Letzte Aktualisierung: 22.04.2020

Das CIO gehört zu den führenden Krebsforschungszentren in Deutschland.

Unser Ziel: Die Prognose unserer Patienten verbessern!

Forschungsumfeld

Die Krebsmedizin ist an allen vier Standorten eingebettet in ein exzellentes und innovatives Forschungsumfeld. Die wissenschaftlichen Institute der vier renommierten Universitäten liefern mit ihrer starken Grundlagenforschung immer neue Ansätze für die klinische Forschung und umgekehrt. Das CIO ist eine der interdisziplinären Einrichtungen, die von dieser engen Zusammenarbeit zwischen Universitätsklinik und Universität stark profitieren.

Erklärter Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten im CIO ist die Identifizierung und Evaluation neuer molekularer Therapien für ausgewählte Krebserkrankungen und die Überführung (Translation) personalisierter Therapiekonzepte in die praktische Anwendung.

Fast alle onkologischen Forschungsprojekte werden im CIO von den IOP-Leitern gesteuert.

Die Forschungsaktivitäten umfassen die Grundlagenforschung ebenso wie die Durchführung klinischer Studien.

Unsere Forschungsschwerpunkte

Die vier Universitätsklinken des CIO stehen für international anerkannte Forschungsleistungen in den Bereichen:

  • Myeloische Neoplasien: myeloproliferative Neoplasien (MPN) und myelodysplastische Syndrome (MDS)
  • Immunonkologie
  • Erbliche Krebserkrankungen
  • Hepatobiliäre Tumoren
  • Keimzelltumoren
  • Melanome
  • Neuroonkologie
  • Prostatakarzinom
  • Lungenkrebs
  • Lymphatische Erkrankungen (Hodgkin Lymphom, CLL)
  • Neuroblastome in der Kinderonkologie
  • Tumoren des Oberen Gastrointestinal-Trakts
  • Pankreato-biliäre Tumoren und HCC

Querschnittsthemen

Inhaltlich stehen hier nicht einzelne Erkrankungen oder Behandlungen im Mittelpunkt, sondern Themen, von denen alle Forschergruppen profitieren können:

  • IT and Data Science
  • Imaging / Bildgebung
  • Palliativmedizin
  • Interventionelle Therapie
  • Versorgungsforschung und Psychoonkologie

Die CIO-Forschungsprogramme

1. Angewandte und interventionelle Bildgebung (Imaging)

Die CIO-Institutionen aus den Bereichen Radiologie und Nuklearmedizin verfügen über langjährige Erfahrung in der Grundlagenforschung in der bildgebenden Physik. Diese Expertise wollen sie nun im Rahmen eines neuen „CIO-Imaging Konsortium“ für die Entwicklung und klinische Umsetzung neuer funktioneller onkologischer Bildgebungsansätze sowie neuer Technologien zur bildgesteuerten Behandlung und Therapiekontrolle nutzen.

2. Tumormikromilieu (Wirt-Tumor-Interaktionen)

Die unmittelbare Umgebung eines Tumors ist entscheidend für sein Wachstum und deshalb heute ein wichtiges therapeutisches Ziel. Zu dem Mikromilieu gehören tumorfördernde Zellen (z.B. Fibroblasten und Makrophagen) aber auch sich neu bildende Blutgefäße. An den vier Standorten gibt es bereits viele Forschungsaktivitäten zu diesem umfassenden Thema, die nun im Rahmen des CIO - soweit möglich - kollaborativ ausgerichtet werden.

3. Zell- und Immuntherapien

Die Standorte des CIO vereint ein breites Spektrum von Expertise auf dem Gebiet der zellulären und Immuntherapien (Steigerung der Körperabwehr). Abgesehen von gemeinsamen Forschungsinteressen wie Immun-Checkpointblockade, autologer und allogener Stammzelltransplantation und Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) verfügt jedes Zentrum über ein einzigartiges Grundlagen- und klinisches Forschungsprofil auf dem Gebiet der Zell- und Immuntherapie.

4. Genetische Vorhersage und präventive Onkologie / DNA-Schäden

Spezifische Defekte, die durch eine DNA-Schadensbehebung entstehen, können als die Achillesferse des Krebses angesehen werden. Gene, die an diesem Prozess beteiligt sind, gehören zu den am häufigsten mutierten Genen in spontanen und vererbten menschlichen Tumoren. Die Forschung an den CIO-Standorten hat bereits wesentlich dazu beigetragen, Empfehlungen für genetische Tests auf Prädispositionssyndrome zu erarbeiten und wir sind nun auf der Suche nach Ansätzen für die Krebsprävention.

5. Klonale Evolution und Therapieresistenz

Eine der größten Herausforderungen in der Krebstherapie besteht darin, dass sich Krebszellen schnell an den therapeutischen Stress anpassen können. Das hat zur Folge, dass die Therapien oft keine lang anhaltenden Remissionen hervorrufen. Basierend auf einem tiefen Verständnis der klonalen Dynamik eines sich entwickelnden Krebs-Epi-/Genoms arbeiten wir daher an neuen therapeutischen Strategien, die computergestützte Analysen von epi-/genomischen Daten, klinischen Merkmalen und experimentellen Modellen umfassen.


Ausführliche Informationen zur Forschung an den CIO Standorten (z.B. Forschergruppen) finden Sie auf den lokalen Webseiten: