CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf Nachrichten https://krebszentrum-cio.de/ aktuelle Nachrichten vom Centrum für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf de-de CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf Fri, 07 Oct 2022 09:02:22 +0200 Fri, 07 Oct 2022 09:02:22 +0200 TYPO3 EXT:news news-1583 Mon, 26 Sep 2022 12:59:00 +0200 Fehler bei Überlebenszeitanalysen aufgedeckt /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1583&cHash=905962744185e1a3b62fd9dab665e2ef David-Sackett Preis für Prof. Skoetz und Marius Goldkuhle Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin hat bei seiner Jahrestagung Prof. Dr. Nicole Skoetz, Leiterin der AG Evidenzbasierte Onkologie an der Uniklinik Köln, und Doktorand Marius Goldkuhle M. Sc. den David-Sackett Preis 2022 verliehen. Der Preis wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Evidenzbasierten Medizin und Gesundheitsversorgung in Forschung, Lehre oder bei der Verbreitung der Anliegen der evidenzbasierten Medizin vergeben und ist mit 2.000 Euro dotiert.

„Bereits seit einigen Jahren ist mir aufgefallen, dass es bei Überlebenszeitanalysen immer wieder zu Fehlern kam“, beschreibt Prof. Skoetz den Beginn. Ihr und Marius Goldkuhle war aufgefallen, dass in vielen Metaanalysen zwar die relativen Effekte richtig bestimmt wurden, dann aber oft falsch in absolute Raten und Effekte umgerechnet wurden. Das Problem liegt im Kern darin, dass der Effekt für ein Ereignis und für das Gegenereignis nicht notwendigerweise gleich sind: Wenn zum Beispiel ein neues Medikament das Sterberisiko halbiert, dann verdoppelt dies nicht die Überlebenswahrscheinlichkeit. Das Team der Kölner Uniklinik musste feststellen, dass dieses Problem in vielen Metaanalysen einfach ignoriert wurde. Eine erste systematische Überprüfung von knapp 100 Analysen zur Krebsbehandlung zeigte oft schwerwiegende Mängel in den Berechnungen.

„Normalerweise soll die Darstellung von Behandlungseffekten in absoluten Zahlen der angemessenen Interpretation von Effektstärken dienen, denn relative Effektmaße, wie relative Risiken oder Hazard Ratios, werden häufig überschätzt. Durch Fehlinterpretation der Review-Autoren, aber insbesondere auch durch einen Softwarefehler, ist es in den betroffenen Reviews zu fehlerhaften Bezeichnungen und Berechnungen bis hin zu einer vermeintlichen Effektumkehr gekommen“, so Marius Goldkuhle.

Mit ihrer Arbeit konnten die Preisträger eine Anpassung der Software bewirken und haben auch selbst Schulungsmaßnahmen dazu unterstützt. Darauf aufbauend erschien 2020 eine weitere Arbeit als so genannte GRADE Guidance der renommierten „Grading of Recommendation Assessment, Development and Evaluation (GRADE)“-Arbeitsgruppe. Diese befasst sich explizit mit einer konkreten Anleitung für die Berechnung von absoluten Effekten von Überlebenszeitanalysen. Eine dritte Arbeit 2021, die ebenfalls als GRADE-Guidance erschienen ist, hilft Review- und Leitlinienautoren dabei, möglichen Bias durch informative Zensierung in Primärstudien zu erkennen.

„Ich freue mich sehr über den David-Sackett Preis, denn das Netzwerk und unsere Arbeitsgruppe verfolgen das gleiche Ziel, nämlich evidenzbasierte Medizin stetig zu verbessern. Was unser Projekt der korrekten Berechnung von Überlebenszeitanalysen betrifft, so planen wir bereits eine Reihe von Studien und Handlungsanleitungen, die in Summe die Qualität von systematischen Reviews, Meta-Analysen und Leitlinienempfehlungen weiter steigern sollten“, so Prof. Skoetz.

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Pressemitteilung Auszeichnung Forschung Köln
news-1582 Fri, 16 Sep 2022 12:52:00 +0200 Wann haben wir den Krebs besiegt? /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1582&cHash=26f03fc55075b1f42b62cdad1110ee9c MDR-Gespräch mit Prof. Hallek In der Sommerserie "3 Minuten Zukunft" sprechen Journalisten des MDR mit Deutschlands Top-Forscherinnen und -forschern der Leopoldina über wichtige Zukunftsthemen. Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor des CIO und der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln, wurde die Frage gestellt, wann wir den Krebs besiegt haben werden. Seine eindeutige Antwort: "Niemals!"

Weil wir immer älter werden, wird es immer Zellen geben, die entarten und die Reparaturmechanismen des Körpers lassen im Laufe des Lebens nach. Deshalb erkranken auch tendenziell immer mehr Menschen an Krebs. Dank immer besserer und neuer Therapien können heute aber ungefähr zwei Drittel aller Krebspatienten geheilt werden und viele Krebsarten, die früher tödlich waren, sind mittlerweile gut behandelbar.

„Das Wichtige wird sein, dass wir die vorzeitigen Erkrankungen an Krebs verhindern. Die, die dann eintreten, wenn der restliche Körper noch fit und gesund ist. Und da glaube ich schon, dass wir sehr große Fortschritte machen werden und die Zahl der Krebstoten stark sinken kann“, so Prof. Hallek.

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Pressemitteilung Diagnosen Augentumoren Akute Leukämien und MDS Bauchspeicheldrüsenkrebs Brustkrebs Chronisch lymphatische Leukämie Darmkrebs Eierstockkrebs Gebärmutterkrebs Gebärmutterhalskrebs Harnblasenkarzinom Hautkrebs Hirntumoren Hodenkrebs Kinderonkologie Leberkrebs Lungenkrebs Lymphom Magenkrebs Multiples Myelom Mundhöhlenkrebs Mundrachenkrebs Myeloproliferative Neoplasien Neuroendokrine Neoplasien Nierenzellkarzinom Prostatakrebs Schilddrüsenkrebs Speicheldrüsenkrebs Speiseröhrenkrebs Sarkome Köln
news-1578 Thu, 15 Sep 2022 09:00:00 +0200 Myome: kleine Knoten mit großer Wirkung /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1578&cHash=5f077ad9bae4c04d803d94fb4fb79c0a Patientenkolloquium des Universitätsklinikums Bonn rund um Therapieoptionen bei gutartigen Knoten der Gebärmutter Bonn, 15. September – Im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Patientenkolloquiums „Uni-Medizin für Sie – Mitten im Leben“ lädt das Universitätsklinikum Bonn (UKB) in Kooperation mit dem General-Anzeiger Bonn zu einem Informationsabend ein. Unter dem Motto „Myome: kleine Knoten mit großer Wirkung – Aktuelle Therapiekonzepte“ geben Vorträge einen Überblick rund um moderne Behandlungsoptionen bei gutartigen Knoten der Gebärmutter. Dazu stellt sich die Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie und die dazugehörige Myomsprechstunde am UKB mit ihren innovativen Konzepten vor. Die kostenlose Veranstaltung findet am Donnerstag, 22. September, ab 18 Uhr als Präsenz-Veranstaltung im Hörsaal des Biomedizinischen Zentrums I (BMZ I, Gebäude 22) statt. Gleichzeitig ist eine Teilnahme online per Zoom möglich.

 

Myome, eine häufige gynäkologische Erkrankung, sind gutartige Knoten, die aus der glatten Muskulatur und dem Bindegewebe der Gebärmutterwand entstehen. Sie können beispielsweise starke oder verlängerte Menstruationsblutungen, Zwischenblutungen oder Schmerzen sowie für Harndrang und Harnprobleme verursachen. „Je nach Lage können Myome aber auch ein Grund für unerfüllten Kinderwunsch sein oder zu Unterbauchbeschwerden und verstärkter Regelblutung führen“, sagt Prof. Dr. Alexander Mustea, Direktor der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie am UKB.

Die Myomsprechstunde am UKB berät auf Basis einer gründlichen Diagnostik über die verschiedenen konservativen und operativen Behandlungsmethoden der Gebärmuttermyome. „Unser Ziel ist es, für die individuelle Beschwerdesituation, die individuelle Lage und Größe der Myome und die verschiedenen Bedürfnisse unsere Patientin die passende Behandlungsmethode zu finden“, sagt Dr. Eva Egger, Leitende Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie am UKB.

Hoch-intensiver fokussierter Ultraschall – eine schonende Option

„Im deutschsprachigen Raum verfügte die Gynäkologie am UKB als eine der Ersten über ein per Ultraschall gesteuertes HIFU-Gerät. Dies ermöglicht uns, die breite Expertise der Myomtherapie zu bündeln und neben konservativen und operativen Verfahren auch diese Therapiemöglichkeit aus einer Hand anzubieten“, sagt Priv.-Doz. Dr. Dr. Milka Marinova, Radiologin der Klinik für Nuklearmedizin am UKB. Hierbei wird mit gebündelten Ultraschallwellen das Myom durch Hitze punktgenau geschrumpft. Ein Vorteil der nicht-invasive Methode ist, dass die Gebärmutter erhalten bleibt und es auch bei Frauen mit Kinderwunsch eingesetzt werden kann.

Im Rahmen des Patientenkolloquiums geben die drei Referenten einen Überblick über Behandlungsmöglichkeiten der Gebärmuttermyome, die am UKB angeboten werden. Neben HIFU gehören dazu eine medikamentöse Therapie oder eine interventionelle Embolisation, also einem Verschluss der zuführenden Gefäße zum Myom, in der Radiologie. Sollte eine Operation notwendig sein, wird diese vom Myom-Team am UKB möglichst minimal invasiv durchgeführt. Nach den Vorträgen besteht die Gelegenheit, Fragen per Zoom an die Referenten zu stellen. Fragen können gerne vorab auch an redaktion(at)ukbonn.de geschickt werden.

Für die Präsenzveranstaltung empfehlen wir das Tragen einer OP- oder FFP2-Maske und die tagesaktuelle Durchführung eines Antigentests (Selbsttest genügt).

Die Zugangsdaten zu den Online-Vorträgen per Zoom gibt es unter: https://www.ukbnewsroom.de/ukbpatientenkolloquium-2022/

 

Bildnachweis: ©Universitätsklinikum Bonn (UKB)

Pressekontakt:
Dr. Inka Väth
Medizin-Redakteurin
Stabsstelle Kommunikation und Medien am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: +49 228 287-10596,
E-Mail: inka.vaeth(at)ukbonn.de

 


Das Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Bonn ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute am Universitätsklinikum zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. 2018 wurde aus dem seit 2007 bestehenden CIO Köln Bonn mit den universitären Krebszentren aus Aachen, Köln und Düsseldorf das "Centrum für Integrierte Onkologie - CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf" gegründet. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 480.000 Patient*innen betreut, es sind 8.800 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,5 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr weitere 580 Frauen und Männer in zahlreichen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

 

 

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News Gynäkologisches Krebszentrum Patienten Pressemitteilung Gebärmutterkrebs Bonn
news-1577 Wed, 14 Sep 2022 09:00:00 +0200 CIO-Krebs-Informationstag /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1577&cHash=147c1955bf4afc8539859340e162cf5b Fortschritte in der Personalisierten Krebsmedizin kommen bei Patient*innen schneller an Bonn, 14. September 2022 – Am vergangenen Samstag fand der jährliche Krebs-Informationstag wieder vor Ort statt. Initiiert vom Centrum für Integrierte Onkologie Bonn (CIO) Bonn, Tumorzentrum Bonn e. V. und von der Leukämie Initiative Bonn e. V. konnten sich Betroffene, Angehörige, Pflegefachkräfte, Studierende, Ärzt*innen, Apotheker*innen und andere Interessierte zu den Fortschritten in der Krebsmedizin und zur Versorgung onkologischer Patient*innen informieren, austauschen und vernetzen. Mit rund 250 Teilnehmer*innen sowohl online als auch Vorort war die Veranstaltung ein voller Erfolg und zeigt, dass auch das CIO Bonn bereit für Präsenz- und Hybridveranstaltungen ist. 2022 steht vor allem fest: Personalisierte Medizin und Digitalisierung verbessern signifikant sowohl die Diagnostik als auch die Therapie.

 

„Der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) revolutioniert schon jetzt sowohl die Krebsforschung als auch die Patientenversorgung. Die Bearbeitung großer Datensätze und deren Übertragung in die klinischen Abläufe mittels KI-gestützter Systeme geht viel schneller vonstatten. Und wir wissen, dass in der Therapie onkologischer Patienten die Schnelligkeit bei Entscheidungsfindungen über die Lebenserwartung bestimmt“, sagt Prof. Wolfang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Bonn (UKB).

Immer größere Bedeutung kommt auch den molekularen Tumorboards zu. In diesen Expertenrunden stimmen sich Ärzt*innen aus verschiedenen Fachdisziplinen über Diagnose und Therapie ab. Seit diesem Jahr ist das CIO Bonn Teil des Zentrums für Personalisierte Medizin (ZPM) Bonn und spezialisiert sich auf personalisierte Therapien mittels molekularer Diagnostik. Mit diesem Fokus bietet das CIO Bonn sowohl ein Bonner als auch ein standortübergreifendes molekulares Tumorboard mit Aachen, Köln und Düsseldorf an. „Wir wissen, wie wichtig ein interdisziplinärer Austausch gerade auch über Standortgrenzen hinaus ist, dabei wird bei jeder/m Patient/in geprüft, ob dieser/diese sich für eine klinische Studie eignet und dient so unmittelbar der Forschung“, erklärt Prof. Ingo Schmidt-Wolf, Direktor der Abteilung für Integrierte Onkologie am UKB.


Ein weiteres großes Forschungsfeld ist die Immuntherapie. Vor allem bei schwarzem Hautkrebs, bei Leukämien und bestimmten Tumorarten in Lunge, Niere und Brust hat sich dieser Ansatz bewährt. Neueste Erkenntnisse zu innovativen Therapien mit CAR-T-Zellen oder mRNA-Medikamenten wurden auf dem CIO-Krebs-Informationstag vorgestellt. „Die neuen Therapieansätze, wobei die eigenen Immunzellen zum Medikament gegen Krebs umgewandelt werden, klingen zunächst wie Science Fiction. Dennoch sind diese ein großer Hoffnungsschimmer – trotz Nebenwirkungen“, erläutert Prof. Peter Brossart, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III – Innere Medizin mit den Schwerpunkten Onkologie, Hämatologie; Immunonkologie und Rheumatologie/Klinische Immunologie und Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Bonn am UKB.

