Lungenkrebs: Studie zeigt erneut Wichtigkeit einer frühen molekularen Testung

Prof. Wolf präsentiert Ergebnisse auf amerikanischem Krebskongress

Prof. Jürgen Wolf, Ärztlicher Leiter CIO Köln; Bild: @NReguart (twitter)

Auf der diesjährigen Jahrestagung der „American Society of Clinical Oncology“ (ASCO) in Chicago präsentierte Prof. Jürgen Wolf, Sprecher des nationalen Netzwerks Genomische Medizin (NGM)und Leiter des Schwerpunktes Lungenkrebs an der Uniklinik Köln, in der Sitzung zu den Lungenkarzinomen die Ergebnisse der GEOMETRY mono-1 Studie. In dieser Phase II Studie wird die Wirksamkeit des MET-Inhibitors Capmatinib (INC 280) bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) und Mutationen im Exon 14 des MET Gens (sogenannte exon 14 skipping mutations) untersucht.

Diese Mutationen findet man in ca. 3 bis 4% der NSCLC Patienten. Mit Chemotherapie vorbehandelte Patienten hatten eine Ansprechrate von ca. 40% mit einer Ansprechdauer von ca. 10 Monaten. Erstlinienpatienten hatten eine Ansprechrate von ca. 70% mit einer medianen Ansprechdauer von 11 Monaten. Die Therapie war gut verträglich, die Nebenwirkungen kontrollierbar. 

Hiermit besteht für Patienten mit MET-Mutationen eine der Chemo- und Immuntherapie deutlich überlegene neue personalisierte Therapieoption. Diese Ergebnisse unterstreichen auch die Wichtigkeit einer frühen breiten molekularen Testung schon vor der Erstlinientherapie-Entscheidung. Die amerikanische Zulassungsbehörde hat aufgrund dieser Daten eine beschleunigte Zulassungsprüfung (breakthrough therapy designation) eingeleitet. Gespräche mit der europäischen Zulassungsbehörde stehen noch aus. Dieser schöne und für die Patientenversorgung relevante Erfolg wurde durch das breite molekulare Screening und die Mitarbeit der regionalen Netzwerkpartner im Netzwerk Genomische Medizin (NGM) ermöglicht.

Mehr Informationen:

https://www.onclive.com/onclive-tv/dr-wolf-discusses-the-geometry-study-in-met-nsclc           

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