormalen Vermehrung von beta-HPV in der Haut. Dies begünstigt die Bildung von Hautkrebsvorstufen und somit letztlich auch die Entstehung von weißem Hautkrebs. Dies betrifft auch Personen, die an einer chronischen Immunschwäche leiden. Auf welche Weise die Viren die Krebsentstehung begünstigen, ist bis heute noch nicht im Detail verstanden. Im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes konnte die Arbeitsgruppe von Prof. Akgül vom Institut für Virologie der Uniklinik Köln zeigen, dass HPV mittels eines bislang unbekannten Mechanismus Einfluss auf infizierte Zellen nimmt und sowohl die Herstellung zellulärer Proteine als auch deren Stabilität beeinflusst.

Das Team um den Forscher nutzte für seine Untersuchungen 2D-Zell-Kultursysteme, 3D-Hautkulturmodelle und transgene Mäuse und konnte so zeigen, dass allein das Vorhandensein des viralen Proteins E7 ausreicht, um infizierte Hautstammzellen vermehrt in Krebsstammzellen umzuprogrammieren. So konnten die Wissenschaftler molekularen Mechanismen aufdecken, durch die Virus- positive Zellen ihren Gewebeverband verlassen, in andere Gewebeschichten einwandern und krebszellartiges Verhalten entwickeln. Diesem Vorgang der Zellinvasion liegt einerseits die Fähigkeit des Proteins E7 zu Grunde, Zell-Zell-Kontakte von infizierten Hautzellen zu schwächen, was die Grundvoraussetzung für eine Ablösung aus dem Gewebeverband ist. Andererseits zeigte die Arbeitsgruppe eine Interaktion zwischen einer Familie von Zelloberflächenproteinen, den sogenannten Integrinen, und dem Bindegewebsprotein Fibronektin. Es gelang den Forschern nachzuweisen, dass diese gegenseitige Einflussnahme ebenfalls begünstigend für die Entstehung von Krebs ist.

Des Weiteren konnten die Wissenschaftler zeigen, dass das Virus Einfluss auf die Genexpression infizierter Zellen nimmt. Es gelang ihnen zudem, einen völlig neuen Mechanismus aufzudecken, über den das Virus die Stabilität von wichtigen zellulären Proteinen beeinträchtigt, die bei der Zellteilung und der DNA-Reparatur eine tragende Rolle spielen. So konnten sie erstmalig eine Kooperation der viralen Proteine E6 und E7 belegen, welche offenbar gemeinsam Einfluss auf die Stabilität wichtiger zellulärer Regulatoren über den Protein-Abbauprozess der sogenannten Autophagie nehmen. Die Klärung weiterer tumorigener Mechanismen sind Gegenstand fortlaufender Forschung, ebenfalls gefördert durch die Wilhelm Sander-Stiftung. Diese Arbeiten sind eine zwingende Voraussetzung, Therapien und Impfansätze für HPV-verursachten weißen Hautkrebs zu entwickeln.

Die Wilhelm Sander-Stiftung hat dieses Forschungsprojekt in drei Förderphasen mit insgesamt rund 280.000 Euro unterstützt und fördert aktuell ein weiteres Fortsetzungsprojekt. Stiftungszweck ist die Förderung der medizinischen Forschung, insbesondere von Projekten im Rahmen der Krebsbekämpfung. Seit Gründung der Stiftung wurden insgesamt über 236 Millionen Euro für die Forschungsförderung in Deutschland und der Schweiz ausbezahlt. Damit ist die Wilhelm Sander- Stiftung eine der bedeutendsten privaten Forschungsstiftungen im deutschen Raum. Sie ging aus dem Nachlass des gleichnamigen Unternehmers hervor, der 1973 verstorben ist.

Originalpublikationen:

Heuser S, Hufbauer M, Marx B, Tok A, Majewski S, Pfister H, Akgül B. The levels of epithelial anchor proteins β-catenin and zona occludens-1 are altered by E7 of human papillomaviruses 5 and 8. J Gen Virol. 2016 Feb;97(2):463-72. doi: 10.1099/jgv.0.000363. Epub 2015 Dec 8.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26645068

Heuser S, Hufbauer M, Steiger J, Marshall J, Sterner-Kock A, Mauch C, Zigrino P, Akgül B. The fibronectin/α3β1 integrin axis serves as molecular basis for keratinocyte invasion induced by βHPV. Oncogene. 2016 Aug 25;35(34):4529-39. doi: 10.1038/onc.2015.512. Epub 2016 Jan 25.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26804167

Kirschberg M, Heuser S, Syed AS, Steger G, Majewski S, Hufbauer M, Akgül B. HPV8 activates cellular gene expression mainly through Sp1/3 binding sites. Virology. 2019 Jul 1;535:136-143. doi: 10.1016/j.virol.2019.06.019. [Epub ahead of print]

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31299490

Akgül B, Kirschberg M, Storey A, Hufbauer M. Human papillomavirus type 8 oncoproteins E6 and E7 cooperate in downregulation of the cellular checkpoint kinase-1. Int J Cancer. 2019 Aug 1;145(3):797-806. doi: 10.1002/ijc.32223. Epub 2019 Mar 12.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30786016

Oswald E, Kirschberg M, Aubin F, Alonso A, Hufbauer M, Akgül B, Auvinen E. BetaHPV E6 and E7 colocalize with NuMa in dividing keratinocytes. Virus Genes. 2019 Oct;55(5):600-609. doi: 10.1007/s11262-019-01685-9. Epub 2019 Jul 9.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31290065

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News Hauttumorzentrum Forschung Hautkrebs Köln
news-1078 Wed, 11 Dec 2019 13:13:00 +0100 Neue Therapieoptionen bei Lymphom-Erkrankungen /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1078&cHash=65403b925663a3d6a384967c26e68af1 Experten für Bluterkrankungen berichten auf weltweit wichtigstem Kongress  

Das 61. Meeting der American Society of Hematology (ASH) hat vom 7.-10. Dezember 2019 mehr als 30.000 Ärzte und Wissenschaftler aus der ganzen Welt in Orlando/Florida zusammengebracht. In zahlreichen Vorträgen wurden auf dem weltweit größten und wichtigsten Kongress zu verschiedenen Erkrankungen des Blutes neue Studienergebnisse sowie relevante Entwicklungen vorgestellt.

Das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. mit Sitz an der Uniklinik Köln war mit einem kleinen Produktions-Team in Orlando, um kurze und prägnante Zusammenfassungen zu verschiedenen Lymphom-Erkrankungen aufzuzeichnen. Unter den Experten sind auch vier Wissenschaftler der Klinik I für Innere Medizin und des Centrums für Integrierte Onkologie an der Uniklinik Köln.

Videos inkl. Vortragsfolien finden Sie hier:

www.lymphome.de/ash2019

Grußwort

Prof. Dr. Michael Hallek, Uniklinik Köln

Multiples Myelom

Prof. Dr. Katja Weisel, Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf

Hodgkin Lymphom

Prof. Dr. Andreas Engert, Uniklinik Köln

Chronische lymphatische Leukämie

Prof. Dr. Barbara Eichhorst, Uniklinik Köln

Indolente Lymphome

Prof. Dr. Christian Buske, Universitätsklinikum Ulm

Aggressive Lymphome 

Prof. Dr. Georg Lenz, Universitätsklinikum Münster

CAR-T-Zell-Therapien

Prof. Dr. Peter Borchmann, Uniklinik Köln

Das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. ist ein gemeinnütziger Forschungsverbund, der deutschlandweit die optimale Behandlung, Betreuung und Information für alle Lymphom‐Patienten sicherstellen und verbessern möchte. Es ist eines von 23 Kompetenznetzen in der Medizin, die auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gegründet wurden.