„Insgesamt blicken wir auf eine positive Entwicklung sowohl in Forschung als auch in Therapie. Die Krebssterblichkeit in Deutschland geht zurück. Gleichzeitig ist die Lebenserwartung Betroffener stark angestiegen“, resümiert Prof. Y.-D. Ko, Ärztlicher Direktor, Chefarzt Innere Medizin I am Johanniter-Krankenhaus in Bonn und Co-Direktor des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Bonn.

Die Therapieforschung in der Krebsmedizin weist jedes Jahr nennenswerte Erfolge vor. „Ein wichtiger Bestandteil davon sind auch die supportiven Maßnahmen, die von einer verbesserten Verträglichkeit der Krebsbehandlung und der optimierten Schmerztherapie bis hin zu ernährungsmedizinischen Maßnahmen, Bewegungstherapie sowie psychoonkologischer Betreuung reichen.“, ergänzt Prof. Franziska Geiser, Vorstandsvorsitzende Tumorzentrum Bonn e. V. und Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am UKB. Katja Martini, Vorstandsvorsitzende der Leukämie-Initiative Bonn e. V., ergänzt: „Von Patient*innen sehr geschätzt bleibt die Arbeit der Selbsthilfegruppen, wie es am vergangenen Samstag an den Infoständen deutlich zu sehen war.“

 

Bildnachweis: ©Universitätsklinikum Bonn (UKB)/A. Winkler


Pressekontakt:
Daria Siverina
Stellv. Pressesprecherin
Stabsstelle Kommunikation und Medien am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: +49 228 287-14416,
E-Mail: daria.siverina(at)ukbonn.de

 


Das Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Bonn ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute am Universitätsklinikum zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. 2018 wurde aus dem seit 2007 bestehenden CIO Köln Bonn mit den universitären Krebszentren aus Aachen, Köln und Düsseldorf das "Centrum für Integrierte Onkologie - CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf" gegründet. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 480.000 Patient*innen betreut, es sind 8.800 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,5 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr weitere 580 Frauen und Männer in zahlreichen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

 

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News Zentren Patienten Pressemitteilung Diagnosen Augentumoren Akute Leukämien und MDS Bauchspeicheldrüsenkrebs Brustkrebs Chronisch lymphatische Leukämie Darmkrebs Eierstockkrebs Gebärmutterkrebs Gebärmutterhalskrebs Harnblasenkarzinom Hautkrebs Hirntumoren Hodenkrebs Kinderonkologie Leberkrebs Lungenkrebs Lymphom Magenkrebs Multiples Myelom Mundhöhlenkrebs Mundrachenkrebs Myeloproliferative Neoplasien Neuroendokrine Neoplasien Nierenzellkarzinom Prostatakrebs Schilddrüsenkrebs Speicheldrüsenkrebs Speiseröhrenkrebs Sarkome Prävention Ernährungsberatung Selbsthilfe Sport Bonn
news-1585 Tue, 13 Sep 2022 09:42:00 +0200 Unterschätzter Krebsrisikofaktor Alkohol /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1585&cHash=60537b3c7a5785903b8f264de9968ec3 Prof. Zander in der Aktuellen Stunde des WDR Alkoholkonsum zählt zu den wichtigen vermeidbaren Krebsrisikofaktoren. Jedes Jahr gehen in Deutschland etwa 20.000 Krebsfälle auf das Konto von Alkohol. Anlässlich der Nationalen Krebspräventionswoche vom 12. bis 16. September appellieren die Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) an die Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine gesunde Lebensweise fördern. „Ein sehr hoher Anteil an Patienten mit Tumoren der Speiseröhre, insbesondere wenn die etwas weiter oben auftreten, hat Alkohol in relevanten Mengen konsumiert. Aus unserer Sicht ist das einer der Hauptrisikofaktoren für diese Erkrankung überhaupt“, sagt Prof. Dr. Thomas Zander, Oberarzt der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln, im Gespräch mit der Aktuellen Stunde des WDR. Nicht der Alkohol selbst, sondern seine Abbaustoffe schädigen Zellen im Mund, im Verdauungstrakt und in der Leber. Diese Zellen können zu Tumorzellen werden, erklärt Prof. Zander. Die Gesellschaft habe insgesamt nicht so sehr realisiert wie gefährlich Alkohol sei, so der Mediziner. Eine Möglichkeit sei, über den Preis zu arbeiten, um den Alkoholzugang gerade auch von jungen Menschen zu steuern.

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Speiseröhrenkrebs Prävention Köln
news-1572 Tue, 23 Aug 2022 12:21:00 +0200 Neue Professorin für Uro-Onkologie /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1572&cHash=e32146d08f0285dfb47b9b6442018720 Prof. Paffenholz tritt W2-Professur an Univ.-Prof. Dr. Pia Paffenholz, Oberärztin der Urologie der Uniklinik Köln, ist Anfang Juli 2022 dem Ruf auf die W2-Professur für Klinische und Translationale Uro-Onkologie der Medizinischen Fakultät gefolgt. Im Rahmen ihres klinischen Schwerpunkts in der konservativen Uro-Onkologie leitet sie die uro-onkologische Sprechstunde, das urologische Tumorboard sowie die Tumorambulanz im Clusters 2 des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Köln.

Klinische und translationale Forschungsschwerpunkte der 34-Jährigen liegen innerhalb der Uro-Onkologie in der Optimierung molekularer und bildgebender Diagnostik sowie Therapie des testikulären Keimzelltumors. Hierzu gehört sowohl die Erforschung von Biomarkern als auch der Mechanismen der Cisplatin-Resistenz, welche auch im Rahmen der Verbundforschung innerhalb des CIO-ABCD-Konsortiums durchgeführt werden sollen.

Im Bereich der Lehre will Prof. Paffenholz die Studierenden mit innovativen Lehrkonzepten als Kombination aus digitalen und klassischen Lehrmethoden sowie einer praxisorientierten Ausbildung am Krankenbett für das Fachgebiet der Urologie und Uro-Onkologie begeistern.

Prof. Paffenholz studierte Humanmedizin an der RWTH Aachen und begann ihre Zeit als Assistenzärztin in der Klinik für Urologie, onkologische Urologie und Kinderurologie im Krankenhaus Düren. 2016 wechselte sie in die Klinik für Urologie der Uniklinik Köln, wo sie seither zudem die Sektion Andrologie leitet und 2019 ihren Facharzt für Urologie machte. Seitdem arbeitete sie dort als Funktionsoberärztin und habilitierte im März 2020 im Fachbereich der Uro-Onkologie.

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News Prostatakrebszentrum Pressemitteilung Harnblasenkarzinom Hodenkrebs Nierenzellkarzinom Prostatakrebs Köln
news-1565 Mon, 15 Aug 2022 14:53:00 +0200 Ehrenprofessur für Prof. Heindl /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1565&cHash=0f7b339a8cf1784a41325231b41ac65d Besondere Verdienste in der ophthalmologischen Onkologie Die Zhejiang University, School of Medicine in Hangzhou, China hat Univ.-Prof. Dr. Dr. Ludwig M. Heindl vom Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln mit der Würde eines Ehrenprofessors ausgezeichnet. Der Senat der Zhejiang Universität wählte Prof. Heindl für diese besondere und seltene Auszeichnung auf Grund seiner außergewöhnlichen Verdienste für die Augenheilkunde, insbesondere auf dem Gebiet der ophthalmologischen Onkologie und der ophthalmoplastischen Chirurgie aus.

 „Der Titel Honorary Professor drückt in China eine besondere Würdigung aus, die nur sehr wenigen handverlesenen, herausragenden Wissenschaftlern zu Teil wird“, so Prof. Yao Ke, Direktor des Augenzentrums am Second Affiliated Hospital der Zhejiang University, School of Medicine in Hangzhou. Die dortige Augenklinik, auch bekannt als Zhejiang Universitätsaugenklinik, gehört fachlich zu den Top 5 Augenkliniken in China. Sie gilt zudem mit über 550 Mitarbeitern, 28 OP-Sälen und 200 Klinikbetten bei jährlich mehr als 80.000 Operationen und mehr als 800.000 ambulanten Besuchen als eine der größten ophthalmologischen Kliniken weltweit. Prof. Heindl dankte für diese große Ehre und besondere Auszeichnung: „Unsere chinesisch-deutsche Kooperation in der Augenheilkunde gestaltet sich sehr erfolgreich und wir freuen uns sehr auf weitere gemeinsame wissenschaftliche und klinische Projekte, die den Patientinnen und Patienten mit Tumoren am und im Auge zugute kommen.“

Prof. Heindl ist Leiter des Schwerpunkts für Ophthalmologische Onkologie und Ophthalmoplastische Chirurgie am Zentrum für Augenheilkunde an der Uniklinik Köln. Klinisch wie wissenschaftlich beschäftigt er sich mit Tumoren am und im Auge und ist spezialisiert auf die Behandlung von Erkrankungen der Augenlider, Tränenwege, Orbita und Augenoberfläche. Er ist Teil der DFG-geförderten Forschergruppe FOR2240 und Autor von mehr als 300 peer-reviewed Publikationen in den weltweit angesehensten Journalen.

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Pressemitteilung Augentumoren Köln
news-1560 Fri, 05 Aug 2022 10:46:19 +0200 Mit molekularer Subtypisierung den Gebärmutterkörperkrebs besser bekämpfen /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1560&cHash=263b5f643d3316d71abf3873c87ae8cf Prof. Alexander Mustea entwickelt neue deutsche Leitlinie zur Behandlung von Endometriumkarzinomen mit Bonn, 05. August 2022 – Auf Grund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Tumorbiologie wurde die bisherige Leitlinie zur Behandlung von Gebärmutterkörperkrebs angepasst: Die bisherige Einteilung in Typ-I- und Typ-II-Karzinom ist nun obsolet, da basierend auf sogenannten molekularen Markern eine deutlich genauere Charakterisierung verschiedener Subtypen möglich ist. Das heißt: Die notwendige operative und medikamentöse Therapie kann nun zielgerichteter durchgeführt werden.

Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom) ist die häufigste genitale Krebserkrankung der Frau und nach dem Brustkrebs die zweithäufigste gynäkologische Krebsart, an der in Deutschland jährlich etwa 11.000 Frauen pro Jahr, insbesondere in der Postmenopause, erkranken. Dementsprechend liegt das mittlere Erkrankungsalter bei etwa 75 Lebensjahren.

„Aus meiner Sicht ist der Einzug der molekularen Subtypisierung des Endometriumkarzioms mit dezidierter Therapieempfehlung für die einzelnen Subtypen der wichtigste Bestandteil der neuen deutschen Leitlinie. Durch eine Bestimmung dieser molekularen Subtypen, wie sie hier in der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie sowohl prä- als auch postoperativ bereits etablierter Standard ist, können wir viele aggressive und unnötige Therapien vermeiden. Die konsequente Umsetzung der neuen Leitlinie wird die Therapie und Prognose von Patientinnen mit Endometriumkarzinom deutlich verbessern“, so Prof. Alexander Mustea, Direktor der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie am UKB, der die neue Leitlinie mitetabliert hat.

Konkret kann anhand der molekularen Subtypen für Patientinnen mit einem erhöhten Rückfallrisiko eine intensivierte Behandlung mit Strahlen- oder Chemotherapie verordnet werden, wohingegen Patientinnen mit einem entsprechend geringen Risiko eine weniger intensive Therapie empfohlen bekommen.

„Da die molekulare Subtypisierung bei uns am Universitätsklinikum Bonn bereits gelebte Praxis bei der Behandlung von Gebärmutterkörperkrebs ist, konnten wir die Prognose und Lebensqualität von Patientinnen mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen bereits deutlich verbessern“, so Prof. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am UKB.

Hormonelle und genetische Ursachen
Zu den möglichen Ursachen des Endometriumkarzinoms gehören sowohl genetische Risikofaktoren als auch langjährige Östrogenexpositionen. Diese kann durch externe Zufuhr von Östrogenen, beispielsweise im Rahmen einer Hormonersatztherapie oder durch ein erhöhtes Körpergewicht bedingt sein. Weitere Risikofaktoren sind Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Die häufigste erbliche Ursache ist das sogenannte „Lynch-Syndrom“. Hierunter werden genetische Veränderungen in DNA-Reparaturgenen zusammengefasst. Betroffene Frauen haben ein deutlich erhöhtes Risiko an einem Endometriumkarzinom zu erkranken. Das Lebenszeitrisiko liegt bei etwa 25-60%.

 

Begleitend zu dieser Pressemitteilung finden Sie anbei ein Interview zum Thema Gebärmutterkörperkarzinom mit einer Patientin von Prof. Mustea.

Patienteninterview zum Gebärmutterkörperkarzinom
Roswita Bittner war an Gebärmutterkörperkrebs erkrankt und hat sich erfolgreich von Prof. Alexander Mustea operieren lassen

Hatten Sie Symptome und, wenn ja, welche?
Angefangen hat alles 2012. Ich hatte immer ein bisschen Blut im Urin und bin daraufhin zu meinem Frauenarzt gegangen, der mir aufgrund eines Myoms eine Operation empfohlen hatte. Ein Abstrich war zunächst negativ ausgefallen.

Wie sah die Diagnose aus?
Bei der Operation wurde dann der Gebärmutterkörperkrebs festgestellt, der bereits sehr weit fortgeschritten war.

Wie sind die Operationen und entsprechende Therapien verlaufen?
Ich habe die in diesem Fall übliche Chemotherapie bekommen sowie entsprechende Hormonmedikamente. Die folgenden acht Jahre war ich dann gesund, bis dann Schmerzen in der Nierengegend der linken Seite auftauchten, woraufhin ein ziemlich großes Rezidiv von der Gebärmutter aus festgestellt wurde. Das Rezidiv wurde von Prof. Mustea 2020 erfolgreich operiert. Nach vier Wochen hatte ich mich von der OP wieder erholt und mir wurde eine Chemotherapie angekündigt, die dann in vier Zyklen durchgeführt wurde. Leider kam es nach dem letzten Zyklus durch die Chemo zu einem Nierenversagen. Ich lag vier Wochen auf der Intensivstation im UKB und kam dann auf Normalstation. Ich war mir nicht sicher, ob ich überleben würde. Die Therapie wurde dementsprechend von Prof. Mustea angepasst und ich habe im Januar 2021 die sogenannte Immuntherapie bekommen, die noch nicht lange eingesetzt wird. Bis zum jetzigen Zeitpunkt erhalte ich nun diese Therapie und vertrage sie ganz gut. Sie ist nicht so anstrengend wie die anderen herkömmlichen Therapien. Ich bin zwar immer etwas müde, konnte und kann aber ein relativ normales Leben führen. Auch meine Niere hat sich wieder stabilisiert. Ich hatte infolge der Therapie lediglich einen Magnesium- und Vitamin-D-Mangel, meine Hände verkrampften sich plötzlich sehr. Dies konnte jedoch in kurzer Zeit behoben werden.

Wieso haben Sie sich für das UKB als behandelnde Klinik entschieden?
Mir wurde das UKB für meinen doch sehr komplexen Fall beim ersten Befund empfohlen, weil hier eine maximale Versorgung möglich ist. Da ich im Zusammenhang mit dem ersten Karzinom auch zwei Schlaganfälle erlitten hatte sowie eine Thrombose, brauchte ich zudem eine neurologische Abteilung. Ich habe mich hier am UKB sehr wohl gefühlt. Ich habe alle möglichen Ärzte, Pflegepersonal und Empfangskräfte kennengelernt. Es gab keine einzige Person, die mir nicht gefallen hat. Ich bin rundum zufrieden hier und würde insbesondere Prof. Mustea weiterempfehlen. Ich bin keine Privatpatientin und trotzdem bekomme ich von ihm die bestmögliche Behandlung. Er bestellt mich sogar immer noch alle drei Monate zur Kontrolle ein.

Wie sieht Ihr weiterer Weg aus?
Ich habe jetzt noch ein halbes Jahr Immuntherapie vor mir, alle drei Wochen bin ich im CIO am UKB.

Was möchten Sie unseren Leser*innen noch mitteilen?
Wenn man die Diagnose bekommt, sollte man keine Angst vor der Therapie haben. Das Leben geht weiter und die Therapie hilft einem, sein Leben zu verlängern.


Bildnachweis: ©Universitätsklinikum Bonn (UKB)/ J.F. Saba

Pressekontakt:
Stabsstelle Kommunikation und Medien am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228 287-13632
E-Mail: ukb-medien(at)ukbonn.de

 


Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 400.000 Patient*innen betreut, es sind 8.300 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,3 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr rund 600 junge Menschen in anderen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den dritthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

Das Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Bonn ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute am Universitätsklinikum zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. Vor kurzem wurde aus dem seit 2007 bestehenden CIO Köln Bonn mit den universitären Krebszentren aus Aachen, Köln und Düsseldorf das „Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf“ gegründet. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

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Onkologisches Zentrum Gynäkologisches Krebszentrum Pressemitteilung Eierstockkrebs Gebärmutterkrebs Gebärmutterhalskrebs Bonn
news-1550 Fri, 22 Jul 2022 10:41:15 +0200 Erfolgreicher Abschluss der CIO Summer Academy  /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1550&cHash=52139235bcce8bdc951da166de3d408b Abiturienten und Oberstufenschüler präsentieren Arbeitsergebnisse Bereits zum achten Mal hat das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln in diesem Sommer jungen und naturwissenschaftlich interessierten Abiturienten und Oberstufenschülern die Gelegenheit geboten, unter realistischen Laborbedingungen und unter Anleitung von Mentoren an ihrem eigenen Krebsforschungsprojekt zu arbeiten. Die CIO Summer Academy begann 2014 als Pilotprojekt und hat sich zu einem erfolgreichen jährlichen Angebot des Onkologischen Spitzenzentrums entwickelt. Für die Schülerinnen und Schüler standen in diesem Jahr Plätze in der Pathologie, der Kinderklinik, der Klinik I für Innere Medizin, der Chirurgie und der Biochemie zur Verfügung.

Die insgesamt acht Teilnehmenden beschäftigen sich in den ersten vier Wochen ihrer Sommerferien im CIO mit wissenschaftlichen Themen der Onkologie – von der Geschichte der Krebsmedizin, den Grundlagen der Krebs-Biologie bis zur Entwicklung von medizinischen Wirkstoffen. Den Forschungsalltag lernen die Schüler im Labor kennen. Vorlesungen auf Englisch sichern dreimal in der Woche die Theorie. Als besonderen Programmpunkt hat Prof. Dr. Norma Jung, Oberärztin an der Klinik I für Innere Medizin, in diesem Jahr das Thema „Frauen in der Wissenschaft“ vorgestellt. 

Projektmanagerin Dr. Cornelia von Levetzow hat das Programm konzipiert und betreut seither die Labore und die jungen Forscher: „Wir haben jedes Jahr hauptsächlich extrem qualifizierte Schülerinnen, die bei der Summer Academy mitmachen. Im Wissenschaftsbetrieb ist es aber nach wie vor schwierig, sich als Frau einen Weg zwischen Karriere und Familie erfolgreich zu bahnen. Deshalb war es uns wichtig, die Schülerinnen bereits früh zu bestärken und ihnen Anregungen und Vorbilder diesbezüglich zu geben.“

Der Ärztliche Leiter des CIO Köln, Univ.-Prof. Dr. Jürgen Wolf, freut sich besonders, dass einige Teilnehmende der vergangenen Jahre mit Hilfe der Summer Academy die Medizin oder die Naturwissenschaften für sich entdeckt haben: „Das ist genau, was wir mit dem Programm erreichen möchten: bei jungen Talenten Begeisterung für das faszinierende Thema Onkologie zu wecken und sie für den Beruf als Mediziner oder Wissenschaftler zu interessieren.“
Die Summer Academy endet heute mit einer Abschlussveranstaltung, bei der die Teilnehmenden – wie „richtige“ Wissenschaftler – ihre Arbeitsergebnisse vor ihrer Familie und Forschern der Klinik präsentieren.

Informationen zur Summer Academy auf der Webseite des CIO Köln inkl. Anmeldemöglichkeiten für 2023.

Für Rückfragen:
Anja Schattschneider
Redakteurin und Pressereferentin
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presse(at)uk-koeln.de

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News Pressemitteilung Diagnosen Köln
news-1549 Thu, 21 Jul 2022 11:37:00 +0200 Krebsmedizin in NRW weiterhin Spitze /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1549&cHash=9292249f9355c9e20843424babe61e1b Deutsche Krebshilfe zeichnet Centrum für Integrierte Onkologie aus Das Centrum für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf (CIO ABCD) ist von der Deutschen Krebshilfe erneut als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet worden. Ein internationales Gutachtergremium hat dem CIO eine erhebliche Weiterentwicklung der Krebsmedizin sowie eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau bescheinigt. Mit der Auszeichnung verbunden ist auch eine finanzielle Förderung in Höhe von 6,2 Millionen Euro über vier Jahre.

Die Unikliniken und medizinischen Fakultäten der Standorte Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf haben 2018 eine Allianz in Form eines gemeinsamen Krebszentrums geschlossen. 2019 wurde das CIO als erstes vierstandortiges Zentrum von der Deutschen Krebshilfe auf Anhieb als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet. Seitdem arbeiten mehr als 200 Kliniken und Institute unter dem Dach des „Centrums für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf – kurz CIO ABCD“ zusammen, um für Betroffene in der Region die bestmögliche Krebsversorgung zu gewährleisten, aber auch um aktuelle, innovative Erkenntnisse aus der Krebsforschung schnellstmöglich in die klinische Praxis zu überführen.

Der Vorsitzende des Direktoriums des CIO ABCD, Univ.-Prof. Dr. Tim Brümmendorf von der Uniklinik RWTH Aachen freut sich über die erneute Auszeichnung: „Das Ziel unserer höchst innovativen Allianz ist es, dass unser Kooperationsmodell möglichst vielen Krebspatienten in unserer Region nutzt. Dafür wollen wir uns mit den Kliniken und Onkologen in NRW immer besser vernetzen und ihnen – und damit auch ihren Patientinnen und Patienten – den Zugang zu den vielen innovativen Therapiekonzepten, die die onkologische Forschung seit einigen Jahren verstärkt hervorbringt, zu ermöglichen.“

Über den Zusammenschluss der universitären Standorte Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf werden höchste Versorgungsstandards für die mehr als 65.000 Menschen, die in dieser Region Nordrhein-Westfalens jedes Jahr neu an Krebs erkranken, definiert. Viele der Krebsexpertinnen und Krebsexperten aus dem CIO sind führend in ihrem Fachgebiet und arbeiten maßgeblich an nationalen Leitlinien zur Behandlung der verschiedenen Krebserkrankungen mit.

Vor allem die Forschung profitiert von dem Zusammenschluss. Krebs umfasst mehr als 200 unterschiedliche Erkrankungen und innerhalb jeder Krebsart gibt es zahlreiche Untergruppen, die alle unterschiedliche Therapieansätze benötigen. „Die Komplexität in der Krebsforschung wird immer größer und deshalb können wir aus unserem CIO-Netzwerk insbesondere im Bereich klinische Studien Vorteile ziehen“, so Prof. Brümmendorf weiter. „Wir behandeln im CIO zusammen rund 100.000 Patienten im Jahr – das und die hervorragende Abstimmung untereinander erleichtern es uns ungemein, unserem Anspruch gerecht zu werden, einer Vielzahl unserer Patienten den Zugang zu innovativen neuen Behandlungsstrategien zu ermöglichen.“

Darüber hinaus werden in der Mildred-Scheel-School of Oncology ABCD junge Ärzte und Wissenschaftler für die moderne onkologische Forschung interdisziplinär ausgebildet. Hier profitiert das Lehrangebot ebenfalls sehr von den vielen unterschiedlichen Expertinnen und Experten an den vier Standorten.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven, freut sich über den Erfolg des Programms: „Mit unserer CCC-Initiative haben wir vor 15 Jahren einen wichtigen Anstoß gegeben, um die Krebsmedizin bundesweit auf ein sehr hohes Niveau zu bringen. Es freut uns sehr, dass das Programm und dessen Entwicklung inzwischen auch international höchste Anerkennung finden“.

Weitere Informationen:
https://www.krebshilfe.de/informieren/presse/pressemitteilungen/

 

Kontakt Pressestellen:

Uniklinik RWTH Aachen
Dr. Mathias Brandstädter
kommunikation(at)ukaachen.de
0241 80 89893

Universitätsklinikum Bonn
Viola Röser
Viola.Roeser(at)ukbonn.de
0228 287 10469

Uniklinik Köln
Timo Mügge
presse(at)uk-koeln.de
0221 478 5548

Universitätsklinikum Düsseldorf
Tobias Pott
presse(at)med.uni-duesseldorf.de
0211 81 08247

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Pressemitteilung Auszeichnung Diagnosen CIO Deutsche Krebshilfe
news-1547 Tue, 12 Jul 2022 14:33:41 +0200 Neuer Professor für Roboterassistierte Chirurgie /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1547&cHash=6190d49dec00bb6c4fc653cd2141c573 Prof. Fuchs auf W2-Professur berufen Univ.-Prof. Dr. Hans Fuchs, Leitender Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und Transplantationschirurgie an der Uniklinik Köln, ist seit Anfang Juli 2022 neuer W2-Professor für Roboterassistierte minimal-invasive Chirurgie und künstliche Intelligenz in der Chirurgie. Seine klinischen Aufgabenschwerpunkte umfassen die gesamte onkologische Viszeralchirurgie sowie den Aus- und Aufbau der minimal-invasiven chirurgischen Techniken. Seine Ziele sind hier die weitere Etablierung des Robotikzentrums der Uniklinik Köln und die Erweiterung des Portfolios um neue präzisere und modulare Operationsroboter.

Der klinische Forschungsschwerpunkt des 39-Jährigen liegt in der minimal-invasiven Viszeralchirurgie, hinzu kommt sein experimenteller Schwerpunkt im Bereich der künstlichen Intelligenz und intraoperativen Bildgebung in der Chirurgie. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung chirurgischer Prototypen bis hin zur Serienreife sowie CE- und FDA-Zertifizierungen. Ziel ist es, durch die Forschungsergebnisse das Operationstrauma nach onkologischen Eingriffen mittels individueller Patientenkonzepte weiter zu minimieren und Komplikationen zu verhindern.

Der gebürtige Kieler studierte von 2003 bis 2009 Humanmedizin an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. 2010 begann er als Assistenzarzt in der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und Transplantationschirurgie der Uniklinik Köln und war zwischenzeitlich von 2013 bis 2015 als Postdoctoral Research Fellow am Center for the Future of Surgery der University of California in San Diego tätig. Zurück in Köln schloss Prof. Fuchs 2017 seine Facharztausbildung für Viszeralchirurgie ab und habilitierte im gleichen Jahr mit dem Thema „Verbesserung der Outcomes nach Speiseröhrenoperationen mittels neuer und minimalinvasiver Technik“. Es folgten Positionen als Leitender Chirurg der Roboterchirurgie, die Berufung zum Oberarzt, die Fachweiterbildung spezielle Viszeralchirurgie 2019 bis hin zum Leitenden Oberarzt ab 2021.

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Köln
news-1546 Thu, 07 Jul 2022 17:47:00 +0200 Hilfe bei genetischer Veranlagung für Dickdarmkrebs /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1546&cHash=a6a47ba3752f2b9fa0e6041fcde0f1e1 Ärzte am Universitätsklinikum Bonn geben 33-Jährigen mit Lynch-Syndrom eine Chance auf ein zweites Leben Bonn, 07. Juli 2022 – Ein positiver Gentest auf das Lynch-Syndrom, einem erblich bedingt erhöhten Risiko hauptsächlich für Dickdarmkrebs, traf Manuel S. wie ein Schlag. Schnelle Hilfe fand der 33-Jährige am Nationalen Zentrum für erbliche Tumorerkrankungen (NZET) des Universitätsklinikums Bonn (UKB). Auf Rat des Ärzteteams unterzog er sich einer Magen-Darm-Spiegelung. Obwohl es keinerlei Anzeichen gab, wurde bei dem sehr fitten 33-Jährigen Dickdarmkrebs diagnostiziert, der noch nicht gestreut hatte. Nach zeitnah erfolgter Operation ist Manuel S. kurz darauf körperlich genauso leistungsfähig wie vorher und gilt derzeit als geheilt.

„Mit ihrer Beharrlichkeit hat meine Mutter mir ein zweites Mal das Leben geschenkt“, sagt Manuel S. Sie leidet an Dickdarmkrebs, ausgelöst durch einen Defekt in einem Gen, das für die Reparatur der menschlichen Erbsubstanz DNA zuständig ist. Da sie befürchtet, dass auch ihr Sohn diese vererbbare Veranlagung trägt, drängt sie Manuel S. zu einem Gentest auf das „Hereditäre nicht-polypöse kolorektale Karzinom (HNPCC)“ – kurz Lynch-Syndrom. Kinder von Betroffenen haben ein Risiko von 50 Prozent ebenfalls die krankhaft veränderte Erbanlage, fachsprachlich Mutation, zu haben und damit auch das hohe Risiko schon in jungen Jahren an Dickdarmkrebs zu erkranken. Aber auch andere bösartige Tumore unter anderem im Dünndarm, Magen und auch in der Gebärmutterschleimhaut treten bei Mutationsträgern gehäuft auf.

„Ich habe richtig Glück gehabt, dass der Krebs jetzt weg ist!“
„Es ist kein Gottesurteil. Denn wird das Lynch-Syndrom erkannt, dann kann der Betroffene nur noch gewinnen“, sagt Prof. D. Christian Strassburg, Direktor der Medizinischen Klinik I für Innere Medizin am UKB. Daher fordert er in Deutschland Dickdarmkrebs-Patienten niederschwelliger auf das Tumorveranlagungs-Syndrom zu untersuchen und nicht nur bei einem Alter unter 50 Jahren oder familiärer Vorgeschichte. „Wichtig ist, dass im Rahmen der Vorsorge auch an erblichen Darmkrebs gedacht wird“, konstatiert Prof. Dr. Jacob Nattermann, Leiter der Sektion Hepatogastroenterologie an der Medizinischen Klinik I des UKB. Doch auch die Bereitschaft der Angehörigen, sich auf das Lynch-Syndrom zu testen, ist gering, wie anfangs bei Manuel S: „Wenn man jung und fit ist, denkt man nicht an Krebs.“

Bei dem jungen Darmkrebspatient griff ein Rad passgenau in das andere
Nach seinem positiven umfänglichen Gentest mit Mutationsanalyse – durchgeführt vom Institut für Humangenetik am UKB mit begleitender genetischer Beratung – drängt das Ärzteteam der Ambulanz für erbliche Tumorerkrankungen der Medizinischen Klinik I bei Manuel S. vorsorglich auf eine zeitnahe Magen-Darm-Spiegelung. „Trotzdem war ich erschrocken, als wir in seinem Dickdarm Krebs fanden. Denn unser Patient ist jung, hatte keine Symptome und war in seinem körperlich anstrengenden Beruf voll leistungsfähig. Die in Deutschland übliche Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren hätte er wahrscheinlich nicht mehr erlebt“, sagt Dr. Robert Hüneburg, Oberarzt der Medizinischen Klinik I am UKB. Dann ging alles sehr schnell. Ein sofortiges CT klärte, dass der Krebs nicht gestreut hatte, und zwei Wochen später wurde Manuel. S. von einem Team der Chirurgischen Klinik am UKB erfolgreich operiert

Intensive Krebsvorsorge ist Pflicht
„Menschen mit bekanntem genetischen Befund sollten engmaschig, dem hohen Risiko angemessen betreut werden. Die entsprechende Expertise gibt es aber nur in spezialisierten Zentren wie unserem NZET, in denen Humangenetik, Innere Medizin und Chirurgie eng zusammenarbeiten“, betont Prof. Nattermann. Auch wenn Manuel S. momentan geheilt ist, muss er zukünftig alle ein bis zwei Jahre zur Krebsvorsorge und in Betreuung der Ambulanz für erbliche Tumorerkrankungen am UKB bleiben. „Allen hier liegt die Arbeit am Herzen und ich bin sehr zufrieden“, sagt Manuel S, der heute nach seinem überstandenen Dickdarmkrebs viel bewusster lebt. „Ich möchte jedem raten zur Krebsvorsorge zu gehen – ohne wäre ich nicht mehr.“

Pressekontakt:
Dr. Inka Väth
Medizin-Redakteurin
Stabsstelle Kommunikation und Medien am Universitätsklinikum Bonn
Telefon: +49 228 287-10596
E-Mail: inka.vaeth(at)ukbonn.de

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Das Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Bonn ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute am Universitätsklinikum zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. 2018 wurde aus dem seit 2007 bestehenden CIO Köln Bonn mit den universitären Krebszentren aus Aachen, Köln und Düsseldorf das "Centrum für Integrierte Onkologie - CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf" gegründet. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 480.000 Patient*innen betreut, es sind 8.800 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,5 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr weitere 580 Frauen und Männer in zahlreichen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

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Pressemitteilung Darmkrebs Bonn
news-1536 Wed, 11 May 2022 15:42:00 +0200 Forschungsteam untersucht Arbeitsbedingungen an OP-Robotern /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1536&cHash=a10406a245c2b68a87b5dc730820d24d Einsatz von roboter-assistierten Systemen in der Chirurgie Durch die Fortschritte im Bereich der Mikroelektronik und Robotik wurden in den vergangenen Jahren zunehmend komplexe Maschinen in die Operationsroutinen zahlreicher Kliniken eingebunden, um die Chirurginnen und Chirurgen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. In einem interdisziplinären Forschungsprojekt untersuchen die Köln International School of Design (KISD) der TH Köln und die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln jetzt die Auswirkungen von robotergestützten Assistenzsystemen auf die Arbeitsbedingungen in der Chirurgie.

Mit Hilfe von robotergestützten Assistenzsystemen können komplexe minimal-invasive Eingriffe wie die Ösophagektomie – also die operative Behandlung eines bösartigen Tumors in der Speiseröhre – an einer Steuerkonsole vorgenommen werden. „Hierfür werden hochauflösende stereoskopische Bilder in Echtzeit aus dem Inneren des Körpers von Patientinnen und Patienten auf einen Bildschirm an der Steuerkonsole übermittelt. Kontrollarme an der Konsole erfassen die Handbewegungen der Operierenden und übertragen diese an die robotergeführten, chirurgischen Instrumente im Operationsfeld. Somit steht der operierende Arzt oder die operierende Ärztin immer noch in Verantwortung der Operation“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Hans F. Fuchs, Leitender Oberarzt Robotics der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln. „Diese Technologie bringt erhebliche Vorteile und neue Möglichkeiten des Operierens mit sich, wie zahlreiche Studien bereits aufgezeigt haben. So können zum Beispiel innerkörperliche Distanzen besser abgeschätzt und ruhigere Bewegungen durchgeführt werden“, betont Dr. Dolores Thea Müller, Assistenzärztin an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln. Dadurch könne Patientinnen und Patienten noch besser geholfen werden. „Welche Auswirkungen ein solches System aber auf die Arbeitsbedingungen von Chirurginnen und Chirurgen sowie die ergonomische Gestaltung der Operationsumgebung hat, wurde bisher noch nicht näher analysiert.“

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln ist nationales Exzellenzzentrum für die Ösophagus- und Magenchirurgie und verfügt über zwei robotergestützte Assistenzsysteme für minimal-invasive Eingriffe. Das interdisziplinäre Projektteam wird über einen Zeitraum von 19 Monaten solche Eingriffe beobachten. „Dazu werden wir Körperhaltungen und Gesten der Operierenden mit hochauflösenden Videokameras und Sensoren aufzeichnen, räumliche und akustische Umgebungsfaktoren wie die Lautstärke ermitteln sowie Daten zum individuellen Stresslevel erheben“, so Prof. Dr. Carolin Höfler von der Köln International School of Design (KISD) der TH Köln.

In einem weiteren Schritt werden diese Daten zusammengeführt und analysiert, um Rückschlüsse auf die Arbeitsbelastung ziehen zu können. „Ziel unseres Vorhabens ist es, Erfordernisse an die ergonomische Gestaltung der Benutzerschnittstellen in der Operationsumgebung zu identifizieren, um die Bedingungen für Operierende sowie für Patientinnen und Patienten langfristig zu verbessern und damit auch das Operationsergebnis insgesamt positiv zu beeinflussen“, sagt Höfler.

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Robotic Operations – Mensch und Maschine im chirurgischen Verbund“ wird durchgeführt von Prof. Dr. Carolin Höfler von der Köln International School of Design (KISD) der TH Köln und Dr. Hans F. Fuchs von der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln. Leitende Projektmitarbeitende sind Felix Ahn von der KISD und Dr. Dolores Thea Müller von der Uniklinik Köln. Das Vorhaben wird von der RheinEnergie Stiftung bis August 2023 gefördert.

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Pressemitteilung Köln
news-1535 Thu, 05 May 2022 15:27:00 +0200 Ausbildungsprojekt der Uniklinik Köln erhält Universitätspreis /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1535&cHash=f97e0a04d8092e51b0dc483581c068c8 IPSTA gewinnt in der Kategorie Lehre und Studium Dr. Lucie Probst, Assistenzärztin an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln, ist gestern (04.05.2022) von der Universität zu Köln für das Ausbildungsprojekt IPSTA (Interprofessionelle Ausbildungsstation) mit dem Universitätspreis 2021 für Lehre und Studium ausgezeichnet worden. Im Rahmen des Projekts betreuen Medizinstudierende im Praktischen Jahr und Pflegeauszubildende gemeinsam und eigenständig Patientinnen und Patienten auf einer interprofessionellen Ausbildungsstation in der Onkologie der Uniklinik Köln.

In Skandinavien wird das Konzept der IPSTA seit über 20 Jahren erfolgreich praktiziert. Das Ziel dabei ist, die Zusammenarbeit und das Verständnis zwischen dem ärztlichen und pflegerischen Dienst zu optimieren und das selbständige Arbeiten zu fördern, um so die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und die Auszubildenden optimal auf den späteren Berufsalltag vorzubereiten. Auch an anderen Standorten in Deutschland wird das Konzept seit einigen Jahren praktiziert – aber bisher noch nicht im Bereich der Onkologie. „Damit haben wir Neuland betreten“, so Prof. Dr. Kai Hübel, Lehrkoordinator für Innere Medizin an der Uniklinik Köln.

Das pädagogische Konzept für die IPSTA hat Dr. Lucie Probst gemeinsam mit der Pflege ausgearbeitet und in die Stationsabläufe überführt: „Durch die enge interprofessionelle Zusammenarbeit konnten wir nach einer intensiven Planungsphase die IPSTA rasch in den Stationsalltag integrieren und dauerhaft implementieren. Es ist ein wichtiger Schritt in Richtung praxisorientierte, interprofessionelle Ausbildung und eine optimale Vorbereitung auf den Berufseinstieg. Wir freuen uns daher sehr über die Auszeichnung mit dem Universitätspreis.“

Ein Merkmal der IPSTA ist, dass Lernsituationen nicht künstlich kreiert werden, sondern sich durch den Stationsalltag ergeben. Ein IPSTA-Team besteht aus jeweils einem Studierenden im Praktischen Jahr und einem Pflegeauszubildenden. Beide betreuen über acht Wochen gemeinsam ein Doppelzimmer auf der Station 16.2a im Bettenhaus der Uniklinik Köln. Ein strukturierter Tagesablauf gibt den Rahmen vor. Dieser umfasst alles, was die Betreuung onkologischer Patienten erfordert: Grundpflege, das Richten und Bestellen von Medikamenten, Laboranalysen, stationäre Aufnahmen, die Durchführung der Visite, Organisation und Durchführung von Diagnostik, Vorstellungen in Tumorkonferenzen, Therapieentscheidungen, Dokumentation, Organisation von Anschlussbehandlungen sowie Dienstübergaben. Hinsichtlich des Krankheitsbildes gibt es keine Vorauswahl – so wird eine große Bandbreite onkologischer und hämatologischer Erkrankungen abgebildet. Die Patientenbetreuung findet eigenständig durch das IPSTA-Team unter engmaschiger Supervision von geschulten Lernbegleitenden des pflegerischen und ärztlichen Dienstes statt. Täglich gibt es Feedback- und Reflektionsrunden, in denen sich das Team austauscht.

Prof. Hübel freut sich, dass das Projekt so schnell so erfolgreich umgesetzt wurde und wünscht sich, dass andere Kliniken das Konzept ebenfalls aufgreifen: „Die jungen Mediziner und Pflegenden lernen in diesen acht Wochen intensiv miteinander, voneinander und übereinander. Gerade der Einsatz auf der Onkologie mit zum Teil sehr herausfordernden Patientenschicksalen hat die jungen Menschen gefordert und wachsen lassen. Alle haben sich danach sicherer im Hinblick auf ihren Berufseinstieg gefühlt.“ Auch die Patienten waren mit der Betreuung durch die IPSTA-Teams sehr zufrieden und würden bei einem erneuten stationären Aufenthalt eine Behandlung auf der IPSTA begrüßen.

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Pressemitteilung Auszeichnung Köln
news-1533 Thu, 28 Apr 2022 10:14:00 +0200 Ehrenmitglied der ASA und Visiting Professor in New York /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1533&cHash=5c1503f8859bfb8e23879507a3ad3fa5 Prof. Bruns als akademische Chirurgin ausgezeichnet Univ.-Prof. Dr. Christiane Bruns, Direktorin der Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und Transplantationschirurgie der Uniklinik Köln, war als herausragende Persönlichkeit der internationalen chirurgischen Fachgesellschaft eingeladen, im Rahmen des „Corinne and Maurice (Hank) Greenberg International Visiting Professor“-Programms des New York-Presbyterian Hopsitals der Weill Cornell Medicine University einen Fachvortrag zu halten und sich mit den chirurgischen Kollegen in New York auszutauschen. Zuvor erhielt sie die Ehrenmitgliedschaft der American Surgical Association (ASA) in Chicago im Rahmen des Jahreskongresses der ASA aufgrund ihrer herausragenden klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten als akademische Chirurgin im Bereich der onkologischen Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenchirurgie.

In ihrem Vortrag in New York sprach sie darüber, wie wichtig es für die Routineversorgung von Patienten mit Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs ist, dass entsprechend klinisch relevanter Fragestellungen wissenschaftliche Forschungsergebnisse zügig in die Klinik umgesetzt werden. Auch betonte sie, dass dies nur durch fachübergreifende akademische Aus- und Weiterbildung des Nachwuchses umsetzbar ist. „Die Wahl als Ehrenmitglied der American Surgical Association sowie die Auswahl für das ,Corinne and Maurice (Hank) Greenberg International Visiting Professor‘ Programm 2022 in Folge berühmter internationaler Chirurgen aus Frankreich und Japan aus den Jahren 2012 und 2017 ehrt mich außerordentlich“, so Prof. Bruns.

