Letzte Aktualisierung: 18.05.2022

IOP Brustkrebs (Mammakarzinom)

Ziel der Interdisziplinären Projektgruppe Mamma ist

  • die Verbesserung von Prävention, Diagnostik und Therapie bei Brustkrebs
  • die Optimierung der Versorgungsstrukturen in der Region
  • die Steigerung der Ergebnisqualität für die Brustkrebspatienten

Das interdisziplinäre Team setzt sich zusammen aus den Mitarbeitern des Brustzentrums:

  • Beratung, Diagnostik, OP- Planung und Durchführung, Indikationsstellung und Durchführung der adjuvanten und palliativen Systemtherapie in der eigenen Abteilung, Betreuung durch Breast Care Nurses, Spezialsprechstunden für z.B. Rekonstruktion, Wundmanagement, psychoonkologische Betreuung, palliativmedizinische Versorgung, Überleitungsmanagement ambulante / stationäre Versorgung

sowie den Kernleistungserbringern

  • Radiologie: Diagnostik inklusive Mammographie und MRT mit Biopsie- und Markierungsverfahren sowie Staginguntersuchungen,
  • Spezialisten für erbliche Tumorerkrankungen: Risikoberatung bei familiärer Belastung, molekulargenetische Diagnostik der Risikogene BRCA1, BRCA2, RAD51C, intensivierte Früherkennung und Beratung über sonstige prophylaktische Maßnahmen,
  • Nuklearmedizin: Sentinelmarkierung, Szintigramme, PET Untersuchungen,
  • Pathologie: Histologische, immunhistochemische und molekulare Untersuchungen der Gewebe von den Biopsien sowie OP Präparaten,
  • Strahlentherapie: Planung und Durchführung in der adjuvanten und metastasierten Situation, Hämato-Onkologie: aktive Teilnahme am interdisziplinären Tumorboard
  • und nach Bedarf aus weiteren Disziplinen wie der Plastischen Chirurgie, dem Zentrum für klinische Studien, der Palliativmedizin, der Thoraxchirurgie und viele mehr

Alle diese Fachabteilungen bieten wir unter einem Dach. Außerdem stehen wir für Zweitmeinungen zur Verfügung.

Einer der Aufgabenschwerpunkte der Arbeitsgruppe ist die Formulierung einer eigenen Leitlinie (Standard Operating Procedure - SOP) zum Mammakarzimom. Die CIO-SOP entsteht auf Basis der Leitlinien der Fachgesellschaften.

Forschungsergebnisse mit direktem Nutzen für die klinische Praxis

Im Rahmen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit geht es um den Brückenschlag von Grundlagenforschung über klinische Forschung zum direkten Nutzen für die Patientin/den Patienten.

Dies erreichen wir durch:

  • Leitliniengerechtes Vorgehen unter Berücksichtigung der internationalen und nationalen Leitlinien, insbesondere S3 und AGO-Empfehlung, sowie die eigene Mamma-SOP (Standardvorgehensweisen).
  • Wöchentliche interdisziplinäre Tumorkonferenzen und Austausch bei speziellen Fällen zwischen den Standorten, es werden alle Primärfälle im Tumorboard vorgestellt.
  • Zertifizierung der Brustzentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Senologie nach gleichen Kriterien und Qualitätsmaßgaben.
  • Gemeinsame Dokumentation (ODSeasy) mit jährlichem Benchmarking durch das Westdeutsche Brust Centrum (WBC) und Follow up, Dokumentation sowie vollständige Meldung der Daten an das klinische Krebsregister und an das epidemologische Krebsregister NRW.
  • Regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen in den Zentren sowie gemeinsame IOP Fortbildungen  (IOP-Forum) mit dem Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit der Brustzentren, Austausch von Weiterbildungsassistenten in speziellen Teilgebieten.
  • Einstellung eigener Breast Care Nurses, die als Lotsinnen im Behandlungsprozess für die Patientin zur Verfügung stehen.
  • Seit 2010 Konservierung von Tumormaterial in der CIO Biobank, sowie Nutzung dieser Tumorgewebe für die Proteasenbestimmung zur Indikationsstellung der adjuvanten Chemotherapie bzw. auch für weitere Untersuchungen.
  • Optimierung der individualisierten Tumortherapie durch translationale Grundlagenforschung in gemeinsamen klinischen Studien der modernsten Systemtherapie bei Mammakarzinom.
  • Netzwerkbildung interdisziplinär mit den Kernleistungserbringern (Radiologie, Pathologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Hämato-Onkologie, Plastische Chirurgie, Psychoonkologie, Palliativmedizin, Studienzentrum) vor allem mit den Einweisern, die den Behandlungsablauf mit koordinieren und die Nachsorge übernehmen.
  • Individualisierte Patientinneninformationsmaterialien und Homepage, regelmäßige Informationsveranstaltungen und Medienarbeit
  • Kooperation zur optimalen Versorgung und Information der Patientinnen mit Selbsthilfegruppen, Sanitätshäusern, Institut zur wissenschaftlichen Evaluation von Naturheilverfahren (IWENV), Beratung junger Patientinnen im Rahmen von Fertiprotekt (Gewebeasservation bei Kinderwunsch).
  • Kooperation mit der Onkologischen Trainingstherapie (OTT) in der Frauenklinik der Uniklinik Köln und bei der Durchführung von Studien und Patientinneninformationsveranstaltungen.
  • Enge Zusammenarbeit mit den Zentren familiärer Brust- und Eierstockkrebs.
  • Zusammenarbeit mit dem Mammographie-Screening (Früherkennung) und Entwicklung von Präventionsprogrammen (z. B. im Rahmen von betriebsärztlicher Versorgung).

Sprecher der IOP

Univ.-Prof. Dr. Elmar Stickeler

Direktor
Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin
Uniklinik RWTH Aachen

Mitglieder der IOP

Uniklinik Aachen

Titel Vorname Name Funktion Klinik/Abteilung/Zentrum
Dr. Till Braunschweig Oberarzt Pathologie
Dr. Katja Krauß Oberärztin Brustzentrum Frauenklinik
Univ.-Prof. Dr. Christiane Kuhl Direktorin Klinik für Radiooonkologie
und Strahlentherapie

Uniklinik Bonn

Titel Vorname Name Funktion Klinik/Abteilung/Zentrum
Dr. Alina Abramian Oberärztin Brustzentrum
Univ.-Prof. Dr. Andree Faridi Direktor Senologie/Brustzentrum
Dr. Christina Kaiser Oberärztin Brustzentrum

Uniklinik Köln

Titel Vorname Name Funktion Klinik/Abteilung/Zentrum
Univ.-Prof. Dr. Peter Mallmann Direktor Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Dr. Wolfram Malter Leiter Bruszentrum Köln/Frechen

Uniklinik Düsseldorf

Titel Vorname Name Funktion Klinik/Abteilung/Zentrum
Univ.-Prof. Dr. Tanja Fehm Stv. Direktorin
Direktorin
CIO Düsseldorf
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Univ.-Prof. Dr. Eugen Rückhäberle Stv. Direktor Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe