/ Pressemitteilung

Familien-SCOUT unterstützt Familien mit krebserkranktem Elternteil

Innovatives Projekt wird weiterhin finanziert

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Wenn in einer Familie mit minderjährigen Kindern ein Elternteil an Krebs erkrankt, belastet das meist die ganze Familie. Hier setzt das Projekt Familien-SCOUT an (Familien-SCOUT = sectoren- und phasenübergreifende Unterstützung für Familien mit krebserkranktem Elternteil): Um die Belastung und Sorgen der Familien zu vermindern, stehen den Betroffenen Fachkräfte – die Familien-SCOUTs – beratend, begleitend und unterstützend zur Seite. Nun konnten die Projekt-Initiatoren des Centrums für integrierte Onkologie an der Uniklinik RWTH Aachen (CIO Aachen) und Regionalen Caritasverbands Aachen gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK) und der AOK Rheinland/Hamburg die Finanzierung des innovativen Angebots mit einem Überbrückungsvertrag sichern. Ebenfalls beteiligt sind die Partnerstandorte des CIO Bonn und des CIO Düsseldorf sowie weitere Krankenkassen wie die BIG direkt und die BKK Mobil Oil.

Die Familien-SCOUTs ermutigen die betroffenen Familien zu offenen Gespräche und ermöglichen ihnen den Zugang zu Unterstützungsangeboten. Jessica Hugot vom Regionalen Caritasverband Aachen ist Mit-Initiatorin und verantwortlich für die Familien-SCOUTs: „Wir haben mit unserem Angebot eine Lücke geschlossen, da es den oft überforderten Familien bisher gar nicht möglich war, die ihnen zustehenden Unterstützungen zu erreichen.“

Die Finanzierung des seit 2018 durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderten Projekts endete zum 31. Dezember 2020. „Familien dürfen in einer solch belastenden Situation nicht allein gelassen werden – deswegen freuen wir uns sehr, dass die wichtige Unterstützung durch die Familien-SCOUTs weiterhin gesichert ist“, sagt Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg. „Mit der Teilnahme an dem Projekt, das auch in Bonn und Düsseldorf durchgeführt wird, profitieren betroffene Familien in ihrer schweren Zeit vom innovativen Ansatz dieser Unterstützung", ergänzt Barbara Steffens, Leiterin der TK-Landesvertretung in NRW.

Im Rahmen der Förderung durch den Innovationsfonds wird die Arbeit der SCOUTs seit 2018 wissenschaftlich untersucht und ausgewertet. „Von Beginn an war unser Ziel, wissenschaftlich zu belegen, dass diese Form der Unterstützung die Familien entlastet und alle Familienmitglieder vor zukünftigen psychischen Belastungssymptomen und Erkrankungen schützen kann“, sagt Univ.-Prof. Dr. med. Tim H. Brümmendorf, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Stammzellentransplantation (Medizinische Klinik IV) an der Uniklinik RWTH Aachen und Leiter des CIO Aachen im Verbund Aachen-Bonn-Köln-Düsseldorf (CIOABCD).

„Inzwischen konnten wir über 450 Familien in die Studie einschließen, die für uns Angaben zur Belastung in dieser speziellen Situation machen und ihre Daten zur Verfügung stellen. Ab Oktober 2021 können wir mit der Datenauswertung beginnen“, berichtet Dr. med. Andrea Petermann-Meyer, Leiterin der Psychoonkologie am CIO-Aachen und Verantwortliche für die Studie.

Durch die Überbrückungsfinanzierung können Familien mit krebserkranktem Elternteil und minderjährigen Kindern die Hilfe der Familien-SCOUTS bis zum Vorliegen der Studienergebnisse und der erhofften Übernahme in die bundesweite Regelversorgung weiterhin in Anspruch nehmen. 

Netzwerk im Kampf gegen Krebs

Die universitären Krebszentren Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf bilden seit 2018 einen schlagkräftigen onkologischen Verbund. Im „Centrum für Integrierte Onkologie – CIO Aachen Bonn Köln Düsseldorf (ABCD)“ bündeln sie ihre Expertise aus den vier Standorten und erreichen dadurch ein hohes Versorgungsniveau für Krebspatienten in NRW.

Die Ärztinnen und Ärzte der vier Kliniken tauschen sich nicht nur regelmäßig aus, um die Patientenversorgung zu optimieren, sondern arbeiten auch in interdisziplinären onkologischen Projekten zusammen, um die heimatnahe Versorgung von Krebspatienten zu gewährleisten und ihnen sowie ihren Angehörigen durch die Zusammenarbeit aller Experten die größtmögliche Kompetenz, Erfahrung und Unterstützung zukommen zu lassen.

Die offizielle Pressemitteilung finden Sie hier.

Für Presserückfragen wenden Sie sich bitte an:

Uniklinik RWTH Aachen
Stabsstelle Unternehmenskommunikation
Dr. Mathias Brandstädter
Tel. 0241 80-89893
kommunikation@ukaachen.de

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