Kölner Chirurgin in Leopoldina aufgenommen

Prof. Bruns vertritt Chirurgie in ältester Wissenschaftsakademie

Prof. Christiane Bruns ist neues Mitglied der Leopoldina, Foto: Markus Scholz/Leopoldina

Univ.-Prof. Dr. Christiane Bruns, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- , Tumor- und Transplantationschirurgie der Uniklinik Köln ist in die Leopoldina, die Nationale Akademie der Wissenschaften, gewählt worden. Die international renommierte Chirurgin vertritt fortan ihre Disziplin in der ältesten Wissenschaftsakademie der Welt. Zu ihren wichtigsten Schwerpunkten gehört vor allem die onkologische Chirurgie an den Verdauungsorganen. Die Uniklinik Köln arbeitet hier insbesondere im Bereich der Magen- und Speiseröhrenchirurgie auf Exzellenz-Niveau.

Sie setzt dabei Roboter-unterstützte Operationstechniken ein. Für Patienten entwickelt sie in interdisziplinären Teams individuelle Therapiekonzepte in spezialisierten Tumorboards. Eingebunden sind Onkologen, Strahlentherapeuten, Gastroenterologen und Pathologen. Sie erforscht auf zell- und molekularbiologischer Ebene Gefäßneubildungen im Tumor sowie Streuung und Therapieresistenz. In großen, translationalen Studie analysiert sie mit ihrem Team Gewebeproben von Patienten mit Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das Gewebe wird auf bestimmte „Biomarker“ untersucht. Mithilfe der Biomarker sollen Krankheitsverläufe individuell vorhergesagt werden können. Ziel sind personalisierte Therapien, die auf den Krankheitsverlauf abgestimmt sind.

In der Lehre setzt sich Christiane Bruns für Mentoring-Programme ein und legt in der Ausbildung neben der fachlichen Kompetenz auch Wert auf Empathie.

Prof. Bruns studierte bis 1990 Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. 1992 begann sie an der Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie in der Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Uniklinik Köln ihre Facharztausbildung für Chirurgie, die sie 2001 abschloss. Ihre Weiterbildung zur Viszeralchirurgin mit Stationen an der Uniklinik Köln und am Universitätsklinikum Regensburg beendete sie 2005 in der Chirurgischen Klinik und Poliklinik Großhadern des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Dort arbeitete sie ab 2003 als Oberärztin und wurde 2005 Leitende Oberärztin der onkologischen Chirurgie. 2010 übernahm sie die Leitung des Pankreaszentrum München und wurde 2011 zur Stellvertretenden Direktorin der Chirurgischen Klinik und Poliklinik an der LMU. Die Schwerpunktbezeichnung Thoraxchirurgin erhielt sie 2012. Sie wechselte 2013 als Direktorin an die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie des Universitätsklinikums Magdeburg. Seit Sommer 2016 leitet sie die Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- , Tumor- und Transplantationschirurgie der Uniklinik Köln.

Hintergrund Leopoldina:

Die Leopoldina bringt exzellente Wissenschaftler zusammen, die Politik und Gesellschaft in relevanten wissenschaftlichen Fragen beraten. Hierfür greift sie Themen auf und erarbeitet dazu, unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Interessen, wissenschaftsbasierte Expertisen. Die Leopoldina vertritt Deutschland in internationalen Akademiengremien und pflegt Kontakte zu nationalen wissenschaftlichen Akademien.

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