/ Pressemitteilung

Die mitochondriale Verbindung: Warum Blutgefäße in Wunden und Tumoren zu sprießen beginnen

Neue Kashkar-Studie

Ein Wissenschaftlerteam des CECAD-Exzellenzclusters der Universität zu Köln (CECAD - Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases) unter der Leitung von Hamid Kashkar hat herausgefunden, dass neue Aussprossungen von Blutgefäßen während der Entwicklung, der Wundheilung oder des Tumorwachstums durch zellulären Energiestoffwechsel mit Beteiligung von mitochondrialen Atmung, gesteuert werden. Die Mitochondrien, auch Kraftwerke der Zelle genannt, versorgen den Organismus mit Lebensenergie. Die Endothelzellen, die eine dünne Schicht innerhalb der Gefäße aufbauen, nutzen die mitochondriale Energieproduktion, wie in dieser Studie gezeigt wurde. Der Immunologe Kashkar und sein Team liefern hier den genetischen Beweis für die Notwendigkeit der mitochondrialen Atmung während der Angiogenese - der Bildung neuer Sprossen von Gefäßen - und werfen ein neues Licht auf die metabolische Kontrolle der Gefäßbildung während der Entwicklung, der Gewebereparatur und der Krebsentstehung.

Das Kölner Forscherteam untersuchte die physiologische Rolle der mitochondrialen Atmung in Blutgefäßen in Zellkulturen und Mäusen. Kashkars Gruppe zeigte, dass die mitochondriale Atmung für die Neoangiogenese erforderlich ist.

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Die aktuelle Studie stellt die Hypothese auf, dass die fortschreitende Abnahme der mitochondrialen Aktivität bei Alterung und alterungsassoziierten Krankheiten die Angiogenese und damit die Regenerationsfähigkeit der alternden Gewebe reduziert. Unabhängig davon könnte die gezielte Beeinflussung der Blutgefäße von Tumoren durch mitochondriale Wirkstoffe eine wertvolle Krebstherapie darstellen und sollte in Zukunft erforscht werden.

zur kompletten Pressemitteilung der Universität Köln

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