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News Akute Leukämien und MDS Chronisch lymphatische Leukämie Lymphom Multiples Myelom Köln
news-1076 Tue, 10 Dec 2019 10:18:24 +0100 Wandkalender mit Bildern aus der Kunsttherapie erhältlich /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1076&cHash=81b2dfe61596788e6c5e92c8adf749ed Schenken und gleichzeitig Gutes tun Viele Menschen erleiden bereits bei der Diagnose einen Schock, andere fallen während oder nach der Behandlung in ein seelisches Tief. Neben einer bestmöglichen medizinischen Versorgung hilft oft eine professionelle Unterstützung zur seelischen Stärkung und nachhaltigen Stabilisierung – durch psychologische Gespräche, Kunst-, Musik- und Bewegungstherapie sowie durch psychosoziale Krebsberatung

Die Kunsttherapie, die der Förderverein LebensWert e. V. finanziert, dient dazu, die kreativen Ressourcen eines an Krebs erkrankten Menschen wiederzuentdecken. Durch das aktive Gestalten (Malen, Plastik-Arbeiten, etc.) mobilisieren die Patienten Kräfte, die sie zur psychischen Stabilisierung im Verlauf einer Krebstherapie dringend benötigen. In Gruppen oder Einzelstunden kann jeder Patient seinen Emotionen Ausdruck verleihen und in einem geschützten Rahmen sowohl seine Sorgen als auch Ängste ausdrücken. Auch können die Teilnehmer der Kunsttherapie, therapeutisch angeleitet oder im motivierten spielerischen Umgang, Freude am Schaffensprozess entdecken und dadurch neue Energie finden.

Besonders hilfreich ist die Kunsttherapie für Patienten, die sich weniger verbal (über Gesprächsangebote) ausdrücken und somit über die Kreativität einen angemessenen Ausdruck finden können.

Die Auseinandersetzung mit Kunst, das Erlernen von technischen Fertigkeiten und das Ausleben kreativer Impulse fördern die Phantasie und schaffen Stabilität. Kunstwissen und handwerkliches Können sind keine Voraussetzung für die Kunsttherapie. Sie folgt keinem Leistungsanspruch, sondern dient der Entlastung und fördert Mobilität und Energie.

Damit stellt die Kunsttherapie einen wichtigen Baustein im Genesungs- und Verarbeitungsprozess einer Krebserkrankung zur Verfügung. Gute Erfolge erzielt sie unter anderem auch bei der Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in das Berufs- und Alltagsleben.

LebensWert-Wandkalender 2020 DIN A3:

10 Euro (ggf. zzgl. 4,90 Euro für Versand)

zu beziehen über LebensWert e.V. unter: 0221 / 478-97190 oder info@vereinlebenswert.de

Die Herstellungskosten des Kalenders hat der Lions Club Albertus Magnus Köln über eine Spende finanziert. Der Erlös von 10 Euro pro Kalender kommt der Arbeit des Vereins Lebenswert zugute.

Bilder:

Deckblatt: Henriett Hudak o. T. (nach Gabriele Münter), Acryl auf Karton, 19 x 26 cm, 2017
März: Boris Heinrich o. T. (Durchgangssyndrom), Aquarell und Gouache auf Papier, 50 x 70 cm, 2015
Juni: Kirsten Friedemann „Kirschblüte am Beethovenpark“, Aquarell auf Papier, 24 x 32 cm, 2019
August: Emilie Ditscheid o. T., Acryl auf Karton, 25,5 x 20,5 cm, 2017

LebensWert e.V.: Eine Initiative zur Förderung der Psychoonkologie - www.vereinlebenswert.de

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News Psychoonkologie Köln
news-1074 Wed, 04 Dec 2019 16:38:37 +0100 Hilfe bei Erkrankungen der Augenhöhle /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1074&cHash=cd8eab5162a6697d2d75b05335399c36 Neues Orbita-Zentrum am Universitätsklinikum Bonn gegründet Hervortretende Augen oder Sehstörungen können ein Hinweis auf eine Erkrankung der Augenhöhle, fachsprachlich Orbita, sein. Die Ursachen sind vielfältig. Somit sind auch Diagnose und Therapie schwierig. Häufig ist die Expertise unterschiedlicher Fachärzte gefragt. Deshalb hat das Universitätsklinikum Bonn jetzt das fächerübergreifende Orbita-Zentrum Bonn gegründet, das die Kompetenzen auf dem Venusberg-Campus bündelt. Die Patienten profitieren von einer optimalen Versorgung auf höchstem Niveau, ohne dabei lange Abklärungs- und Behandlungswege in Kauf nehmen zu müssen.

In der Augenhöhle, der sogenannten Orbita, liegt der Augapfel geschützt. Muskeln und ein komplexes bindegewebliches und knöchernes System bewegen und halten Augen, Lider und Tränenwege in Position. Die Orbita kann von verschiedenen Erkrankungen wie angeborene Fehlbildungen, Verletzungen, Entzündungen, Gefäßerkrankungen und gegebenenfalls lebensbedrohlichen Tumoren betroffen sein. Steht beispielsweise der Augapfel weit aus der Augenhöhle hervor, kann unter anderem eine endokrine Orbitopathie, die auf einer Fehlfunktion der Schilddrüse beruht, dahinter stecken, aber auch ein Tumor der Augenhöhle. „Daher sind an der Behandlung orbitaler Erkrankungen viele Fachdisziplinen beteiligt“, sagt Prof. Dr. Bettina Wabbels, Leiterin Orthoptik, Neuro- und pädiatrische Ophthalmologie an der Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn. „Auch Kinder und Jugendliche müssen schon früh interdisziplinär behandelt werden, da Erkrankungen der Orbita oft bereits angeboren sind.“

Qualität der Versorgung des Patienten verbessern


Die enge Nachbarschaft zu Tränenwegen, Nebenhöhlen und knöchernen Strukturen des Schädels, macht die Orbita und die Behandlung von Erkrankungen, welche die Augenhöhle betreffen, sehr vielschichtig. Das neu gegründete Orbita-Zentrum Bonn am Universitätsklinikum Bonn bündelt bereits vorhandene Behandlungsexpertisen und fördert den fachlichen Austausch auf kurzen Kommunikationswegen und unterstützt die Forschung aller beteiligten Fachgebiete. So soll die Qualität der Versorgung der Patienten verbessert und ihnen eine zeit- und ablaufoptimierte interdisziplinäre Behandlung ermöglicht werden. „Grundgedanke ist, unseren Patienten den Weg zum Experten zu erleichtern und ihnen die medizinische Behandlung schnellstmöglich, fächerübergreifend und auf höchstem Niveau zur Verfügung zu stellen“, sagt Prof. Dr. Friedrich Bootz, Direktor der Klinik für HNO-Heilkunde des Universitätsklinikums Bonn. Dazu ergänzt Prof. Dr. Frank Holz, Direktor der Bonner Universitäts-Augenklinik: „Insbesondere Kindern und Jugendlichen möchten wir eine optimierte Behandlung über die Fächergrenzen hinaus anbieten.“

„Wir sind stolz darauf, dass es uns mit der Gründung des Orbita-Zentrums Bonn gelungen ist, unsere Expertisen zum Wohl unserer Patienten nachhaltig zu bündeln. Mit verschiedenen Aktivitäten wie Fortbildungen für niedergelassene Kollegen wollen wir über Erkrankungen der Orbita aufklären und über das neu gegründete Zentrum informieren“, sagt Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Kramer, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Bonn. Er koordiniert den Internetauftritt des Orbita-Zentrums Bonn. Dort haben niedergelassene Ärzte über eine online-Terminvergabe die Möglichkeit, ihre Patienten direkt am Orbita-Zentrum Bonn anzumelden.

