Letzte Aktualisierung: 10.04.2019

CIO Kinderonkologie
CIO Kinderonkologie

Krebs bei Kindern

In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 2.000 Kinder und Jugendliche im Alter bis 18 Jahre an Krebs. Die Leukämien stellen dabei mit etwa einem Drittel der Fälle die größte Gruppe. Das bedeutet, dass jährlich etwa 700 Kinder und Jugendliche in Deutschland an einer Leukämie erkranken. Die zweithäufigste Diagnose sind die Lymphome, gefolgt von Tumoren des zentralen Nervensystems (Hirntumoren) und des peripheren Nervensystems (Neuroblastom).
Quelle: Deutsches Kinderkrebsregister, Mainz

Die Kinderonkologien im CIO erfüllen alle Voraussetzungen der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über Maßnahmen zur Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit hämato-onkologischen Krankheiten.

Leitlinien sichern die Qualität der Behandlung der kleinen Patienten im CIO

In den kinderonkologischen und -hämatologischen Stationen und Ambulanzen der Kinderkliniken an den vier CIO-Standorten werden Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre mit Blut- und Krebserkrankungen diagnostiziert nach den Therapieprotokollen der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) sowie standardisierter Behandlungskonzepte der internationalen Fachgesellschaften. Dabei werden die Patienten häufig wechselnd stationär, teilstationär und ambulant behandelt. 

Dank der modernen medizinischen Möglichkeiten können heute drei von vier Patienten unter 18 Jahren langfristig geheilt werden. 

Schwerpunkte in Behandlung und Forschung

  • Behandlung und Erforschung der Keimzelltumore. Das Behandlungsprotokoll für die Keimzelltumoren des Kopfes ist eingebettet in das deutsche Hirntumor-Netzwerk für Kinder.
  • allogene Blutstammzelltransplantation zur Behandlung von Patienten mit therapierefraktären oder rezidivierten Leukämien und anderen Systemerkrankungen.
  • Forschungsaktivitäten zu den Langzeitfolgen von Krebserkrankungen im Kindesalter und ihrer Therapie sowie ihre Auswirkung auf die Lebensqualität.
  • Behandlung und Erforschung des Neuroblastoms, der häufigste extrakranielle solide Tumor bei Kindern (klinische Forschung, experimentelle Forschung, Referenzlabor für molekulare und Immunmarker)
  • Behandlung und Erforschung des Nasopharynxkarzinoms bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Behandlung von Hirntumoren
  • Prüfung neuer Medikamente für Kinder und Jugendliche mit malignen Tumoren.

Unsere Ziele bei der Behandlung von Kindern mit einer Krebserkrankung:

  • Eine optimale, interdisziplinär mit unseren Partnern im CIO und unseren Zuweisern abgestimmte Behandlung unserer Patienten auf der Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse
  • Eine umfassende menschliche Betreuung unserer schwerkranken Patienten und ihrer Familien in enger Abstimmung mit dem Zentrum für Palliativmedizin
  • Die Verbesserung der Prognose der Patienten durch die Entwicklung personalisierter Therapieansätze und die Evaluation dieser in klinischen Studien

Zertifizierte Qualität

Die Kinderonkologischen Zentren im CIO sind zertifiziert von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) bzw. in Vorbereitung auf der Zertifizierungsprozess. Sie bieten ihren Patienten eine interdisziplinäre Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dank der engen Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen wird für die Patienten eine sichere Diagnose und eine individuell auf sie abgestimmte Therapie gewährleistet.

Supportive Angebote für die Kinder und ihre Familien

Die Krebserkrankung eines Kindes betrifft alle Familienmitglieder. Das familiäre und soziale Leben wird durch die oft lang andauernde Behandlung meistens gravierend verändert. Um den Kindern und Jugendlichen sowie den Eltern und Geschwistern in dieser Zeit Hilfestellungen zu geben, sind in den Kinderonkologien im CIO auch psychosoziale Dienste und ein pädiatrisches Palliativteam ein wichtiger Bestandteil des medizinischen Behandlungsteams.


Kinderonkologie im CIO

Nähere Informationen zur Behandlung von Krebs bei Kindern im CIO (inkl. Sprechstunden und Kontakte) finden Sie auf den lokalen Webseiten der Standorte: