Letzte Aktualisierung: 09.10.2018

IOP Speicheldrüsenkrebs / Nasenhaupthöhle

Die IOP Speicheldrüsenkrebs bildet eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe zur Koordination der Diagnostik und Therapie sowie der Nachsorge von Patienten mit einem Speicheldrüsenmalignom. Ziel der Arbeitsgruppe ist die fächerübergreifende Therapieoptimierung für Patienten mit bösartigen Erkrankungen der großen und kleinen Kopfspeicheldrüsen. Hierzu erfolgte die Erarbeitung standardisierter Behandlungspfade für das vielfältige Spektrum an Karzinomerkrankungen dieser Organgruppe in Form einer CIO-adaptierten Leitlinie - die SOP Parotiskarzinom. SOPs sind Standard Operating Procedures, die sich eng an die interdisziplinären Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft anlehnen, und eine Orientierungshilfe bei der schnellen und umfassenden Abklärung und Behandlung von Patienten darstellen. 

Schwerpunkte der klinischen Tätigkeit liegen in der Tumorchirurgie und der postoperativen sowie definitiven Strahlentherapie. Die beiden universitären Standorte Köln und Bonn sind seit vielen Jahren europaweite Schwerpunktzentren für Erkrankungen der Kopfspeicheldrüsen.

Beteiligte Einrichtungen an den CIO-Standorten:

  • Kliniken für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde / Chirurgie (Primärdiagnostik, chirurgische Resektion einschließlich ggf. erforderlicher Rekonstruktion und Chirurgie der regionären Lymphabflusswege, Nachsorge)
  • Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichts-Chirurgie (Zahnsanierung, interdisziplinäre operative Therapie bei Befall der Kieferknochen)
  • Klinik für Neurochirurgie
  • Kliniken für Innere Medizin (Onkologie / Chemotherapie mit adjuvanter, primärer und palliativer Zielsetzung)
  • Radiologische Kliniken, Abteilung Strahlentherapie (Radiatio mit adjuvanter und palliativer Zielsetzung), sowie Abteilung Diagnostische Radiologie (gesamtes Spektrum der radiologischen Bildgebung)
  • Institute für Pathologie (Schnellschnittuntersuchung, Histologie)
  • externe Partner, z. B. Heidelberger Ionenstrahl Therapiezentrum (HIT)

Aktivitäten der IOP:

  • eine interdisziplinär eng verzahnte Patientenversorgung in Zusammenarbeit mit den Instituten für Pathologie und den Kliniken für Strahlentherapie im Bereich Forschung und Therapie
  • gemeinsame Tumorsprechstunden mit den Radioonkologen - komplexe Fälle werden im interdisziplinären Tumorboard besprochen
  • Evaluation etablierter und innovativer diagnostischer und therapeutischer Vorgehensweisen (u. a. elektive Neck dissection, palliative Therapiekonzepte) in retro- und prospektiven Studien
  • Aktualsierung der SOP Parotiskarzinom  - regelmäßig bzw. bei neuen Forschungserkenntnissen
  • Durchführung Klinischer Studien zur Diagnostik, Behandlung, Nachsorge und Kostenanalyse

Bonn

Dr. Tobias van Bremen

Oberarzt
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Bonn

Dr. Frederick Far
Prof. Dr. Dr. hc. Friedrich Bootz

Köln

Univ.-Prof. Dr. Jens Klußmann
PD Dr. Maria Grosheva

Düsseldorf

PD Dr. Kathrin Scheckenbach

Oberärztin
Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Düsseldorf

Dr. Christian Plettenberg

Oberarzt
Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Düsseldorf

Dr. Dr. Christoph Sproll

Geschäftsführender Oberarzt
Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie
Universitätsklinikum Düsseldorf

Dr. rer. nat. Constanze Wiek

Forschungsgruppenleiterin
Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Düsseldorf