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Auszeichnung Köln
news-1511 Mon, 04 Apr 2022 10:04:00 +0200 Neues Forschungsnetzwerk eingeworben /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1511&cHash=5f09c9e8086ab261a203d9910353056b Thematisch fokussierte, standortübergreifende Kooperation Die Medizinische Fakultät der Universität zu Köln hat ein neues Forschungsnetzwerk namens CANTAR (CANcer TARgeting) im Bereich der Onkologie eingeworben. Ziel dieser vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) geförderten Netzwerke ist es, über alle Hochschultypen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen hinweg kooperative Vorhaben zur Herausbildung neuer Forschungsprofile und zur Etablierung starker Forschungsnetzwerke zu schaffen. CANTAR hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Wirkstoffe zur Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen zu entwickeln, die beispielsweise verhindern können, dass eine Krebserkrankung der Erkennung durch das Immunsystem „entkommen“ kann. Sprecher ist Univ.-Prof. Dr. Henning Walczak vom Zentrum für Biochemie. CANTAR wird für den Förderzeitraum von August 2022 bis Juli 2026 mit insgesamt 19,4 Millionen Euro gefördert. Der Kölner Anteil beläuft sich auf 8,4 Millionen Euro.

Das Netzwerk bündelt in NRW vorhandenes, hochkomplementäres Wissen und baut auf bereits etablierte Kooperationen unter den Partnern auf. Es verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, in dem auf europaweit einmalige Weise Forschende aus der Chemie, der Biologie und der Medizin zusammenarbeiten. Der Fokus liegt auf der Entdeckung und Entwicklung von Substanzen, die spezifisch auf Krebszellen wirken und Normalgewebe schonen. Zudem werden Substanzen entwickelt, die in Krebs-spezifische Stoffwechselvorgänge eingreifen oder die Tumorzellen für das eigene Immunsystem besser sichtbar machen. CANTAR schließt dabei die Lücke zwischen Grundlagenforschung und translationaler klinischer Krebsforschung.

Die Forschenden gehen davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren wichtige therapeutische Durchbrüche in der Behandlung von Krebserkrankungen erzielt werden können. „Wir wollen dazu beitragen, innovative zielgerichtete Krebstherapien zu entwickeln“, sagt Prof. Walczak. „CANTAR ist hervorragend positioniert, um durch die Identifizierung zusätzlicher Zielstrukturen in der Krebsforschung Neuland zu kartieren. Die Förderung durch das Land wird uns dabei einen wichtigen Schritt voranbringen.“

Als mitantragstellende Einrichtungen sind die Universität Duisburg-Essen, die TU Dortmund, die Universitäten Bonn und Düsseldorf, die RWTH Aachen, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn und das Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie in Dortmund beteiligt.

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News CIO
news-1513 Fri, 01 Apr 2022 11:24:00 +0200 Neue Therapiestudie für Hirntumor-Patienten /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1513&cHash=a8bc0e4bc9aabc5ec57b785608cb8bd4 Förderung für klinische Studie zur Wirksamkeit eines Medikaments für Patientinnen und Patienten mit Hirntumoren Bonn, 1. April 2022 – Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) führt eine klinische Studie durch, in der die Wirksamkeit eines Medikaments für Patientinnen und Patienten mit Hirntumor erprobt wird. Für Betroffene mit der Hirntumorart Glioblastom könnte das bei Erfolg zu einer lebensverlängernden Therapieoption führen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Studie mit fast 2 Mio. Euro.

Glioblastome sind die häufigsten und bösartigsten Hirntumore. Etwa 3 von 100.000 Patientinnen und Patienten erkranken in Europa jährlich daran. Ein Glioblastom ist sehr aggressiv, wächst schnell und die Lebenserwartung der Betroffenen ist gering. Bis heute gibt es keine erfolgversprechende Therapie. Allerdings wurde in den letzten Jahren viel an neuartigen Therapiemethoden geforscht, die die Behandlung positiv beeinflussen könnten. Dazu wollen auch Prof. Ulrich Herrlinger, Leiter der Sektion Neuroonkologie des UKB, und Dr. Matthias Schneider, Facharzt für Neurochirurgie am UKB, mit der MecMeth/NOA-24 Studie beitragen.

„Die Lebenserwartung von Glioblastom-Patienten nach einem Rezidiv, also einem wiederholten Auftreten der Krankheit, beträgt aktuell im Mittel nur sechs bis 12 Monate. In unserer Studie möchten wir die Verträglichkeit und Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie zur Lebensverlängerung der Patientinnen und Patienten mit einem Glioblastomrezidiv untersuchen“, so Prof. Herrlinger. Vorklinische Studien legen nahe, dass Meclofenamat, das ursprünglich zur Rheuma-Therapie entwickelt wurde, auch ein besseres Therapieansprechen der Chemotherapie bei Glioblastompatienten bewirken könnte. In Zellkulturexperimenten hatte sich gezeigt, dass Meclofenamat die Kommunikation zwischen Glioblastomzellen blockiert. Dadurch lösen sich Netzwerke auf, die Glioblastomzellen üblicherweise untereinander ausbilden und die wichtig sind für die Resistenz gegen Chemotherapie. Mit dem Einsatz von Meclofenamat wird dieser neuartige Wirkmechanismus zum ersten Mal in einer klinischen Studie mit Glioblastompatienten untersucht.

In der nun startenden klinischen MecMeth/NOA-24 Studie, die mit fast 2 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, sollen zunächst die Durchführbarkeit der Kombination aus Meclofenamat- und Standard-Chemotherapie erprobt und die optimale Dosis für Meclofenamat gefunden werden. Im Anschluss soll auch die Wirksamkeit der Therapie untersucht werden. „Wenn sich die Wirksamkeit von Meclofenamat bestätigen sollte, würde das einen großen Erfolg für die Glioblastom-Forschung bedeuten. Auch wenn es weiterhin keine Heilung gibt, hoffen wir, den Patientinnen und Patienten eine längere Lebenserwartung ermöglichen zu können“, so Dr. Matthias Schneider. Mit der aktuellen Studie geht es Anfang April los. Bei erfolgreicher Durchführung ist danach eine dritte Studienphase zur Integration der Therapie in die klinische Praxis geplant.

Bildmaterial:Schneider M, Vollmer L, Potthoff AL, Ravi VM, Evert BO, Rahman MA, Sarowar S, Kueckelhaus J, Will P, Zurhorst D, Joseph K, Maier JP, Neidert N, d’Errico P, Meyer-Luehmann M, Hofmann UG, Dolf A, Salomoni P, Güresir E, Enger PØ, Chekenya M, Pietsch T, Schuss P, Schnell O, Westhoff MA, Beck J, Vatter H, Waha A, Herrlinger U, Heiland DH. Meclofenamate causes loss of cellular tethering and decoupling of functional networks in glioblastoma. Neuro Oncol 2021;23:1885-1897. doi: 10.1093/neuonc/noab092.

Zusammenfassung des MecMeth/NOA-24-Studienprotokolls:Zeyen T, Potthoff AL, Nemeth R, Heiland DH, Burger MC, Steinbach JP, Hau P, Tabatabai G, Glas M, Schlegel U, Grauer O, Krex D, Schnell O, Goldbrunner R, Sabel M, Thon N, Delev D, Clusmann H, Seidel C, Güresir E, Schmid M, Schuss P, Giordano FA, Radbruch A, Becker A, Weller J, Schaub C, Vatter H, Schilling J, Winkler F, Herrlinger U, Schneider M. Phase I/II trial of meclofenamate in progressive MGMT-methylated glioblastoma under temozolomide second-line therapy-the MecMeth/NOA-24 trial. Trials 2022;23:57. doi: 10.1186/s13063-021-05977-0

Pressekontakt
Viola Röser
Stellv. Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Tel. 0228 287-10469 E-Mail: viola.roeser(at)ukbonn.de

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Das Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Bonn ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute am Universitätsklinikum zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. Vor kurzem wurde aus dem seit 2007 bestehenden CIO Köln Bonn mit den universitären Krebszentren aus Aachen, Köln und Düsseldorf das „Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf“ gegründet. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

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News Kopf-Hals-Tumorzentrum Neuroonkologisches Tumorzentrum Pressemitteilung Klinische Studie Forschung Hirntumoren Bonn
news-1474 Mon, 14 Feb 2022 08:00:00 +0100 Internationaler Kinderkrebstag /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1474&cHash=167518388b967b0a4a0da7c93ce10bba Diesjähriges Motto: "#through your hands" Die Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) unter der Leitung von Prof. Dagmar Dilloo ist ein von der Deutschen Krebsgesellschaft anerkanntes kinderonkologisches Zentrum am Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Bonn. „Gemeinsam mit unseren nationalen und internationalen Partnern setzen wir uns im Rahmen zahlreicher Studien dafür ein, dass noch mehr Kinder geheilt werden können – und die Überlebenden mit möglichst wenigen Spätfolgen ihr Leben gestalten können“, so Prof. Dilloo.

Die kinderonkologische Station mit einem separaten Bereich für die Blutstammzelltransplantation, die dazugehörige Tagesklinik und Ambulanz sowie die zahlreichen diagnostischen Einrichtungen im neuen Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) bieten dazu beste Voraussetzungen. Nicht zuletzt fördern zahlreiche Stiftungen und Organisationen die Arbeit – darunter die Deutsche Krebshilfe, die Deutsche Kinderkrebsstiftung sowie der Innovationsfond beim Gemeinsamen Bundesauschuss und vor Ort der Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e. V.

Doch der Weg bis zur Heilung einer Krebserkrankung im Kindes- und Jugendalter ist mehr als steinig. „Heute möchten wir daher auch auf die vielen unterstützenden Hände (‘#through your hands’) aufmerksam machen, die den anstrengenden Behandlungsalltag von Kindern mit Krebs und ihren Familien über die hochspezialisierte medizinische Behandlung hinaus jeden Tag ein wenig angenehmer machen“, sagt Prof. Dilloo.

Um dies zu ermöglichen, unterstützt der Förderkreis Bonn für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e. V. betroffene Familien seit fast 40 Jahren. Neben einer Verstärkung des psychosozialen Teams auf der kinderonkologischen Station des UKB und zahlreichen weiteren Angeboten wird in Zukunft auch das neu gebaute Familienhaus in direkter Nachbarschaft des ELKI den Angehörigen während der langwierigen Behandlung ihrer Kinder zur Verfügung stehen.

 

Bild oben: Eine Patientin der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des UKB nutzt den neuen Schulavatar des Förderkreises Bonn. Der Schulavatar geht stellvertretend für die Kinder zur Schule, solange ihnen dies wegen der Erkrankung und Behandlung nicht möglich ist.

Bildnachweis: Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche e.V.

 

Pressekontakt:
Viola Röser
Stellv. Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Tel.: 0228 287-10469
E-Mail: viola.roeser(at)ukbonn.de

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Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 400.000 Patient*innen betreut, es sind 8.300 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,3 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr rund 600 junge Menschen in anderen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

Das Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Bonn ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute am Universitätsklinikum zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. Vor kurzem wurde aus dem seit 2007 bestehenden CIO Köln Bonn mit den universitären Krebszentren aus Aachen, Köln und Düsseldorf das „Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf“ gegründet. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

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News Zentren Pressemitteilung Kinderonkologie Bonn
news-1467 Tue, 08 Feb 2022 10:20:16 +0100 Neuer Leiter des Bereiches Gastrointestinale Onkologie an der Uniklinik Düsseldorf /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1467&cHash=e13f5bc31b332a7b8e3943072f82d5f3 Prof. Dr. Christoph Roderburg berufen Zum 1. Februar 2022 ernannte die Rektorin der HHU, Prof. Dr. Anja Steinbeck Herrn Prof. Dr. med. Christoph Roderburg zum Universitätsprofessor für Gastrointestinale Onkologie (W3, ohne Leitungsfunktion).

Prof. Dr. Christoph Roderburg ist seit November 2020 als Oberarzt an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie (Direktor: Prof. Dr. Tom Lüdde) und Leiter des Bereiches Gastrointestinale-Onkologie der Klinik an der Uniklinik Düsseldorf tätig.

Von 2007 bis 2016 war Roderburg Assistenzarzt an der Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen (Direktor: Prof. Dr. Christian Trautwein). Roderburg wurde 2008 an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen promoviert. 2013 erhielt er die Facharztanerkennung für Innere Medizin. 2014 habilitierte er sich ebenfalls in Aachen. 2015 wurde er Facharzt für Gastroenterologie und erwarb die Zusatzbezeichnung für Medikamentöse Tumortherapie. 2017 folgten das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) für Gastrointenstinale Onkologie sowie eine weitere Zusatzbezeichnung für Palliativmedizin.

Prof. Roderburg war von 2016 bis 2019 Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Aachen-Mitte und gleichzeitig Oberarzt der Klinik für Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin der Uniklinik RWTH Aachen. Roderburg ergänzte 2020 sein Portfolio um einen Master of Health Business Administration (MHBA) an der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg/Erlangen. 2019 erhielt er den Ruf auf eine W2-Professur für Hepatobiliäre und Gastrointestinale Onkologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin und wurde dort Oberarzt der Klinik für Hepatologie und Gastroenterologie (Direktor: Prof. Dr. Frank Tacke).

Prof. Roderburgs klinische Schwerpunkte sind Gastrointestinale Onkologie und Lebertransplantation. Seine Forschungsschwerpunkte beschreibt er mit hepatobiliären und gastrointestinale Tumoren, Versorgungsforschung sowie der translationalen Forschung und Biomarkern (GI-Onkologie, Intensivmedizin).

Autorin: Susanne Dopheide, Stabsstelle Presse und Kommunikation der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
E-Mail: Susanne.Dopheide(at)med.uni-duesseldorf.de

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News Darmzentrum Pressemitteilung Bauchspeicheldrüsenkrebs Darmkrebs Leberkrebs Magenkrebs Düsseldorf
news-1466 Fri, 04 Feb 2022 15:13:42 +0100 Weltkrebstag 2022 /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1466&cHash=230c32f0c8e0ab3612916d6aaf76c003 Studienteilnehmerinnen einer erfolgreichen Kunststudie zeigen ihre Werke am Universitätsklinikum Bonn Bonn, 4. Februar 2022 – Jedes Jahr erhalten in Deutschland ca. 500.000 Menschen die Erstdiagnose Krebs. Davon sind Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern die häufigsten Krebsarten. 2021 wurden im CIO Bonn rund 16.000 Patientinnen und Patienten mit einer Krebserkrankung behandelt. Die Zahlen zeigen, dass Krebs fast jeden von uns betrifft. Entweder man ist selbst erkrankt, oder Verwandte oder Freunde aus dem näheren Umfeld sind betroffen. Um die seelischen Belastungen während einer Krebserkrankung gut bewältigen zu können, haben sich supportive Therapieangebote als erfolgreiche Begleitung bewährt.

Das kunsttherapeutische Therapieangebot am CIO Bonn ist sehr erfolgreich und hilft unseren Patientinnen bei der Krankheitsbewältigung. Es schafft einen Raum, um ihren Emotionen Ausdruck zu verleihen. Die Umsetzung in Präsenz ist aber in Zeiten der Corona-Pandemie schwierig. Nichtsdestotrotz sollte diese begleitende Therapiemöglichkeit erhalten und weiterhin angeboten werden. So hat das CIO Bonn gemeinsam mit der Alanus Hochschule eine fortlaufende kunsttherapeutische Online-Studie konzipiert, die untersucht, ob eine Verbesserung der Befindlichkeit und Selbstwirksamkeit sowie eine Symptomreduktion in Hinblick auf Stress, Angst und Schmerz auch innerhalb eines digitalen Rahmens erwartet werden kann. „Bereits heute lässt sich anhand verschiedener, aktueller Studien zeigen, dass künstlerische Mittel, therapeutisch-fachkundig eingesetzt, vielen Menschen eine große Unterstützung im Umgang mit belastenden Erfahrungen sind“, sagt Prof. Harald Gruber, Leiter des Institutes für Kunsttherapie an der Alanus Hochschule.

2021 startete die kunsttherapeutische Online-Studie für Brustkrebspatientinnen. „Die Studie vereint Kreativität und Leidenschaft zu einer begleitenden Therapie und hilft den Patientinnen dabei ihre Gefühle zu verarbeiten“, erläutert Katja Bonnländer, Kunsttherapeutin der ersten Studiengruppe am CIO Bonn. Sie fügt hinzu, dass trotz des Online-Formates eine tiefe Verbindung zwischen allen Teilnehmerinnen entstehen konnte und sie sich dennoch emotional unterstützen konnten.

Die Studie war sehr erfolgreich, sodass die nächste Studiengruppe bereits begonnen hat. Während dieser Studie wurden zahlreiche Kunstwerke erstellt, die ab dem 4. Februar 2022 – dem diesjährigen Weltkrebstag – im CIO Bonn, Gebäude A 20 am Universitätsklinikum Bonn für vier Wochen gezeigt werden. „Die Pflegedirektion und der Vorstand begrüßen und unterstützen Kunstprojekte gerne. So lebt die Kunst durch und für unsere Patientinnen und Patienten“, so Alexander Pröbstl, Kunstliebhaber und Pflegedirektor am UKB.

Vorsorgeuntersuchungen nicht vernachlässigen

Die diesjährige globale Initiative zum Thema Krebs steht weiterhin im Zeichen der Pandemie. Die Betroffenen sind abgeschreckt und haben häufig Sorgen vor den Auswirkungen auf Ihre Behandlung. Prof. Schmidt-Wolf klärt auf: „Als Maximalversorger der Region ist das CIO Bonn trotz Corona gut gerüstet für die Behandlung der Krebspatientinnen und Krebspatienten. Bei uns müssen keine Therapien verschoben werden – seien es operative Eingriffe oder ambulante Behandlungen.“ So empfiehlt sein Kollege Prof. Andree Faridi, Direktor des Brustzentrums am UKB, trotz Angst vor Ansteckung gerade Vorsorgeuntersuchungen der Brust unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen weiterhin wahrzunehmen.

Weitere Informationen zur Studie und zu den ausgestellten Kunstwerken finden Sie im Flyer.

 

Bild rechts: Gemeinschaftsprojekt: Gruppenbaum der Studienteilnehmerinnen der kunsttherapeutischen Online-Studie
Bildnachweis: ©ciobonn

Pressekontakt:
Prof. Dr. Ingo Schmidt-Wolf
Direktor der Abteilung für Integrierte Onkologie
Universitätsklinikum Bonn
Telefon: 0228/287-17048
E-Mail: ingo.schmidt-wolf(at)ukbonn.de

Daria Siverina
stellv. Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn
Telefon 0228/287-14416
E-Mail: daria.siverina(at)ukbonn.de

 


Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 400.000 Patient*innen betreut, es sind 8.300 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,3 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr rund 600 junge Menschen in anderen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen UKs einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller UKs in NRW.

CIO Bonn des Universitätsklinikums Bonn: Das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO Bonn) ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und des Johanniter-Krankenhauses Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute des UKB zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund „Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf“ die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

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News Pressemitteilung Klinische Studie Brustkrebs Bonn
news-1468 Fri, 04 Feb 2022 14:01:00 +0100 Experten-Interviews zum Weltkrebstag /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1468&cHash=8066a084add6fa927a3c329281f3d0b1 Früherkennung, Therapieformen und Erfolgsgeschichten Der 4. Februar ist der jährliche Weltkrebstag und soll mediale Aufmerksamkeit für Krebserkrankungen schaffen. Zu Beginn der Pandemie hätten die Menschen aus Angst vor einer Ansteckung darauf verzichteten, einen Spezialisten aufzusuchen. Welche Folgen das hatte, erklärt Univ.-Prof. Dr. Prof. Christiane Bruns, Direktorin der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Tumor- und Transplantationschirurgie der Uniklinik Köln, im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. „Eine frühzeitige Diagnose kann es möglich machen, Krebs chirurgisch zu heilen“, betont Prof. Bruns die Bedeutung von Vorsorge und Früherkennung.

Die Kölnische Rundschau sprach mit Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin und des Centrums für Integrierte Onkologie an der Uniklinik Köln, über den aktuellen Stand der Krebsforschung und neue Therapieformen. Für Prof. Hallek ist im Moment die innovativste grundsätzliche Forschungsrichtung die Entwicklung neuer Immuntherapien. Zudem würde man immer besser verstehen, welche genetische Zusammenstellung ein Tumor hat. Aus diesem Wissen könne man neue Diagnostika entwickeln und zum Teil auch neue Medikamente. „Klinische Studien mit dem Einsatz von mRNA-Technologien bei Krebs laufen zurzeit. Wir werden wohl noch die nächsten ein bis zwei Jahre abwarten müssen, um abschätzen zu können, ob diese Behandlungen auch bei Tumoren wirksam sind,“ sagt Prof. Hallek.

„Die Kinderonkologie ist insgesamt eine Erfolgsgeschichte“, sagt Prof. Dr. Matthias Fischer, Leiter der experimentellen Kinderonkologie der Kölner Uniklinik, im Beitrag „Acht Nachrichten aus der Krebsforschung, die Hoffnung machen“ des Kölner Stadt-Anzeigers. Vor 50, 60 Jahren sei die Diagnose Krebs für die meisten Kinder noch eine tödliche gewesen. Heute könne man über 80 Prozent der krebskranken Kinder heilen. „Wir sind besser geworden bei der Risikoeinschätzung der Patienten. Wenn wir mit ganz wenig Therapie den Patienten gesund bekommen, dann geben wir auch weniger Therapie“, erklärt Prof. Fischer die neuen Möglichkeiten präziserer Therapien.

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News Köln
news-1465 Tue, 01 Feb 2022 15:22:14 +0100 Eine Million Euro für vier Forschungsprojekte /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1465&cHash=d5614a8c01de19ff6b2521106558a468 Unterstützung für Krebsforschung Pressemitteilung der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung

Die klinische und wissenschaftliche Erforschung von Leukämien und Lymphomen ist einer der großen und etablierten Forschungsschwerpunkte am Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung unterstützt Wissenschaftler am Kölner Standort schon seit vielen Jahren. Nun werden drei Projekte neu gefördert und eines verlängert. Die Gesamtfördersumme dieser vier Projekte über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren beträgt insgesamt 1.012.394 Euro.

Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin und des CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf freut sich über die umfangreiche Förderung: „Wir haben im Laufe der Jahre von der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung bereits über sieben Millionen Euro für Projekte erhalten. Für das damit verbundene Vertrauen möchte ich mich im Namen aller geförderten Wissenschaftler hiermit ausdrücklich bedanken. Diese finanzielle Unterstützung ist für uns extrem wertvoll und wir sind uns bei der Verwendung sehr bewusst, dass mit diesem Geld auch sehr viel Hoffnung von sehr vielen Menschen verbunden ist.“

Dr. Ulrike Serini, Geschäftsführerin der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung: „Die Forschung, die in Köln geleistet wird, ist herausragend. Wir freuen uns, dass wir den Standort erneut mit vier Projekten weiter unterstützen können und sind sicher, dass auch diese Forschungen zu spürbaren Verbesserungen für die Leukämiepatienten führen werden.“

Die größte neue Einzelförderung geht an eine Forschergruppe mit einem Projekt aus dem Bereich der Palliativmedizin, das sich speziell an Patienten mit einer hämatologischen Krebsdiagnose richtet, die eine allogene Stammzelltransplantation (allo-SZT) erhalten. Bei diesen Patienten bestehen zum Zeitpunkt der Diagnose und im Krankheitsverlauf häufig belastende Symptome bei einer gleichzeitigen Einschränkung der Lebensqualität und Angst zu sterben. Im Rahmen des Projektes soll daher ein palliativ-supportives Therapieangebot entwickelt werden, das die Symptomlinderung optimiert, die Lebensqualität der Patienten und Angehörigen stärkt sowie Angst und Unsicherheiten reduziert. Das Projekt „AlloPaS – palliativ-supportives Therapieangebot in der allogenen Stammzelltransplantation“ wird von Prof. Dr. Steffen Simon, Priv.-Doz. Dr. Udo Holtick und Priv.-Doz. Dr. Marco Herling als ein Gemeinschaftsprojekt der Hämatologie und Palliativmedizin am CIO Köln geleitet.

Prof. Dr. Steffen Simon, Oberarzt am Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln: „Wir drei sehen hier einen wichtigen Bedarf. Anders als bei den soliden Tumoren gibt es für Patienten mit einer hämatologischen Krebsdiagnose und insbesondere im Rahmen der Stammzelltransplantation kaum palliativ-supportive Therapieangebote. In Köln haben wir sowohl langjährige klinische Erfahrung mit dieser Patientengruppe als auch entsprechende Forschungsschwerpunkte. Wir alle freuen uns sehr, dass wir dank der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung das Projekt nun starten können.“

Zwei weitere der geförderten Projekte untersuchen die chronische lymphatische Leukämie (CLL), die häufigste Blutkrebserkrankung bei Erwachsenen. In dem Projekt von Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek stehen das Immunsystem und Autoimmunphänomene im Mittelpunkt. Mithilfe moderner Zellanalysemethoden wird das Immunsystem von Patienten mit CLL tiefgehend charakterisiert. Hierbei untersucht Prof. Hallek, welche Veränderungen der Immunzellen zu Autoimmunphänomenen führen und wie diese durch den Einsatz zielgerichteter Therapien beeinflusst werden können.

In dem zweiten CLL-Projekt, das als Folgeprojekt von der Carreras-Stiftung unterstützt wird, arbeitet die Leiterin der Translationalen Krebsforschungsgruppe an der Uniklinik Köln, Dr. Tamina Seeger-Nukpezah, gemeinsam mit Dr. Phuong-Hien Nguyen daran, neue potentielle Therapiestrategien in der CLL zu finden. Sie untersuchen dabei ein Gerüstprotein, um Mechanismen der zellulären Signalweiterleitung zu untersuchen, welche bisher in der Krankheitsentstehung der CLL vernachlässigt wurden. Hierbei fällt ein besonderes Augenmerk auf das Einwandern von Leukämiezellen in Gewebenischen, wo sich diese weiter vermehren können. Hierbei ist es das Ziel, neue Ansatzpunkte für zielgerichtete Therapien zu identifizieren.

In dem dritten Projekt von Univ.-Prof. Dr. Christian Pallasch, dem Leiter des Labors für Mikromilieu und Therapie Maligner Lymphome, geht es um den Einsatz zielgerichteter Therapien bei B-Zelllymphomen. Er untersucht mit seinem Team vor allem die Bedeutung des Gewebes, das die Tumorzelle umgibt und insbesondere die Rolle der Makrophagen als professionelle Fresszellen.

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News Pressemitteilung Köln
news-1460 Fri, 28 Jan 2022 10:22:00 +0100 Neue Professur für Computational Cancer Biology /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1460&cHash=53d2152b9803b9dc4d39bade396fb49c Prof. Dr. Roland Schwarz nach Köln berufen Prof. Dr. rer. nat. Roland Schwarz folgt zum 1. Januar 2022 dem Ruf der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln auf eine neue W3-Professur zum Thema "Computational Cancer Biology". Prof. Schwarz besetzt damit eine von vier neuen Professuren, die am gemeinsamen "Cancer Research Center Cologne Essen – CCCE" des Westdeutschen Tumorzentrums (WTZ) am Universitätsklinikum Essen und des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln eingerichtet werden. Ermöglicht hat dies das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das das CCCE sowie den landesweiten Aufbau eines „Exzellenznetzwerks Krebsmedizin“ unterstützt, um die patientenorientierte Forschung im Bereich der personalisierten Krebstherapie voranzutreiben.

Prof. Schwarz ist ausgewiesener Experte für maschinelles Lernen, theoretische Informatik und klinische Onkologie. Er wird die Entwicklung von Algorithmen in der Onkologie ausbauen sowie an seine Zusammenarbeit in großen Datenanalyse-Konsortien anknüpfen. So hat er bereits als Principal Investigator in der TCGA/ICGC Pan-Cancer Analysis of Whole Genomes (PCAWG) statistische und Deep-Learning-Modelle entwickelt, die die Auswirkungen somatischer genetischer Variationen auf die Genregulation vorhersagen. Geplant ist auch eine enge Zusammenarbeit mit dem 2018 gegründeten Zentrum für Daten- und Simulationswissenschaften an der Uni Köln.