Hier geht es zum Internetauftritt des neuen Orbita-Zentrums Bonn am Universitätsklinikum Bonn.

Kontakt für die Medien:

Dr. Christiane Stieber
Klinikmanagerin
Augenklinik des Universitätsklinikums Bonn
Tel.: 0228/287 -5583
Mobil: 0151 17104411
E-Mail: christiane.stieber(at)ukbonn.de

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News Onkologisches Zentrum Augentumoren Bonn
news-1070 Thu, 28 Nov 2019 11:54:02 +0100 Dr. Skoetz mit Bill Silverman-Preis geehrt /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1070&cHash=c109eed7ec7a215bddff0447f2c8a36f Medizinerin beim Cochrane Colloquium ausgezeichnet Priv.-Doz. Dr. Nicole Skoetz, Senior Editor Cochrane Cancer in der Klinik I für Innere Medizin und im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln, ist auf dem Cochrane Colloquium, dem jährlichen internationalen Meeting zur Diskussion globaler Gesundheitsfragen und zur Förderung einer evidenzbasierten Gesundheitsversorgung, mit dem Bill-Silverman-Preis ausgezeichnet worden.

Sie erhält den mit 1.000 Dollar dotierten Preis für ihre Arbeit zum Thema „Methodological review showed correct absolute effect size estimates for time-to-event outcomes in less than one-third of cancer-related systematic reviews“. Die Arbeit zeigt einige Herausforderungen bei der Interpretation von Hazard Ratios, also Maßen die den Unterschied von Überlebenszeiten beschreiben, als absolute Effekte auf. Gemeinsam mit den Mitautoren und der GRADE-Arbeitsgruppe möchten Dr. Skoetz sicherstellen, dass Autoren von systematischen Übersichtsarbeiten und Entwickler von Leitlinien sich dieser Herausforderungen bewusst sind und Fehler zukünftig vermeiden.

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News Auszeichnung Köln
news-1069 Wed, 27 Nov 2019 11:25:00 +0100 Fehlende Zellprogrammierung führt zu Hodentumoren /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1069&cHash=5648f50bb436d8f47d0afee575642b22 Studie unter Beteiligung der Universität Bonn liefert neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Keimzellen Ob sich eine Embryonalzelle zur Fortpflanzungszelle entwickelt, entscheidet sich deutlich später als bislang gedacht. Das zeigt eine Studie unter Federführung des renommierten Whitehead-Instituts in den USA, an der die Universität Bonn maßgeblich beteiligt war. Bei manchen Zellen bleibt diese Festlegung augenscheinlich ganz aus. Aus ihnen können in der Pubertät mit hoher Wahrscheinlichkeit Hoden-Tumoren entstehen. Das Paper ist in der Zeitschrift PNAS erschienen.

Jeder Mensch besteht aus 100 Billionen Zellen. Die meisten von ihnen sind streng spezialisiert: In der Magenschleimhaut scheiden sie Salzsäure und Enzyme aus, im Gehirn übernehmen sie die Verarbeitung elektrischer Impulse. Sie sind wie ein Heer von Arbeitern, die in völlig unterschiedlichen Berufen tätig sind. Welchen davon sie ergreifen, entscheidet sich sehr früh: Das Schicksal der Zellen wird schon während der Embryonalentwicklung festgelegt. Und zwar unwiderruflich – aus einer Magenzelle kann natürlicherweise niemals eine Hirnzelle werden.

In der dritten Schwangerschaftswoche wird am hinteren Ende des Embryos ein Teil der Zellen für eine Spezialaufgabe abgezweigt: Sie werden zu „primordialen Keimzellen“ (abgekürzt: PGCs) und wandern in der Folgezeit in die Gonadenanlagen ein. Aus ihnen gehen später Spermien und Eizellen hervor. Ursprünglich dachte man, dass auch diese Entscheidung mit der Bildung der PGCs besiegelt ist. „Es gab jedoch immer mehr Anzeichen, die dagegen sprachen“, erklärt Prof. Dr. Hubert Schorle von der Abteilung Entwicklungspathologie der Universität Bonn.

Bei einem Aufenthalt am Whitehead-Institut in den USA, einer mit dem MIT assoziierten Einrichtung, konnte Schorle zusammen mit seinen dortigen Kollegen nun zeigen, dass die PGCs nicht zwangsläufig auf eine Karriere als Fortpflanzungszell-Produzenten festgelegt sind. „Stattdessen erfolgt die endgültige Determinierung augenscheinlich erst, nachdem sie die Gonaden – aus denen sich Hoden oder Eierstock entwickeln – erreicht haben“, erläutert der Biologe.

Dazl programmiert Zellen auf ihr Schicksal

„Wir haben gezeigt, dass ein Protein namens Dazl, welches in den PGCs nach Erreichen der Gonadenanlagen produziert wird, für diese Festlegung verantwortlich ist“, betont Prof. Schorle. „In Mäusen, die kein Dazl bilden können, unterbleibt die Determinierung. Es reicht aber, PGCs kurzzeitig dem Protein auszusetzen, um sie zu programmieren.“ Dazl sorgt dafür, dass in den PGCs die so genannten „Pluripotenz-Gene“ abgeschaltet werden.

Allerdings entgehen immer wieder einige primordiale Keimzellen dieser Programmierung. Sie reifen nicht endgültig aus, sondern verbleiben in einem pluripotenten Stadium. In der Pubertät können sich aus ihnen – vermutlich unter dem Einfluss der Geschlechtshormone – Keimzelltumoren des Hodens oder (seltener) des Eierstocks entwickeln. Manche dieser bösartigen Wucherungen enthalten völlig unterschiedliche Gewebetypen – ein Resultat ihrer Pluripotenz und Hinweis darauf, dass die Ursprungszelle noch nicht zur Keimzelle programmiert war. Andere Tumoren erscheinen wie die PGCs selbst weitgehend undifferenziert.

Keimzelltumoren gehören zu den häufigsten Krebsarten bei Männern zwischen 15 und 35 Jahren. „Unsere Ergebnisse zeigen aber, dass man sie wohl eher als Embryonalzell-Tumoren bezeichnen müsste“, erklärt Schorle. Auf die Behandlung der Erkrankung hat das zunächst einmal keinen Einfluss. „Die Studie zeigt aber, dass die Weichenstellung zur Erkrankung bereits in der frühen Embryonalentwicklung erfolgt“, betont der Biologe. „Mittelfristig könnten aus diesen Erkenntnissen neue Therapieansätze erwachsen.“

Publikation: Peter K. Nicholls, Hubert Schorle, Sahin Naqvi, Yueh-Chiang Hu, Fan Yuting, Michelle A. Carmell, Ina Dobrinski, Adrienne L. Watson, Daniel F. Carlson, Scott C. Fahrenkrug and David C. Page: Mammalian germ cells are determined after PGC colonization of the nascent gonad. PNAS, DOI: www.pnas.org/cgi/doi/10.1073/pnas.1910733116
 
Kontakt:
Prof. Dr. Hubert Schorle
Institut für Pathologie der Universität Bonn
Tel. 0228/28716342
E-Mail: schorle@uni-bonn.de

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News Onkologisches Zentrum Prostatakrebszentrum Pressemitteilung Forschung Hodenkrebs Nierenzellkarzinom Prostatakrebs Harnblasenkarzinom Bonn
news-1068 Wed, 27 Nov 2019 08:00:00 +0100 Praktisches Jahr in der Onkologie: Neuer Erfahrungsbericht online /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1068&cHash=c2ad5f31afc0942b726b7d5ca3b927f6 Fabian Ullrich berichtet von seinen interessanten Eindrücken aus dem amerikanischen Pittsburgh Die CIO-Standorte Köln und Bonn kooperieren seit vielen Jahren mit dem Krebszentrum der Universität Pittsburgh in Pennsylvania – einem der größten und renommiertesten Krebszentren der Welt. Regelmäßig verbringen forschungsinteressierte Medizinstudenten aus Köln oder Bonn im Rahmen ihres „Praktischen Jahrs“ (PJ) zwei bis drei Monate in der amerikanischen Klinik.

Fabian Ullrich, ein Medizinstudent aus Bonn, lässt uns mit einem Bericht an seinen interessanten Eindrücken teilhaben.

Erfahrungsbericht 

Studentinnen und Studenten, die sich für die Austauschprogramme des CIO mit Pittsburgh interessieren, erfahren hier mehr.

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News CIO
news-1063 Wed, 13 Nov 2019 13:17:15 +0100 Ein Monat, ein Bart, ein guter Zweck: Der Movember /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1063&cHash=90c52b6dd8abf573d0b8cf77f030070b Die Klinik für Urologie und Kinderurologie macht auf das Thema #Männergesundheit aufmerksam
Um Aufmerksamkeit für das Thema #Männergesundheit zu schaffen und Spenden zu sammeln, lassen sich Männer auf der ganzen Welt im #Movember einen #Schnurrbart wachsen – darunter in diesem Jahr auch Mitarbeiter der Urologischen Klinik des #UKB.

Die Spenden gehen an die Movember Foundation e.V., die seit vielen Jahren weltweit Kampagnen zur Verbesserung der Gesundheit von Männern in den Bereichen #Prostatakrebs, #Hodenkrebs, psychische Gesundheit und #Selbstmordprävention durchführt.
Wer selbst Teil der Bewegung werden oder das Team der #Urologie durch Spenden unterstützen möchte findet weitere Informationen unter hier.

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News Onkologisches Zentrum Prostatakrebszentrum Harnblasenkarzinom Hodenkrebs Nierenzellkarzinom Prostatakrebs Bonn Prävention Pressemitteilung
news-1065 Tue, 12 Nov 2019 14:25:00 +0100 Erweiterung der Therapieformen auf der Palliativstation am Universitätsklinikum Bonn /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1065&cHash=7d52065910857cbcc180701da20baa1d Bonner Stadtsoldaten unterstützen „Snoezel-Wagen“ „Snoezelen“ kommt aus der niederländischen Sprache und setzt sich aus zwei Worten zusammen: „snuffelen“ (für Schnuppern oder Schnüffeln) und „doezelen“ (für Dösen und Schlummern). Die Therapieform des „Snoezelens“ schafft mit dem Einsatz von Licht, Düften und Geräuschen eine Umgebung, die die Sinne aktiviert und inspiriert, wertvolle Erinnerungen weckt und Ängste löst. Der nun am UKB vorhandene Snoezel-Wagen wird dazu in das Zimmer der häufig bettlägrigen Menschen gefahren. Dort zaubert er mit Farbprojektoren und einer Wassersäule visuelle Effekte an die Wände. Mit der Musikanlage des Wagens kann entspannende Musik oder Meeresrauschen abgespielt werden. Außerdem hält der Wagen angenehme Gerüche bereit und Materialien, die ertastet und gefühlt werden können. „Der Snoezel-Wagen unterstützt das zentrale Ziel unserer Arbeit auf der Palliativstation – den Patienten und ihren Angehörigen größtmögliche Lebensqualität zu ermöglichen“, sagt Prof. Lukas Radbruch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am UKB. „Die sinnesorientierte, atmosphärische Snoezeltherapie ergänzt unsere bisherigen Angebote der Schmerztherapie, Symptomkontrolle, Physiotherapie und seelsorgerischer Begleitung perfekt.“ Radbruch bedankte sich bei der Bonner Stadtsoldaten herzlich für die Unterstützung bei der Anschaffung des Snoezel-Wagens, der insgesamt 4.200 Euro kostete.
„Unser Verein möchte Menschen Freude bringen, die aus materiellen Gründen oder aufgrund körperlicher Gebrechen eingeschränkt sind“, so Karl-Heinz Morschhaeuser, Vorsitzender des Verein Senioren- und Jugendhilfe e. V. im Bonner Stadtsoldaten-Corps. „Wenn mit unserer Unterstützung todkranke Menschen ein wenig Erleichterung erfahren, ist uns dies natürlich ein besonderes Anliegen.“

Dass dies so ist, kann Claudia Stratmann vom Sozialdienst der Palliativstation Saunders nur bestätigen: „Wir wissen, dass gestresste Patienten merklich zur Ruhe kommen, wenn sie mit sanftem Licht stimuliert werden, in Wasser schwebende Partikel beobachten oder angenehme Materialien berühren können. Der Snoezel-Wagen erleichtert den Einsatz all dieser Techniken für uns in der täglichen Anwendung.“
Die Palliativstation Saunders am UKB Die Palliativstation ist seit 2014 Teil der Klinik für Palliativmedizin am UKB. Bis zu acht Patienten werden hier gleichzeitig betreut und erhalten Schmerztherapie, Symptomkontrolle, Physiotherapie, psychosoziale sowie spirituelle und seelsorgliche Begleitung. Im Mittelpunkt stehen dabei die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Patienten und Angehörigen. Dafür steht ein speziell ausgebildetes Team von Pflegekräften, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Psychoonkologen und Palliativmedizinern bereit. Sie werden unterstützt durch Musiktherapeuten, Humoristen (gefördert von „Humor hilft Heilen“) und durch Besuchsdienste ehrenamtlicher Mitarbeiter, z. B. des Bonner Vereins „Lighthouse“.

Pressekontakt:
Susanne Wagner
stellv. Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Telefon: 0228/287-19891
E-Mail: susanne.wagner(at)ukbonn.de

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News Onkologisches Zentrum Brustzentrum Gynäkologisches Krebszentrum Hauttumorzentrum Lungenkrebszentrum Kopf-Hals-Tumorzentrum Neuroonkologisches Tumorzentrum Prostatakrebszentrum Pankreaskarzinomzentrum Darmzentrum Pressemitteilung Palliativmedizin Bonn
news-1061 Tue, 12 Nov 2019 12:18:39 +0100 20 Jahre allogene Stammzelltransplantation in Köln /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1061&cHash=743206f9b3f3a40a797a2daeb1e048a7 Uniklinik Köln gehört zu führenden Standorten für zelluläre Therapien Köln zählt in Deutschland zu den Top Ten-Standorten für allogene Stammzelltransplantationen: Über 1.000 Patienten haben an der Uniklinik Köln seit 1999 diese immunologisch wirksame Therapie erhalten. Zum Einsatz kommt sie vor allem bei Patienten mit Blut- und Lymphdrüsenkrebs. Die Uniklinik Köln feiert das 20-jährige Jubiläum mit einem Fach-Symposium und einem Patiententag.

Die Transplantation von Spender-Stammzellen ist eine langfristig wirksame Maßnahme zur Behandlung von Krebs. Auf der Station für Knochenmark-transplantation (KMT) an der Uniklinik Köln werden aktuell jedes Jahr rund 100 Stammzelltherapien durchgeführt, bei denen Zellen eines gesunden, verwandten oder nicht-verwandten Spenders einem Patienten übertragen werden (allogene Transplantation).

Jubiläumsveranstaltungen „20 Jahre Stammzelltransplantation“

Termin: Samstag, 16. November 2019
Ort: Uniklinik Köln, Forum (Gebäude 42), Joseph-Stelzmann-Str. 20, 50937 Köln

Symposium: 10:00 bis 12:30 Uhr

Patiententag: 13:00 bis 16:30 Uhr

„Ich bin froh, dass wir ein so erfahrenes Team für die allogene Stammzelltransplantation in Köln etabliert haben. Mit diesem Team und einer eigenen Intensivstation, einer Intermediate-Care-Station und einer Zell-Apherese-Einheit sowie einem erfahrenen Team aus Lotsen und Case Managern, einer ambulanten Nachsorge mit vielen erfahrenen Ärzten und Pflegekräften haben wir eine mustergültige Situation und Kompetenz, die wir für unsere Patienten anbieten können“, sagt Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln und des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO).

Obwohl die Transplantation von Stammzellen ein seit Jahrzehnten etabliertes Verfahren ist, gibt es eine Reihe von offenen Fragen, die in klinischen Studien untersucht werden. So kommt es trotz weit entwickelter Typisierungsverfahren oft zu einer Abstoßungsreaktion zwischen Spender- und Empfängerzellen, die medikamentös behandelt werden muss. Ein Schwerpunkt der Klinischen Studien an der Uniklinik Köln will daher die Methoden zur Verminderung und Besserung von Abstoßungsreaktionen verbessern.

Die Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) ist eine solche Abstoßungsreaktion, die oft mit Kortison behandelt wird – mit zahlreichen Nebenwirkungen und nicht immer erfolgreich. Daher kommt eine Vielzahl anderer Methoden zum Einsatz: Bei der Photopherese werden Blutzellen des Patienten in einer Maschine gesammelt, mit ultraviolettem Licht bestrahlt und in die Blutbahn zurückgegeben. Ein anderer Ansatz verwendet spezielle Gewebe-Stammzellen mehrerer Spender, die im Labor gezüchtet und dann dem Patienten infundiert werden. Ebenso werden Antikörper eingesetzt, die das Eindringen der Spender-Immunzellen in die Darmwand des Patienten verhindern. Im Rahmen Klinischer Studien werden auch neue, zielgerichtete Medikamente zur Behandlung der GvHD getestet.

„Wir bemühen uns seit Jahren, durch neue Forschungsergebnisse die Komplikationen der Abstoßungsreaktionen bei der Graft-versus-Host-Erkrankung zumindest zu verringern oder so möglich gänzlich zu verhindern“, sagt Prof. Dr. Christof Scheid, Leiter des Transplantationsprogramms.

Nach einer Transplantation greifen die Zellen des gespendeten Knochenmarks häufig nicht nur die Krebszellen an, sondern auch die Organe des Empfängers. In rund 50 Prozent der GvHD-Fälle sind die Augen betroffen. Dies kann sehr belastend sein und bis zum vollständigen Sehverlust führen. An der Uniklinik Köln hat sich im Zentrum für Augenheilkunde deshalb das bundesweit erste Kompetenzzentrum für okuläre GvHD gegründet, in dem jährlich circa 200 Patienten vor und nach Stammzelltransplantation untersucht werden.

 

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News Pressemitteilung Akute Leukämien und MDS Köln
news-1059 Thu, 07 Nov 2019 10:09:00 +0100 Krebs der Speiseröhre und des Magens /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1059&cHash=1077a1719722fb54e14995bd90c647b8 Veranstaltung für Patienten an der Uniklinik Köln Speiseröhre und Magen sind mit ihren Funktionen zum Transport der Nahrung beziehungsweise Speicherung essentiell wichtig für die Lebensqualität des Patienten. Jedoch nehmen insbesondere Tumoren der Speiseröhren weiterhin in den westlichen Industrienationen zu. Welche Behandlungsmöglichkeiten es heute gibt, welche neuen Therapieoptionen hinzugekommen sind und wie Patienten alltägliche Probleme lösen können, darüber informiert der 6. Patiententag „Krebs der Speiseröhre und des Magens“ an der Uniklinik Köln, der gemeinsam mit der Selbsthilfegruppe Speiseröhre veranstaltet wird.

„Ziel dieses Tages ist es, die Themen rund um die Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens patientengerecht zu präsentieren und dabei die neusten Aspekte in Diagnostik, Therapie und Nachsorge zu berücksichtigen. Expertinnen und Experten aus der Onkologie, der Strahlentherapie und der Chirurgie, stellen Neuigkeiten aus der Forschung vor und beantworten die Fragen von Patienten und Angehörigen“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Christiane Bruns, Direktorin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- Tumor- und Transplantationschirurgie der Uniklinik Köln.

Patiententag: Krebs der Speiseröhre und des Magens
Termin: Dienstag, 12. November 2019
Uhrzeit: 16:00 - 20:00 Uhr
Ort: Uniklinik Köln, Gebäude 42 – Forum, Joseph-Stelzmann-Str. 20, 50937 Köln
Eintritt: kostenfrei

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Selbsthilfegruppe Speiseröhrenerkrankungen (SHG-S) statt. Vor mehr als zehn Jahren haben sich betroffene Patienten zusammengetan, um Erfahrungen auszutauschen, wie man mit alltäglichen Problemen umgehen kann, um wieder Hoffnung zu geben oder um die Interessen der Patienten bei Behandlungsleitlinien zu vertreten.

Mit über 1.700 onkologischen Operationen im Bereich der Speiseröhre und des Magens ist die Chirurgie an der Uniklinik Köln sehr stark aufgestellt. Dies wird seit vielen Jahren auch bestätigt durch die Auszeichnung „Exzellenzzentrum Chirurgie des Magens und der Speiseröhre“ von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV).

Ferner werden die sozialrechtlichen Aspekte der Erkrankungen und die entstehenden Veränderungen hinsichtlich des Lebensstiles und Verhaltensweisen nach operativer Versorgung nähergebracht. Im Anschluss zu diesen Themen stehen kompetente Experten und Betroffene Rede und Antwort.

