Palliativmedizin bei Krebs

Erweiterte S3-Leitlinie veröffentlicht - Jetzt online verfügbar

Prof. Dr. Raymond Voltz und Priv.-Doz. Dr. Steffen Simon, Foto: Michael Wodak, Uniklinik Köln

Unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V.  ist im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung“ aktualisiert und um acht Kapitel erweitert worden. Maßgeblich koordiniert wurde die Überarbeitung vom S3-Leitlinien Team am Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln. Direktor Univ.-Prof. Dr. Raymond Voltz und Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Steffen Simon waren zwei von insgesamt drei Koordinatoren und wurden von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Anne Pralong in Organisation und Methodik unterstützt.

Die Experten erweiterten die Leitlinie unter anderem um Themen wie dem Wunsch zu Sterben oder der Versorgung einer tumorbedingten Fatigue und maligner Wunden. „Der Todeswunsch muss von den Behandlern wahrgenommen und professionell sowie verantwortungsvoll begleitet werden. Die Symptomkontrolle ist hier von besonderer Bedeutung“, sagt Prof. Voltz. Dr. Simon ergänzt: „Bei zu erwartenden Schmerzen – beispielsweise bei einem Verbandswechsel – kann präventiv ein Analgetikum verabreicht werden. Zudem neigen maligne Wunden häufig zu Blutungen. Das kann gerade bei Tumorpatienten, die oftmals thrombosegefährdet sind und gerinnungshemmende Medikamente erhalten, zu Risiken führen.“

Die Verbesserung der Symptomkontrolle und damit auch der Lebensqualität der Betroffenen ist Hauptziel der erneuerten Leitlinie. Gleichzeitig gibt sie allen an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen evidenzbasierte Handlungsempfehlungen.

Zur Pressemitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft

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