Univ.-Prof. Dr. Gereon R. Fink, Dekan der medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, über den Neuzugang aus Berlin: „Wir freuen uns sehr, dass Prof. Schwarz dem Ruf nach Köln gefolgt ist. Er forscht in einem sehr jungen Themenfeld und wir sind gespannt, zu welchen Erkenntnissen die intelligente Aufbereitung und Auswertung medizinischer Daten noch führen wird.“ Der Leiter des CIO sowie Sprecher des CCCE, Univ.-Prof. Dr. Michael Hallek, ergänzt: „Mit Prof. Schwarz konnten wir einen exzellenten Spezialisten aus einem hoch-innovativen Forschungsgebiet gewinnen, der zudem national und international gut vernetzt ist. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm“.

Roland Schwarz kommt vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, einer Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft, wo er seit 2016 als Juniorgruppenleiter sowie im Rahmen des Partnerstandortes des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) tätig war. Als Informatiker erforschte er dort mit seiner Arbeitsgruppe „Evolutionäre und Krebsgenomik“ die Themen maschinelles Lernen und statistische Algorithmen mit dem Ziel, das Verständnis der Ursachen und der funktionellen Konsequenzen von Unterschieden in Tumoren und der Krebsevolution besser zu verstehen.

„Zelluläre und molekulare Unterschiede innerhalb eines Tumors spielen bei vielen Krebserkrankungen eine entscheidende Rolle, insbesondere für Diagnostik und die Entwicklung von zielgerichteten Therapien“, so Prof. Schwarz. „Krebs wird von evolutionären Prozessen getrieben. Die Zellen verändern fortlaufend ihre genetische Zusammensetzung und kämpfen ums Überleben, auch untereinander. Jeder Tumor hat dabei seinen eigenen Stammbaum, mit Auswirkungen auf die Bildung von Metastasen oder seine individuelle Behandelbarkeit.“

Prof. Schwarz stellt sich der komplexen Aufgabe, Veränderungen in der Kopienzahl bestimmter Gene in hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung zu erfassen. Gemeinsam mit Teams aus Großbritannien hat Schwarz Algorithmen entwickelt, die diese Kopienzahlen höchst präzise rekonstruieren können: Das Software-Tool Refphase kann strukturelle Veränderungen im Erbgut (sogenannte SCNAs von Somatic copy number alterations) besonders genau identifizieren. Anschließend kann mithilfe des MEDICC2 Algorithmus die Evolutionsgeschichte des Krebses akkurat rekonstruiert werden. Mithilfe dieser Verfahren wiesen Dr. Schwarz und Kollegen 2020 die kontinuierliche strukturelle Evolution in verschiedenen Krebstypen nach. Für seine Arbeit zur Krebsgenomevolution wurde Prof. Schwarz bereits 2016 mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in der Krebsforschung ausgezeichnet.

Roland Schwarz ist gebürtige Klever, Jahrgang 1979. Er war von 2009 bis 2012 Postdoc am Cancer Research UK Cambridge Institute und von 2012 bis 2016 Marie-Curie-Stipendiat am EMBL - European Bioinformatics Institute in Hinxton. In dieser Zeit war er auch als Junior und später Senior Research Fellow des Wolfson College der Universität Cambridge tätig, bevor er 2016 als Nachwuchsgruppenleiter an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin nach Berlin wechselte. Er studierte bis 2003 Computerwissenschaft in Würzburg und schloss 2008 das Studium der Bioinformatik mit dem Dr. rer. nat. an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ab.

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News Köln
news-1459 Thu, 27 Jan 2022 13:22:53 +0100 EU-Förderung für Digitalisierungsprojekt /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1459&cHash=ad94ad1ad5ace362f1f200f193fbc911 Uniklinik Köln erstellt Bildgebungsdatenbank

Aktuell liegen die Daten aus der Bildgebung in Kliniken meist nur in unstrukturierten Befundberichten vor und sind deshalb einer vollumfänglichen klinischen und experimentellen Forschung nicht direkt zugänglich. Mit dem Aufbau einer onkologischen Bildgebungsdatenbank sollen nun erstmals Merkmale aus der Computer Tomographie (CT), Magnetresonanz Tomographie (MRT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET/CT) strukturiert und in digitaler Form verfügbar und durch digitale Vernetzung sowie Künstlicher Intelligenz (KI) für innovative Analysen auswertbar gemacht werden. Das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln erhält dafür eine EU-Förderung über 1,15 Millionen Euro.

Unter dem Projektnamen "radCIO Köln" - Radiologisches Centrum für Integrierte Onkologie der Uniklinik Köln - bauen die Radiologie und die Nuklearmedizin der Uniklinik Köln gemeinsam bis Ende des Jahres eine umfangreiche digitale Datenbank auf, über die Bildgebungsdaten später mit klinischen Informationen (Diagnose, Tumormarker, Therapie, Therapieansprechen etc.) von Krebspatienten, die im CIO Köln behandelt werden, verknüpft werden können.

Der Projektleiter Priv.-Doz. Dr. Thorsten Persigehl, leitender Oberarzt in der Radiologie der Uniklinik Köln, erhofft sich, dass die Datenbank und eine spätere Vernetzung mit anderen Kliniken im Verbund des CIO sowie des CCCE (Cancer Research Center Cologne Essen) letztlich auch zu einem tieferen Verständnis der molekularen Tumorbiologie und -Heterogenität sowie zur Steigerung des Gesamtüberlebens von Krebspatienten führen wird: „Die Digitalisierung in der Medizin ist eine aktuelle Herausforderung auch in der onkologischen Bildgebung. Aber diese umfangreichen Daten kombiniert mit modernsten Techniken der künstlichen Intelligenz werden bestimmt zu Therapieverbesserung unserer Krebspatienten im CIO sowie darüber hinaus beitragen.“

Das Projekt "radCIO Köln“ wird in Nordrhein-Westfalen (#efrenrw) als Teil der Reaktion der Europäischen Union (REACT-EU) auf die COVID-19-Pandemie gefördert (#reacteu). Ein Ziel des Programms ist die Förderung der Digitalisierung in der klinischen Medizin- und Gesundheitsforschung.

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Pressemitteilung Forschung Nuklearmedizin Köln
news-1450 Wed, 19 Jan 2022 10:14:45 +0100 Ziel: Immunzellen schlauer als der Krebs /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1450&cHash=bb69d4895c2d666853a520ea1beef1f4 Die Deutsche Krebshilfe fördert ein Projekt von Prof. Dr. Michael Hölzel von der Uni Bonn mit 1,5 Millionen Euro Krebszellen können sich ständig verändern und sich auf diese Weise dem Immunsystem entziehen. Prof. Dr. Michael Hölzel vom Institut für Experimentelle Onkologie der Universität Bonn entwickelt eine Immuntherapie gegen schwarzen Hautkrebs weiter: Er will die Tumorzellen, die sich gerade unsichtbar machen wollen, mit „schlauen“ Immunzellen in die Zange nehmen. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Vorhaben im Rahmen ihres neuen „Exzellenzförderprogramms für etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“ in den kommenden fünf Jahren mit 1,5 Millionen Euro.

Das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist ein bösartiger Hautkrebs, der von den pigmentbildenden Melanozyten in der Haut ausgeht. “Melanozyten sind für uns sehr wichtig, um unsere Haut und unseren Körper vor schädlichen Auswirkungen der UV-Strahlung zu schützen”, sagt Prof. Dr. Michael Hölzel, Direktor des Instituts für Experimentelle Onkologie am Universitätsklinikum Bonn. “Eine Eigenschaft des Melanoms ist, dass es früh dazu neigt, im Körper an verschiedenen Stellen Metastasen zu machen.”

Das Immunsystem nutzt eine Art Fahndungsfoto

T-Zellen sind Teil des Immunsystems und eine Art Gesundheitspolizei im Körper. Sie erkennen die bösartigen schwarzen Hautkrebszellen (Melanomzellen) an besonderen Merkmalen auf ihrer Oberfläche – ähnlich dem Fahndungsfoto eines Einbrechers. Um im Bild zu bleiben: Melanomzellen sind leider schlau und können ständig ihr Äußeres verändern. Sie passen sich der Fahndung der Polizei an und fallen dadurch durchs Raster. “Seit vielen Jahren untersuchen wir zusammen mit anderen Forscherteams, welche Einflüsse das Erscheinungsbild von Melanomzellen verändern – hierzu zählen zum Beispiel Entzündungssignale im Tumorgewebe”, sagt Hölzel. T-Zellen können indirekt auch Mutationen im Erbgut der Melanomzellen erkennen. Diese besonderen Merkmale werden Neoantigene genannt. Jedoch ist wenig darüber bekannt, wie sich Melanomzellen gegen diesen Neoantigen-Scan tarnen.

Der Wissenschaftler möchte in dem von der Deutschen Krebshilfe geförderten Projekt untersuchen, wie sich die T-Zellen als Gesundheitspolizei gezielt auf diese Tricks der bösartigen schwarzen Hautkrebszellen vorbereiten lassen. “Diese immunologische Zange sorgt dafür, dass die Melanomzellen im Idealfall daraus nicht mehr entkommen können”, erklärt Hölzel. Wenn dies gelingt, dann ließen sich aus diesem Prinzip neue Therapieverfahren ableiten, von denen eine bessere Wirksamkeit zu erwarten ist.

Außerdem soll die grundlegende Frage untersucht werden, warum spontan so verschiedene Melanomzellen entstehen, die sich in ihren Oberflächenmerkmalen unterscheiden. “Im Projekt gehen wir der Frage nach, ob dabei auch der Zufall eine Rolle spielt – als würde der Würfel darüber entscheiden, welche Eigenschaften eine Melanomzelle hat”, sagt der Wissenschaftler. Wenn dies der Fall ist: Wie funktioniert so ein molekulares Würfeln? Wie könnte man neue Therapien wie Tumorvakzine weniger anfällig gegen die Macht des Zufalls machen?

In den vergangenen Jahren gab es Fortschritte bei dem Versuch, das Immunsystem gegenüber Tumorzellen des schwarzen Hautkrebses “scharf” zu machen. “Aber nur ein Teil der Patienten profitiert davon, und die Erkrankung kommt häufig wieder”, sagt Hölzel. “Damit besteht ein großer Bedarf an besseren Therapien, die quasi schlauer sind als der Tumor.”

Michael Hölzel ist Mitglied im Exzellenzcluster “ImmunoSensation2” sowie in den Transdisziplinären Forschungsbereichen “Mathematik, Modellierung und Simulation komplexer Systeme” sowie “Leben und Gesundheit” der Universität Bonn.

Hohes Risiko – hoher Gewinn

Im Rahmen ihres neuen „Exzellenzförderprogramms für etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler“ fördert die Deutsche Krebshilfe insgesamt sechs besonders innovative, aber auch „gewagte“ Projekte (‚High Risk – High Gain‘). „Wir möchten den Forschenden damit den nötigen finanziellen und zeitlichen Freiraum geben, um richtungsweisende Ideen zur Prävention, Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen umzusetzen und konzeptionell neue Wege zu gehen“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Wir sehen darin die Chance auf einen wesentlichen Erkenntnisgewinn und das Potenzial, die Krebsmedizin entscheidend voranzubringen.“ Für das Programm hat die Deutsche Krebshilfe insgesamt rund 8,7 Millionen Euro für fünf Jahre bereitgestellt.

 

Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. Michael Hölzel
Direktor des Instituts für Experimentelle Onkologie
Universitätsklinikum Bonn
Tel. +49-228-28712170
E-Mail: Michael.Hoelzel(at)ukbonn.de

Bild oben: Gewebeprobe eines Melanoms in starker Vergrößerung:
Unterschiedlich angefärbt sind dabei Erkennungsmerkmale von Melanomzellen. Das bunte Erscheinungsbild verdeutlicht die Wandlungsfähigkeit der Melanomzellen.

Bildnachweis: Roberta Turiello

 


Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 400.000 Patient*innen betreut, es sind 8.300 Mitarbeiter*innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,3 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr rund 600 junge Menschen in anderen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen UKs einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller UKs in NRW.

CIO Bonn des Universitätsklinikums Bonn: Das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO Bonn) ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und des Johanniter-Krankenhauses Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute des UKB zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund „Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf“ die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

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Bonn
news-1473 Mon, 17 Jan 2022 13:44:00 +0100 Neue Direktorin des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1473&cHash=9ff5f4afbe4450adebcce968992d7936 Frau Prof. Ulrike Dinger-Ehrenthal berufen Am 17. Januar 2022 ernannte die Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Anja Steinbeck, Frau Priv. Doz. Dr. rer. nat. Ulrike Dinger-Ehrenthal mit Wirkung vom 1. Februar 2022 zur Universitätsprofessorin (W3) für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Mit der Ernennung verbunden sind die Positionen der Ärztlichen Direktorin des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Düsseldorf sowie als Chefärztin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am LVR Klinikum Düsseldorf, Kliniken der Heinrich-Heine-Universität.

Prof. Dr. Dinger-Ehrenthal wechselt von der Allgemeinen Inneren Medizin und Psychosomatik am Universitätsklinikum Heidelberg, wo sie seit August 2020 Geschäftsführende Oberärztin und seit November 2017 Oberärztin war, nach Düsseldorf. Sie ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.  Prof. Dinger-Ehrenthal studierte Psychologie (Dipl.) und Humanmedizin an den Universitäten Göttingen und Heidelberg (Klinischer Abschnitt Humanmedizin). 2008 wurde sie als Dr. rer. nat in Psychologie an der Universität Göttingen (“summa cum laude”) promoviert. Ein Forschungsaufenthalt führte sie für ein Jahr 2012 / 2013 als postdoc research fellow an die Adelphi University, New York, USA. Sie habilitierte sich 2020 in Psychosomatischer Medizin und Psychotherapie an der Universität Heidelberg.

Prof. Dinger-Ehrenthal ist mehrfach ausgezeichnet. Sie erhielt 2020 den Scientific Paper Award der American Psychoanalytic Association, 2018 den „Adolf-Ernst Meyer Preis für Therapieforschung“ des DKPM (Deutsches Kollegium Psychosomatische Medizin), das „Olympia Morata Habilitationsstipendium für Frauen“ der Medizinischen Fakultät Heidelberg, 2015 die “Hamburg Fellowship for Personality Disorders” und den “Outstanding Early Career Achievement Award”der Society for Psychotherapy Research (SPR). 2009 wurde sie für das Nachwuchsprogramm Klinische Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgewählt und erhielt ebenfalls 2009 den Preis „Psychotherapie in der Medizin“ der Gerhardt Nissen Stiftung. Von 2008 bis 2010 wurde sie durch das „Carus Stipendium“ für das Qualifizierungsprogramm Klinische Forschung des Deutschen Kollegiums Psychosomatische Medizin (DKPM) gefördert.