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News Pressemitteilung Magenkrebs Speiseröhrenkrebs Köln
news-1058 Mon, 04 Nov 2019 10:05:00 +0100 Prof. Heidenreich in Board of Directors gewählt /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1058&cHash=fb5ae3f00e6bc6eaa84b4496feb6d9e9 Societè International d’Urologie: Fachgesellschaft ehrt Urologen Im Rahmen des Jahreskongresses der Societè International d’Urologie (SIU) Mitte Oktober in Athen ist Univ.-Prof. Dr. Axel Heidenreich, Direktor der Klinik für Urologie an der Uniklinik Köln, aufgrund seiner Verdienste in der internationalen Uro-Onkologie in den Vorstand der bereits 1907 gegründeten internationalen wissenschaftlichen urologischen Gesellschaft gewählt worden.

Prof. Heidenreich vertritt dort die Interessen der verschiedenen urologischen Fachgesellschaften Europas. Ziel der SIU ist es, den Urologen weltweit durch die entsprechenden Kongresse, Fellowships, Hospitationen vor Ort eine qualitativ hochwertige Diagnostik und Therapie der Patienten zu ermöglichen. Die Klinik für Urologie an der Uniklinik Köln hat bereits eine Vielzahl von Gastärzten aus den westafrikanischen, zentralasiatischen und osteuropäischen Ländern in den urologischen und operativen Fähigkeiten ausgebildet, die in ihrem Heimatland eine effektive Verbesserung der medizinischen Versorgung der Patienten bewirkt haben.

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News Prostatakrebszentrum Pressemitteilung Harnblasenkarzinom Hodenkrebs Prostatakrebs Köln
news-1057 Tue, 29 Oct 2019 14:34:08 +0100 Fritz-Acker-Preis für Prof. Eichhorst /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1057&cHash=34654393cf4dbacdab100bd3db3ab89a Hämato-Onkologin von Stiftung ausgezeichnet Prof. Dr. Barbara Eichhorst, Oberärztin in der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln, ist Mitte Oktober auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Berlin mit dem Fritz-Acker-Preis geehrt worden. Die Ärztin erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für ihre klinische Forschung zur besseren Behandlung der Chronischen Lymphatischen Leukämie (CLL). Seit 20 Jahren beschäftigt sie sich mit der CLL und hat durch die Leitung einer Vielzahl klinischer Studien dazu beigetragen, dass die Erkrankung heute mit größerem Erfolg behandelt werden kann.

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Auszeichnung Chronisch lymphatische Leukämie Köln
news-1049 Fri, 18 Oct 2019 10:20:59 +0200 Hodgkin Lymphom: Vitamin-D-Mangel verschlechtert Überleben /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1049&cHash=6425612c425d11e69c395e9bed530bcb Wissenschaftler der Uniklinik Köln publizieren neue Studie Der Vitamin-D-Stoffwechsel spielt eine bedeutende Rolle im Immunsystem unseres Körpers. Da Hodgkin Lymphome im Zusammenspiel mit dem Immunsystem entstehen und Studien zu anderen Lymphom-Erkrankungen bereits Hinweise darauf gaben, haben Wissenschaftler der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät in einer neuen Studie nun den Zusammenhang von Vitamin-D und dem Hodgkin Lymphom untersucht. Das Team um Dr. Sven Borchmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik I für Innere Medizin, wollte herausfinden, ob ein Vitamin-D-Mangel bei Hodgkin Lymphom-Patienten mit einer schlechteren Tumorkontrolle und letztlich mit einem schlechteren progressionsfreien Überleben und Gesamtüberleben verbunden ist. Die Ergebnisse der Studie wurden gestern (17.10.2019) im renommierten Wissenschaftsjournal „Journal of Clinical Oncology“ veröffentlicht.

Patienten mit einem Hodgkin Lymphom leiden häufig an einem Vitamin-D-Mangel, so die erste Erkenntnis der Experten um Erstautor Dr. Borchmann. Wie in der Gesamtbevölkerung tritt der Mangel im Winter häufiger auf als im Sommer. Auffällig war, dass die Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel ein deutlich verringertes progressionsfreies Überleben und Gesamtüberleben aufwiesen. Dieser Effekt zeigte sich unabhängig von anderen relevanten Faktoren wie beispielsweise dem Stadium der Erkrankung oder auch der Art der Behandlung. 

Insgesamt untersuchten die Wissenschaftler, die auch der Deutschen Hodgkin Studiengruppe unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Andreas Engert angehören, in der Studie 351 Patienten - alles Teilnehmer der klinischen Studien HD7, HD8 und HD9. Bei 175 Patienten, also der Hälfte der Untersuchten, lag ein Vitamin-D-Mangel vor. Patienten mit Progression oder Rückfall wiesen signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel auf, als Patienten ohne Rückfall (21,4 vs. 35,5 nmol/l). Sie hatten zudem häufiger einen Vitamin-D-Mangel (68 vs. 41%, P <0.0001). Diesen Effekt beobachteten die Wissenschaftler konstant über alle Krankheitsstadien hinweg.

Die abschließende Analyse ergab, dass ein Vitamin-D-Mangel stark mit einem geringeren progressionsfreien Überleben zusammenhängt (HR: 2,13 [ 95%> CI: 1,84-2,48], P <0.0001). Die Analyse erstreckte sich über eine Beobachtungszeit von 13 Jahren. Bezogen auf das Gesamtüberleben hatten Patienten mit Vitamin-D-Mangel auch ein deutlich höheres Sterberisiko (HR: 1,82 [1,53-2,15], P <0.0001).

In konkrete Zahlen umgesetzt bedeutet dies: In der Kohorte nach zehn Jahren überlebten 81,8 Prozent der Patienten ohne Vitamin-D-Mangel progressionsfrei, Patienten mit Vitamin-D-Mangel jedoch nur zu 64,2 Prozent. Hinsichtlich des Gesamtüberlebens lebten nach zehn Jahren noch 87,2 Prozent der Patienten ohne Vitamin-D-Mangel, von den Patienten mit einem Vitamin-D-Mangel jedoch nur 76,1 Prozent. Bei näherer Betrachtung der Todesursachen der verstorbenen Patienten hat der Vitamin-D-Mangel vor allem das Risiko erhöht, am Hodgkin Lymphom zu versterben. Dr. Borchmann erläutert: „Wir erhofften uns vor Beginn der Studie natürlich, einen Effekt des Vitamin-D-Mangels auf das Überleben der Patienten zu sehen. Schließlich war dies unsere Hypothese. Dass der Unterschied so groß ausfallen würde, hat uns aber überrascht. Das kennen wir so sonst nur von Studien, die beispielsweise effektivere mit weniger effektiven Chemotherapien vergleichen.“

Aufbauend auf diesen Ergebnissen führten die Wissenschaftler Laborversuche durch, um besser zu verstehen, warum die Patienten mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln ein höheres Risiko für einen Rückfall und letztlich auch für das Versterben hatten. In Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Univ.-Prof. Dr. Dr. Roland Ullrich, Klinik I für Innere Medizin, wurde in verschiedenen Modellsystemen im Labor untersucht, inwieweit Vitamin-D die Behandlung des Hodgkin Lymphoms mit heutigen Standard-Chemotherapien unterstützen kann. Dabei stellte sich heraus, dass die üblicherweise verabreichten Chemotherapeutika in Kombination mit Vitamin-D besser wirken. Wie genau dies passiert, ist aktuell Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Zur Bedeutung der Studie erklärt Prof. Engert von der Klinik I für Innere Medizin: „Die Ergebnisse der Studie haben potenziell eine große Relevanz für die Behandlung des Hodgkin Lymphoms weltweit, da mit dem Vitamin-D-Mangel ein Risikofaktor identifiziert worden ist, der theoretisch relativ einfach durch die Einnahme entsprechender Präparate korrigiert werden kann.“ Dennoch mahnen die Autoren zur Vorsicht. Aus den Studienergebnissen lässt sich nicht direkt schlussfolgern, dass eine Korrektur des Vitamin-D Mangels auch zu einem besseren Therapieergebnis von Patienten mit Hodgkin Lymphom führen wird. Dazu bedarf es weiterer Studien, die genau solch eine Korrektur testen.

