/ Pressemitteilung

Neues Forschungsnetzwerk eingeworben

Thematisch fokussierte, standortübergreifende Kooperation

Prof. Dr. Henning Walczak, Foto: Michael Wodak

Die Medizinische Fakultät der Universität zu Köln hat ein neues Forschungsnetzwerk namens CANTAR (CANcer TARgeting) im Bereich der Onkologie eingeworben. Ziel dieser vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) geförderten Netzwerke ist es, über alle Hochschultypen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen hinweg kooperative Vorhaben zur Herausbildung neuer Forschungsprofile und zur Etablierung starker Forschungsnetzwerke zu schaffen. CANTAR hat sich zum Ziel gesetzt, innovative Wirkstoffe zur Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen zu entwickeln, die beispielsweise verhindern können, dass eine Krebserkrankung der Erkennung durch das Immunsystem „entkommen“ kann. Sprecher ist Univ.-Prof. Dr. Henning Walczak vom Zentrum für Biochemie. CANTAR wird für den Förderzeitraum von August 2022 bis Juli 2026 mit insgesamt 19,4 Millionen Euro gefördert. Der Kölner Anteil beläuft sich auf 8,4 Millionen Euro.

Das Netzwerk bündelt in NRW vorhandenes, hochkomplementäres Wissen und baut auf bereits etablierte Kooperationen unter den Partnern auf. Es verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz, in dem auf europaweit einmalige Weise Forschende aus der Chemie, der Biologie und der Medizin zusammenarbeiten. Der Fokus liegt auf der Entdeckung und Entwicklung von Substanzen, die spezifisch auf Krebszellen wirken und Normalgewebe schonen. Zudem werden Substanzen entwickelt, die in Krebs-spezifische Stoffwechselvorgänge eingreifen oder die Tumorzellen für das eigene Immunsystem besser sichtbar machen. CANTAR schließt dabei die Lücke zwischen Grundlagenforschung und translationaler klinischer Krebsforschung.

Die Forschenden gehen davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren wichtige therapeutische Durchbrüche in der Behandlung von Krebserkrankungen erzielt werden können. „Wir wollen dazu beitragen, innovative zielgerichtete Krebstherapien zu entwickeln“, sagt Prof. Walczak. „CANTAR ist hervorragend positioniert, um durch die Identifizierung zusätzlicher Zielstrukturen in der Krebsforschung Neuland zu kartieren. Die Förderung durch das Land wird uns dabei einen wichtigen Schritt voranbringen.“

Als mitantragstellende Einrichtungen sind die Universität Duisburg-Essen, die TU Dortmund, die Universitäten Bonn und Düsseldorf, die RWTH Aachen, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn und das Max-Planck-Institut für Molekulare Physiologie in Dortmund beteiligt.

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