 

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News Pressemitteilung Psychoonkologie Düsseldorf
news-1441 Wed, 05 Jan 2022 12:31:49 +0100 Spezialbrillen für guten Zweck statt Präsente /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1441&cHash=8048842ec166f9c7e55d67cbc9011d4b Weihnachtsspende 2020 für Leukämie-Patienten Fast 5.000 Euro sind durch die Weihnachtsspenden der Geschäftspartner der medfacilities Bau im Jahr 2020 zusammengekommen. Durch den Betrag wurde nun der Kauf von 35 speziellen Brillengestellen für Patientinnen und Patienten ermöglicht, die sich an der Uniklinik Köln einer Stammzelltransplantation unterziehen. Prof. Dr. Philipp Steven, Oberarzt im Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln, und Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Scheid, Oberarzt in der Klinik I für Innere Medizin, haben den neuen Behandlungsansatz gemeinsam entwickelt.

Ihr Ziel: Die Augen der Patienten vor Luftzug und Trockenheit zu schützen, sodass auf eine vorbeugende Medikamentengabe verzichtet werden kann. „Die Brillen verfügen durch seitliche Silikonschilde über einen Verdunstungsschutz, man kann auf die Sehschärfe des Patienten abgestimmte Gläser einsetzen und sie sehen auch noch chic aus. Das sorgt für eine hohe Akzeptanz“, erläutert Prof. Steven die Vorteile der Spezialbrillen. Er und Prof. Scheid hoffen, dass sich die Spezialbrillen als neuer Behandlungsstandard durchsetzen werden.

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Onkologisches Zentrum Akute Leukämien und MDS Chronisch lymphatische Leukämie Lymphom Multiples Myelom Köln
news-1436 Wed, 08 Dec 2021 12:07:14 +0100 Universitätsklinikum Bonn setzt in der Radiologie hochmodernen quantenzählenden CT-Scanner ein /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1436&cHash=fe2f8bb2fe8cf1ab32a2a2626a1426ba Bessere Patientenversorgung durch deutlich niedrigere Strahlendosis und höhere Auflösung Das Universitätsklinikum Bonn (UKB) setzt für die fächerübergreifende Diagnostik von Patientinnen und Patienten den weltweit ersten Computertomograph-Scanner mit Photonenzählung ein. Das UKB gehört damit zu einem der wenigen Zentren in Deutschland, in denen das Gerät bereits zur Verfügung steht. Der CT-Scanner wurde erst kürzlich in den USA und Europa für den klinischen Einsatz zugelassen. Die damit gewonnenen klinischen Bilder ermöglichen eine noch präzisere Diagnose, Behandlung und Nachsorge als jede CT-Technologie zuvor – nicht nur bei Tumoren, sondern auch bei Erkrankungen des Herzens oder auch der Lunge.

„Mit dem Einsatz des quantenzählenden CT-Scanners Naeotom Alpha machen wir einen großen Schritt in Richtung einer besseren Patientenversorgung in zahlreichen klinischen Bereichen, da wir Informationen aus dem Bild gewinnen können, die wir mit bisherigen Geräten nicht sehen konnten“, sagt Prof. Ulrike Attenberger, Direktorin der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Bonn (UKB). „Neben einer drastischen Verbesserung der Auflösung, liegt ein wichtiger Vorteil in der bis zu 45 Prozent niedrigeren Strahlendosis für die Patientinnen und Patienten.“

Das Gerät bietet in der Vorsorge, Diagnostik und Behandlung bedeutende Vorteile: „In der Onkologie können wir genauer und früher sehen, mit welchen Tumoren wir es zu tun haben. Wir können sie dadurch gezielter und auch wirksamer behandeln und die gewonnenen Informationen in der Forschung für eine weitere Verbesserung der Patientenversorgung einsetzen“, sagt PD Dr. Daniel Kütting, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am UKB, für den die neue Technik der „Beginn einer Revolution in der CT-Scanner-Technologie“ ist.

Scanner wurde für den Deutschen Zukunftspreis nominiert

Die neue Technik hilft vor allem dort, wo Feinstrukturen zu beurteilen sind. So können Gefäßerkrankungen früher und besser diagnostiziert werden. Bei der Herzbildgebung geht es zum Beispiel darum, das Herz in Bewegung zu erfassen, was eine sehr hohe Geschwindigkeit erfordert. Vorteile sehen die Mediziner auch in der CT-Diagnostik von Kindern, wo eine hohe Auflösung bei möglichst niedriger Dosis essentiell ist. Zudem ist auch die Verlaufskontrolle bei COVID-19 oder anderen Lungenerkrankungen strahlenschonender und präziser möglich.

Die Entwickler des quantenzählenden CTs wurden für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Herzstück der Innovation ist der neue quantenzählende Detektor, dessen Detektionsschicht aus einem Cadmiumtellurid-Einkristall (CdTe) besteht und klare Vorteile gegenüber herkömmlichen CT-Detektoren bietet.

Die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie ist eine der größten europäischen Kliniken für Diagnostik und bildgestützte, minimal-invasive Therapie. Sie bietet ein umfassendes Spektrum radiologischer Leistungen, sowohl für die bildgebende Diagnostik von Erkrankungen, als auch für die minimal-invasive Therapie. Klinikdirektorin Attenberger ist u. a. seit August 2020 für das Fachgebiet Radiologie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer, wo sie den Beirat mit ihrer Expertise im Fachgebiet Radiologie mit dem Schwerpunkt der Tumordiagnostik bereichert.

 

Bild rechts: (v.l.) PD Dr. Daniel Kütting, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Bonn (UKB), Prof. Ulrike Attenberger, Direktorin der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am UKB

Pressekontakt:
Elke Pfeifer
Pressesprecherin / Leitung Stabsstelle Kommunikation und Medien am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Tel.: 0228 287-13457
E-Mail: elke.pfeifer(at)ukbonn.de

 


Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 400.000 Patient:innen betreut, es sind 8.300 Mitarbeiter:innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,3 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr rund 600 junge Menschen in anderen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

CIO Bonn des Universitätsklinikums Bonn: Das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO Bonn) ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und des Johanniter-Krankenhauses Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute des UKB zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund „Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf“ die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

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News Pressemitteilung Bonn
news-1435 Wed, 08 Dec 2021 08:40:10 +0100 Ein Brustkrebsmedikament mit überraschend breiter Wirkung /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1435&cHash=7e34ef530264f21bcd58fba4be0a9714 Neue Wirkung von Abemaciclib entdeckt Das Institut für Strukturbiologie am Universitätsklinikum Bonn (UKB) hat herausgefunden, dass ein Medikament, das zur Brustkrebsbehandlung eigesetzt wird, auch weitere Enzyme hemmt. Diese Erkenntnis könnte einen großen Schritt in der Behandlung von weiteren Tumorarten und Erkrankungen wie Alzheimer oder Diabetes Typ II bedeuten.

Der Wirkstoff Abemaciclib wird zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs eingesetzt. Das Medikament ist als direkter Inhibitor, also Hemmstoff, der Kinasen (Enzyme) Cdk4 und Cdk6 beschrieben. Beide Kinasen beeinflussen die Zellteilung, die in vielen Krebsarten fehlgesteuert ist und zu starkem Zell- und Tumorwachstum führt. Die Inhibition, d.h. die Unterdrückung, von Cdk4 und Cdk6 durch Abemaciclib kann die unkontrollierte Zellteilung reduzieren und vermindert damit die Gewebewucherungen bei Brustkrebserkrankungen.

Prof. Matthias Geyer, Direktor des Instituts für Strukturbiologie am Universitätsklinikum Bonn (UKB), und sein Team zeigen nun in einer neuen Publikation, dass Abemaciclib auch als wirksamer Hemmstoff auf weitere Kinasen im Menschen wirkt. In Zusammenarbeit mit Prof. Nathanael Gray vom Dana-Farber Cancer Institut der Harvard Medical School, Boston, fanden die Wissenschaftler heraus, dass sogenannte HIP- und DYRK-Kinasen ebenfalls durch Abemaciclib gehemmt werden können. Der Inhibitor Abemaciclib entfaltet damit eine deutlich breitere Wirkung als zunächst gedacht. Dies könnte zum therapeutischen Erfolg des eingesetzten Medikaments beitragen.

Prof. Geyer und seiner Forschungsgruppe der Universität Bonn gelang es nachzuweisen, dass die Interaktion des Wirkstoffs mit den beiden Kinasen dabei auf eine ähnliche Weise erfolgt, wie sie zuvor für die Enzyme Cdk4 und Cdk6 beobachtet wurde. „Die Enzyme, die als HIPKs und DYRK1A bezeichnet werden, sind eng verwandte Kinasen und beide interagieren mit Abemaciclib so intensiv wie Cdk4/Cdk6“ sagt Prof. Geyer. Wie Cdk4 und Cdk6 sind die HIP Kinasen an der Entstehung verschiedener Krebsarten beteiligt. Aber auch anderer Krankheiten wie Diabetes Typ II, chronische Fibrose, Alzheimer und Chorea Huntington werden mit HIPKs in Verbindung gebracht. „Diese Ergebnisse eröffnen uns ganz neue Möglichkeiten in der Erforschung von Medikamenten gegen verschiedenste Erkrankungen“, fügt Ines Kaltheuner, Doktorandin am Institut für Strukturbiologie, hinzu.

 

Detaillierte Informationen zur Publikation gibt es unter:
https://www.nature.com/articles/s41467-021-26935-z

Drittmittelförderung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (GE 976/9-2 und EXC2151–390873048)
Deutsche Krebshilfe (70114008)

Bild rechts: Doktorandin Ines Kaltheuner und Prof. Matthias Geyer, Direktor des Instituts für Strukturbiologie am UKB, vor einer Abbildung des Wirkstoffs Abemaciclib in der HIP-Kinase.

Pressekontakt:
Viola Röser
Stellv. Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Tel.: 0228 287-10469
E-Mail: viola.roeser(at)ukbonn.de / ukb-medien(at)ukbonn.de

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Zum Universitätsklinikum Bonn: Im UKB werden pro Jahr über 400.000 Patient:innen betreut, es sind 8.300 Mitarbeiter:innen beschäftigt und die Bilanzsumme beträgt 1,3 Mrd. Euro. Neben den über 3.300 Medizin- und Zahnmedizin-Studierenden werden pro Jahr rund 600 junge Menschen in anderen Gesundheitsberufen ausgebildet. Das UKB steht im Wissenschafts-Ranking auf Platz 1 unter den Universitätsklinika (UK) in NRW, weist den vierthöchsten Case Mix Index (Fallschweregrad) in Deutschland auf und hatte 2020 als einziges der 35 deutschen Universitätsklinika einen Leistungszuwachs und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätsklinika in NRW.

CIO Bonn des Universitätsklinikums Bonn: Das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO Bonn) ist das interdisziplinäre Krebszentrum des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und des Johanniter-Krankenhauses Bonn. Unter seinem Dach arbeiten alle Kliniken und Institute des UKB zusammen, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung aller bösartigen Erkrankungen befassen. Das CIO Bonn gehört zum bundesweiten Netzwerk ausgewählter Onkologischer Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe. Gemeinsam gestaltet dieser Verbund „Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf“ die Krebsmedizin für rund 11 Millionen Menschen.

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News Brustzentrum Pressemitteilung Forschung Brustkrebs Bonn
news-1440 Wed, 01 Dec 2021 12:25:00 +0100 32,5 Millionen Euro für Medizin-Start-up /news-artikel?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1440&cHash=a4e0ea1cf36806d9d787ffa96b91291b „Abalos Therapeutics“ entwickelt Immuntherapie weiter 01.12.2021 Das in Essen gegründete Start-up „Abalos Therapeutics“ sichert sich von Investor* innen 32,5 Millionen Euro zur Weiterentwicklung einer vielversprechenden Immuntherapie, mit deren Hilfe Krebszellen effektiver bekämpft werden sollen. Damit erhöht das  Unternehmen  seine  Serie-A- Finanzierungsrunde auf 43 Millionen Euro. Abalos‘ innovativer Therapieansatz wurde von Forschenden der Medizinischen Fakultäten der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der HHU Düsseldorf mitentwickelt.

Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Karl Lang, Direktor des Instituts für Immunologie am Universitätsklinikum Essen, und seinen Bruder Prof. Dr. Philipp Lang, Direktor des Instituts für Molekulare Medizin II an der HHU, hat die Idee vorangetrieben: Man müsste ein Virus im Labor so mutieren lassen, dass es in der Lage ist, in eine Krebszelle einzudringen. Das menschliche Immunsystem wird es als Feind identifizieren und die dadurch ausgelöste Immunreaktion sich gegen den Krebs richten und ihn bekämpfen. Doch bis solch eine Therapie-Idee nicht nur theoretisch Krebspatient* innen helfen kann, wird in der Praxis vor allem Geld für die Weiterentwicklung des Forschungsansatzes benötigt.

Zu der Investorengruppe des inzwischen gegründeten Medizin-Start-up Abalos Therapeutics zählen Seventure Partners und der Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF), aber auch ortsnahe Institutionen, beispielsweise der Gründerfonds Ruhr, die NRW.BANK und der High-Tech Gründerfonds (HTGF). „Die Finanzierung unterstreicht das Potenzial des differenzierten Immun-Virotherapie-Ansatzes, eine maximale Immunantwort zu erzeugen, die sich gezielt gegen den Krebs und seine Metastasen richtet“, betont Dr. Marcus Kostka, CEO von Abalos Therapeutics.

Autor/in: Martin Rolshoven

Martin Rolshoven, Medizinische Fakultät der UDE, Tel. 0201/723-6274, martin.rolshoven@uk-essen.de

Fachliche Ansprechpartner:
Dr. Marcus Kostka, Geschäftsführer, Abalos Therapeutics, Tel. 0201/540104-01, kostka@abalos-tx.com

Prof. Dr. Karl Lang, Direktor des Instituts für Immunologie am UK Essen, Tel. 0201/723-4273, karlsebastian.lang@uk-essen.de

Prof. Dr. Philipp Lang, Direktor des Instituts für Molekulare Medizin II am UK Düsseldorf, Tel. 0211/81-13580, langp@uni-duesseldorf.de

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Pressemitteilung Düsseldorf