Originalarbeit:

Borchmann S., Cirillo M., Görgen H., Meder L., Sasse S., Kreissl S., Bröckelmann P.J., von Tresckow B., Fuchs M., Ullrich R.T., Engert A. Pre-treatment Vitamin D deficiency is associated with impaired progression-free and overall survival in Hodgkin lymphoma. Journal of Clinical Oncology 2019, October 17.

https://ascopubs.org/doi/full/10.1200/JCO.19.00985

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News Pressemitteilung Klinische Studie Lymphom Köln
news-1047 Thu, 17 Oct 2019 10:33:00 +0200 Nationales Netzwerk Genomische Medizin Lungenkrebs /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1047&cHash=cbe2e665080eb55bc71dc49db73963e8 Wie das Netzwerk funktioniert. Lungenkrebs-Experte Prof. Jürgen Wolf, Ärztlicher Leiter des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Köln, und Prof. Reinhard Büttner, Direktor des Instituts für Pathologie an der Uniklinik Köln erläutern, wie das nationale Netzwerk Genomische Medizin (nNGM) konkret funktioniert. In dem Film der Deutschen Krebshilfe wird gezeigt, welchen Weg eine Gewebeprobe absolviert und wie die molekulare Diagnostik bzw. eine maßgeschneiderte Therapieempfehlung entsteht. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt nNGM mit rund 9,3 Millionen Euro über drei Jahre.

Zum nNGM-Film auf Youtube

 

Über das nNGM

Das bundesweite Netzwerk will allen Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs in Deutschland Zugang zu molekularer Diagnostik und innovativen Therapien ermöglichen. Dafür haben sich 15 universitäre Krebszentren im „nationalen Netzwerk Genomische Medizin (nNGM) Lungenkrebs“ zusammengeschlossen – darunter alle 13 Onkologischen Spitzenzentren, die aktuell von der Deutschen Krebshilfe gefördert werden.

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News Lungenkrebszentrum Lungenkrebs Köln Deutsche Krebshilfe
news-1046 Wed, 16 Oct 2019 09:26:00 +0200 Dr. Gebauer erhält Abstractpreis /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1046&cHash=c7bd393a52cd721305f581d301404d4c Viszeralchirurg der Uniklinik Köln ausgezeichnet Priv.-Doz. Dr. Florian Gebauer, Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und Transplantationschirurgie der Uniklinik Köln, ist auf der Jahrestagung Viszeralmedizin Anfang Oktober in Wiesbaden mit dem DGAV Abstractpreis geehrt worden. Er erhält den mit 500 Euro dotierten Preis der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) für seine Arbeit mit dem Titel „PIK3CA und KRAS Amplifikationen im Adenokarzinom des Ösophagus und ihr Einfluss auf der inflammatorische Tumor Mikromilieu und die Prognose“. Darin beschäftigt sich der Viszeralchirurg damit, an großen Patientenkollektiven (circa 800 Patienten) mit Speiseröhrenkrebs zu untersuchen, ob es biologische Faktoren gibt, welche die Prognose des Patienten beeinflussen.

Die Proteine PIK3CA und KRAS sind bekannt dafür, dass sie bei anderen Tumorerkrankungen das Tumorwachstum beschleunigen. Der Effekt einer Mutation und damit Vervielfältigung dieser Proteine wurde bislang beim Speiseröhrenkrebs nicht untersucht. Da diese Proteine wiederrum andere Signalwege innerhalb der Zelle aktivieren, gegen die es wirksame Medikamente gibt, können zukünftig möglicherweise Patientengruppen identifiziert werden, für die individuell wirksame Therapien zusammengestellt werden können. Die ausgezeichnete Arbeit ist in enger Kooperation mit Prof. Dr. Alexander Quaas und Dr. Heike Löser vom Institut für Pathologie der Uniklinik Köln entstanden.

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News Auszeichnung Speiseröhrenkrebs Ort Köln
news-1045 Fri, 04 Oct 2019 10:03:00 +0200 Niemand ist eine Insel: Patientenorientierte Kommunikation /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1045&cHash=9c520db305a945bf7c8b58173723cd0b Onkologie des Universitätsklinikums Düsseldorf In Krankenhäusern werden jeden Tag hochemotionale Nachrichten überbracht. Therapieerfolge oder Misserfolge werden deutlich gemacht und manchmal müssen Mediziner ihren Patientinnen und Patienten erklären, dass es keine Hoffnung auf Heilung gibt. Rund 200.000 Gespräche mit Patienten führen Ärzte durchschnittlich in ihrem Berufsleben. Diese Gespräche erfordern Zeit, Ruhe und ein entsprechendes Training: Alles oftmals nicht mal eben so verfügbar.

Wie kann man dafür sorgen, dass die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten, aber auch innerhalb der Teams im Krankenhaus verbessert wird? Mit dieser Frage beschäftigen sich gleich zwei Projekte am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD). Beide waren Bestandteile eines vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Symposiums, dass sich mit dem Thema „Patientenorientierte Kommunikation in der Onkologie“ beschäftigt hat und Ende September 2019 vom Universitätstumorzentrum am UKD organisiert wurde. Namenhafte Vertreter des BMG, der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deutschen Krebshilfe (DKH) sowie der Ärztekammer Nordrhein diskutierten hier über Maßnahmen, um patientenorientierte Kommunikation in der Onkologie zu fördern.

Unterricht in Gesprächsführung ist für angehende Ärzte mittlerweile fester Bestandteil ihres Medizinstudiums. Studien zeigen aber, dass zumindest die Fähigkeit gut zu kommunizieren nicht mit der Erfahrung wächst, sondern möglichst kontinuierlich in der klinischen Praxis trainiert werden muss.

„Redet man an einander vorbei, sorgt das für Unmut – das gilt für das private Umfeld wie für Krankenhäuser. Und es gilt vor allem genauso für die Patienten, wie für das medizinische Personal. Patienten fühlen sich mitunter im klinischen Alltag verloren, während das medizinische Personal manchmal den Druck spürt, emotionale Meldungen überbringen zu müssen, ohne sich dafür die nötige Zeit reservieren zu können. Häufig haben gerade junge Ärzte das Thema Patientenkommunikation nur wenig in ihrer Ausbildung gelernt oder später im Klinikalltag kaum anwenden können. Hier setzen unsere beiden Forschungsprojekte an“, erklärt Dr. André Karger, Leiter des Bereichs Psychoonkologie am Universitätstumorzentrum und Oberarzt am Klinischen Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Uniklinik Düsseldorf.

