Letzte Aktualisierung: 01.10.2019

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Diagnose und Therapie

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Europa. In Deutschland erkranken fast 17.000 Menschen jedes Jahr. Das mittlere Erkrankungsalter liegt zwischen 70 und 75 Jahren. Da es keine Frühsymptome gibt, die auf diese Krebserkrankung hinweisen, wird sie oft erst sehr spät erkannt. Dies hat auch einen negativen Einfluss auf die Heilungschancen.

Pankreaskarzinomzentren im CIO

Nähere Informationen zu den Pankreaskarzinomzentren an den CIO Standorten (inkl. Sprechstunden und Kontakte) finden Sie auf den lokalen Webseiten:

Aachen Bonn Köln Düsseldorf

Bei folgenden Symptomen sollten Sie daher nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen:

  • scheinbar grundlose Gewichtsabnahme
  • "gürtelformige" Oberbauchschmerzen und
  • Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht, "Ikterus")

Mögliche Risikofaktoren für eine Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse sind:

  • Vorerkrankung Diabetes mellitus
  • chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Übergewicht
  • starker Alkoholkonsum
  • starkes Rauchen

Im ersten Schritt der Behandlung geht es darum, sicher festzustellen, ob es sich wirklich um Krebs der Bauchspeicheldrüse handelt. Die Experten in den Pankreaskarzinomzentren im CIO sind auf die Diagnose und Behandlung von Patienten mit Beschwerden dieses Organs spezialisiert.

Behandlung im CIO

Im ersten Gespräch mit den behandelnden Ärzten wird zunächst überprüft, ob alle wichtigen Informationen und Befunde vorliegen und – falls nicht – werden zunächst entsprechende Untersuchungen veranlasst. Üblicherweise erfolgt die Diagnosesicherung mittels spezieller Laboruntersuchungen, bildgebender Verfahren oder endoskopische Untersuchungen.

Sobald alle Befunde vorliegen, entscheiden Experten aus Onkologie/Hämatologie, Pathologie, (Viszeral-) Chirurgie, Gastroenterologie, Nuklearmedizin sowie Strahlentherapie und Radiologie in den regelmäßig stattfindenden Tumorboards gemeinsam, um welchen Krebs es sich genau handelt und wie weit er fortgeschritten ist. Auf dieser Basis erarbeiten sie dann eine individuelle Therapieempfehlung für jeden Patienten. Die Voraussetzung dafür ist eine gute Diagnostik und viel Erfahrung bei der Interpretation der Ergebnisse.

Standard Operating Procedures: Eigene Leitlinien sichern die Qualität der Behandlung

In den Therapieentscheidungen orientieren sich die CIO-Experten an den so genannten S3-Leitlinien der jeweiligen Fachgesellschaften. Darüber hinaus gibt es im CIO zu fast allen Krebserkrankungen in den interdisziplinären onkologischen Projektgruppen (IOPs) eigene Behandlungsleitlinien (SOPs). Die IOP Bauchspeicheldrüsenkrebs arbeitet an der Verbesserung der Maßnahmen zur Diagnose und Therapie dieser Erkrankung. 

Zertifizierte Qualität

Die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs erfolgt im CIO in den Pankreaskarzinomzentren. Diese gehören zu den Viszeralonkologischen Zentren und sind von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. In den Zentren arbeiten alle Fachdisziplinen eng zusammen. So wird gewährleistet, dass jeder Patient eine sichere Diagnose und eine individuell auf ihn abgestimmte Therapie erhält. In den Viszeralonkologischen Zentren werden neben Bauchspeicheldrüsenkrebs Krebserkrankungen des Darms, des Magens, der Leber und der Speiseröhre behandelt.

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Anzahl der aktuell aktiven Studien im CIO:
14

Wenn der Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht ausgeschlossen werden kann, wird im Regelfall umgehend operiert, um das Fortschreiten der Krankheit oder eine Metastasenbildung zu verhindern. Dabei kann es sein, dass die Bauchspeicheldrüsen teilweise oder komplett entfernt werden muss. Normalerweise ist es außerdem notwendig, den Patienten im Anschluss an die Operation mit einer Chemotherapie zu behandeln. 

Unsere Ziele bei der Behandlung von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs:

  • Eine optimale, interdisziplinär mit unseren Partnern im CIO und unseren Zuweisern abgestimmte Behandlung unserer Patienten auf der Basis der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse
  • Eine umfassende menschliche Betreuung unserer schwerkranken Patienten in enger Abstimmung mit dem Zentrum für Palliativmedizin
  • Die Verbesserung der Prognose von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs durch die Entwicklung innovativer Therapieansätze und die Evaluation dieser in klinischen Studien

Supportive Maßnahmen

Allen schwer erkrankten Patienten und ihren Angehörigen ermöglichen wir grundsätzlich die Mitbetreuung durch die Palliativmedizin. Diese kann parallel zur therapeutischen Behandlung stattfinden. Unsere Erfahrungen mit diesem Modell der frühen palliativen Intervention sind durchweg positiv. Unser ganzheitlicher Behandlungsansatz spiegelt sich auch in dem umfangreichen Behandlungsangebot aus dem Bereich der Psychoonkologie wider.

Darüber hinaus stellen wir folgende Angebote bereit:

Termine Bauchspeicheldrüsenkrebs und mehr

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