Erweiterung der Therapieformen auf der Palliativstation am Universitätsklinikum Bonn

Bonner Stadtsoldaten unterstützen „Snoezel-Wagen“

Bei der Übergabe des Snoezel-Wagens (v.l.): Michaela Hesse, Sozialdienst am UKB, Werner Kentrup und Karl-Heinz Morschhaeuser, Verein Senioren- und Jugendhilfe e.V. im Bonner Stadtsoldaten-Corps, Andrea El-Khawaga, Stationsleitung Station Saunders, und Prof. Lukas Radbruch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin, Bildnachweis: Universitätsklinikum Bonn (UKB)/R. Müller

„Snoezelen“ kommt aus der niederländischen Sprache und setzt sich aus zwei Worten zusammen: „snuffelen“ (für Schnuppern oder Schnüffeln) und „doezelen“ (für Dösen und Schlummern). Die Therapieform des „Snoezelens“ schafft mit dem Einsatz von Licht, Düften und Geräuschen eine Umgebung, die die Sinne aktiviert und inspiriert, wertvolle Erinnerungen weckt und Ängste löst. Der nun am UKB vorhandene Snoezel-Wagen wird dazu in das Zimmer der häufig bettlägrigen Menschen gefahren. Dort zaubert er mit Farbprojektoren und einer Wassersäule visuelle Effekte an die Wände. Mit der Musikanlage des Wagens kann entspannende Musik oder Meeresrauschen abgespielt werden. Außerdem hält der Wagen angenehme Gerüche bereit und Materialien, die ertastet und gefühlt werden können. „Der Snoezel-Wagen unterstützt das zentrale Ziel unserer Arbeit auf der Palliativstation – den Patienten und ihren Angehörigen größtmögliche Lebensqualität zu ermöglichen“, sagt Prof. Lukas Radbruch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am UKB. „Die sinnesorientierte, atmosphärische Snoezeltherapie ergänzt unsere bisherigen Angebote der Schmerztherapie, Symptomkontrolle, Physiotherapie und seelsorgerischer Begleitung perfekt.“ Radbruch bedankte sich bei der Bonner Stadtsoldaten herzlich für die Unterstützung bei der Anschaffung des Snoezel-Wagens, der insgesamt 4.200 Euro kostete.
„Unser Verein möchte Menschen Freude bringen, die aus materiellen Gründen oder aufgrund körperlicher Gebrechen eingeschränkt sind“, so Karl-Heinz Morschhaeuser, Vorsitzender des Verein Senioren- und Jugendhilfe e. V. im Bonner Stadtsoldaten-Corps. „Wenn mit unserer Unterstützung todkranke Menschen ein wenig Erleichterung erfahren, ist uns dies natürlich ein besonderes Anliegen.“

Dass dies so ist, kann Claudia Stratmann vom Sozialdienst der Palliativstation Saunders nur bestätigen: „Wir wissen, dass gestresste Patienten merklich zur Ruhe kommen, wenn sie mit sanftem Licht stimuliert werden, in Wasser schwebende Partikel beobachten oder angenehme Materialien berühren können. Der Snoezel-Wagen erleichtert den Einsatz all dieser Techniken für uns in der täglichen Anwendung.“
Die Palliativstation Saunders am UKB Die Palliativstation ist seit 2014 Teil der Klinik für Palliativmedizin am UKB. Bis zu acht Patienten werden hier gleichzeitig betreut und erhalten Schmerztherapie, Symptomkontrolle, Physiotherapie, psychosoziale sowie spirituelle und seelsorgliche Begleitung. Im Mittelpunkt stehen dabei die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Patienten und Angehörigen. Dafür steht ein speziell ausgebildetes Team von Pflegekräften, Sozialarbeitern, Physiotherapeuten, Seelsorgern, Psychoonkologen und Palliativmedizinern bereit. Sie werden unterstützt durch Musiktherapeuten, Humoristen (gefördert von „Humor hilft Heilen“) und durch Besuchsdienste ehrenamtlicher Mitarbeiter, z. B. des Bonner Vereins „Lighthouse“.

Pressekontakt:
Susanne Wagner
stellv. Pressesprecherin am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
Telefon: 0228/287-19891
E-Mail: susanne.wagner(at)ukbonn.de

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