Chip erhöht Genauigkeit von Brustoperationen

Neuer Markierungschip erstmals im OP-Einsatz

Dr. Wolfram Malter, Foto: Uniklinik Köln

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland – eine Operation oft Teil der umfassenden Therapie. Bei nicht-tastbaren herdförmigen Brustkrebstumoren ist die präzise Markierung der Areale vor der Operation ein wichtiger Bestandteil für das Gelingen des Eingriffs. Im Brustzentrum der Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Uniklinik Köln ist nach langer Vorbereitung dafür erstmals in Deutschland ein neuartiger Markierungschip verwendet worden, der bereits bei der Biopsie in die betroffene Brust eingesetzt wird.

„Bislang wurde kurz vor der Operation ein aufwändiges mammographie-gestütztes Verfahren mit einer Drahtmarkierung durchgeführt. Das bleibt der Patientin mit dem Chip nun erspart“, erklärt Dr. Wolfram Malter, Leiter des Brustzentrums. „Der neue Chip zeigt seine Position selbstständig an und durch die genauere Zielansprache können größere Defekte in der Brust vermieden werden.“ Eine wissenschaftliche Herausforderung stelle bisher auch die Erfolgskontrolle bei Lymphknotenbefall in der Achselhöhle nach vorausgegangener Chemotherapie dar, so Dr. Malter weiter. Hierzu sei der Chip ideal, da aufwändige Markierungen entfallen. Eine Studie zur Markierung von Lymphknoten ist in Vorbereitung.

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