Regelmäßige Schulungen und Mentoring-Programm: „KomMent“-Projekt in der UKD-Urologie

Das Universitätsklinikum Düsseldorf ist hier Vorreiter für ganz Deutschland: Beide Projekte sind Pilotprojekte, die bei positiven Ergebnissen Leuchtturmprojekte für andere medizinische Zentren sein können. Das sogenannten „KomMent“-Projekt ist ein langfristiges Trainingsprogramm für ärztliche und pflegerische Mitarbeiter der UKD-Klinik für Urologie und wird ebenfalls durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert. Ziel ist es, den Ärztemangel sowie Stressmomente und Abbruchsraten in der ärztlichen Weiterbildung zu verringern, indem man die Kommunikations-Kompetenz von Ärzten stärkt.

"Dafür haben wir in unserer Klinik regelmäßige Kommunikationsschulungen unserer Assistenzärzte und ein Mentoring-Programm eingeführt“, erklärt Prof. Dr. Peter Albers, Direktor der UKD-Urologie. „Hier begleiten und beraten erfahrene Kolleginnen und Kollegen unsere Assistenzärzte und helfen Ihnen dabei, mit schwierigen emotionalen Momenten und Gesprächen umzugehen. Dabei wird das Kommunikationstraining in den Klinikalltag integriert. Wir arbeiten hier also nicht mit theoretischen Planspielen sondern mit realen Situationen auf Station bei denen die jungen Kolleginnen und Kollegen von den Mentoren unterstützt werden und sich auch in schwierigen Situationen sicher fühlen können. Von dieser beruhigten Situation profitiert der Patient direkt.“

Aktuell forscht das Team daran, wie sich dieses Training nachhaltig   in den Stationsalltag integrieren lässt und welche strukturellen Rahmenbedingungen in der Regelversorgung geschaffen werden müssen. Die Evaluierungsphase wird Ende 2020 abgeschlossen. „Erste Ergebnisse zeigen aber schon jetzt eine hohe Akzeptanz bei den jungen Ärztinnen und Ärzten, wie auch bei den Patienten“, freut sich Peter Albers.

„Niemand ist eine Insel“: Interdisziplinäre Kommunikation auf Station

„Niemand ist eine Insel, schon einmal gar nicht im Krankenhaus“, ergänzt André Karger von der Psychoonkologie. „Der tägliche Klinikalltag ist möglich, weil alle Abteilungen und alle Mitarbeiter einer Abteilung – vom ärztlichen Dienst über die Pflege hin zur Verwaltung und Technik – zusammenarbeiten. Und auch hier muss die Kommunikation stimmen“.

Ganz frisch im Herbst 2019 startet am Universitätstumorzentrum an der Uniklinik Düsseldorf daher ein zweites Projekt, bei dem insbesondere die interdisziplinäre Kommunikation des ärztlichen und pflegerischen Personals für die Versorgung von onkologischen Patienten im Vordergrund steht. Die von der Deutschen Krebshilfe (DKH) geförderte Studie wird an den Onkologischen Zentren der Universitätskliniken in Düsseldorf, Aachen, Bonn, Köln und Münster durchgeführt, wobei die Mediziner der Uniklinik Düsseldorf die Projektleitung haben.

„Die Laufzeit der Studie beträgt drei Jahre. Ziel ist es auch hier, die psychische Belastung von Patienten zu senken und die Arbeitszufriedenheit von Ärzten sowie das Stationsklima zu fördern. Eine große Herausforderung für die kommenden Jahre“, so André Karger. „Damit solche einzelnen Projekte auch längerfristig den Eingang in die klinische Versorgung finden, müssen neben der Finanzierung auch die strukturellen Rahmenbedingungen verbindlich geklärt werden.“

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News Diagnosen Harnblasenkarzinom Hodenkrebs Prostatakrebs Psychoonkologie Düsseldorf
news-1042 Thu, 26 Sep 2019 15:52:00 +0200 Patientennah und individuell beraten: Düsseldorfer Patiententag 2019 /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1042&cHash=5fc7c67bf3336569a2c9f4e07f8abe68 Beim Patiententag des UKD-Tumorzentrums informierten die Experten der Uniklinik Düsseldorf rund um das Thema Krebs Düsseldorf (UKD/SBL) – Viel Zeit für die individuellen Fragen ihrer Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen. Das nahmen sich die Expertinnen und Experten des Tumorzentrums am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) am Samstag, 21. September 2019, bei ihrem diesjährigen Patiententag. Zwischen 10:00 und 16:30 Uhr beantworteten die Experten der Uniklinik Düsseldorf in Vorträgen und Diskussionsrunden alle Fragen zum Vorsorgen, Behandeln und Leben mit Krebs. Rund 300 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung ins Haus der Universität in der Düsseldorfer Innenstadt. Zentrale Fragen der drei Hauptvorträge: Welche Möglichkeiten gibt es bei einer genetischen Vorbelastung für Brust- und Eierstockkrebs, welche Vorteile aber auch Nachteile haben Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht und wann sollte die Palliativmedizin in der Therapie einer Krebserkrankung mit einbezogen werden.

Neu in diesem Jahr: Lachyoga-Kurse zum Ausprobieren. Dass Lachen gesund ist, weiß jedes Kind. Bei einem herzhaften Lachanfall werden Glückshormone freigesetzt und der Körper entspannt sich. Dieser positive Effekt wird auch in der Medizin – zum Beispiel beim Lachyoga – eingesetzt. Ein farbenfrohes Zeichen beim Patiententag waren die fröhlichen Smileys zum Aufkleben, die die Organisatoren des Lachyogas an die Teilnehmer der Veranstaltung verteilten. 

„Die schlimmste Angst, ist die Angst vor dem Unbekannten. Das gilt auch für Krebserkrankungen“, so Prof. Dr. Norbert Gattermann, Geschäftsführender Leiter des Tumorzentrums. „Deshalb wollen wir in Vorträgen und Fragerunden gut verständlich sowohl über die Entstehungsmechanismen von Krebserkrankungen als auch über die Behandlungsmöglichkeiten aufklären. Außerdem sollen Patientinnen und Patienten erfahren, wo sie zusätzliche Unterstützung bekommen. Deshalb arbeiten wir auch in diesem Jahr wieder mit den verschiedenen lokalen Selbsthilfegruppen zusammen.“

Passend zu diesem Vorsatz fand draußen auf dem Schadowplatz vor dem Haus der Universität bei strahlendem Sonnenschein gleichzeitig der Selbsthilfetag der Stadt Düsseldorf statt. Mehr als 50 Infostände von Selbsthilfegruppen und Partnern boten Information und Gespräche an. Größte Attraktion war hier sicherlich die Vorführung eines DaVinci®-Operationsroboters, wie er auch am UKD für minimal-invasive Operationen insbesondere in der Urologie eingesetzt wird.

Neu seit 2018: Das Universitätstumorzentrum Düsseldorf arbeitet eng mit den Tumorzentren der Unikliniken Aachen, Bonn und Köln im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) zusammen.

Weitere Informationen:

https://www.uniklinik-duesseldorf.de/tumorzentrum

https://krebszentrum-cio.de/

Foto:  Das Haus der Universität im Zentrum von Düsseldorf

(Quelle: HHU Düsseldorf)

http://www.hdu.hhu.de/ansichten-und-plaene/ansichten-des-gebaeudes.html

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News Pressemitteilung Ort Düsseldorf