Letzte Aktualisierung: 06.05.2026
Kinderonkologie und -hämatologie
Register für seltene Anämien
Studieninformationen
Register für seltene Anämien
Ziele
Primäres Prüfziel
1. Erfassung der Epidemiologie seltener Anämien 2. Erfassung des klinischen und hämatologischen Phänotyps der betroffenen Patienten 3. Dokumentation der Behandlung und der auftretenden Komplikationen 4. Verbesserung der Versorgung von betroffenen Patienten durch Beratung von Ärzten, die Patienten mit seltenen Anämien behandeln und durch Anpassung der Behandlungsleitlinien auf Grundlage der Ergebnisse der Registerauswertung
Sekundäre Prüfziele für die Behandlungsarme:
1. Identifikation der Ursachen seltener und noch ungeklärter Anämien mithilfe einer spezialisierten und individuellen Stufendiagnostik 2. Aufbau einer Biobank mit Proben von Patienten mit seltenen Anämien 3. Bereitstellung der Daten zur wissenschaftlichen Auswertung und als Entscheidungshilfe bei gesundheitspolitischen Entscheidungen
Design
Design
Phase
Zentren
Datenerhebung
Interventionsgruppen
Verblindung
Erkrankung
Diagnose
Diagnosenbeschreibung
Alle Patienten, die in Deutschland aufgrund einer seltenen oder ungeklärten, behandlungsbedürftigen Anämie betreut werden; keine Altersbegrenzung
Mutation
Patienten
Alter
Einschlusskriterien
• Therapiebedürftige und seltene Anämieformen insbesondere: • Hämoglobinopathien (β Thalassaemia major und intermedia, ????- Thalassaemia mit HbH-Krankheit und Hb Bart`s Hydrops fetalis, instabile Hämoglobinvarianten, HbM-Anomalie) • Erythrozytenmembrandefekte (schwere Sphärozytose, Stomatozytose, Ovalozytose, Pyropoikilozytose, Xerozytose) • Erythrozytenenzymdefekte (G6PD Mangel mit schwerem chronischem Verlauf, Pyruvatkinase-Mangel, Hexokinase-Mangel, Glutathion-Reduktase-Mangel, Triosephosphatisomerase-Mangel, Glucosephosphatisomerase, Phosphofructokinase, Phosphoglyceratkinase, 2,3-Diphosphoglyceratmutase, Defekte des Adeninnukleotid-stoffwechsels: Mangel an Pyrimidin-5-Nukleotidase, gesteigerte Aktivität der Adenosindesaminase; Methämoglobindiaphorasemangel) • Hereditäre mikrozytäre Anämien, die nicht durch einen alimentären Eisenmangel bedingt sind (sideroblastische Anämien) • Congenitale dyserythropoetische Anämie (Typ I, II, III) • Anämien durch angeborene Defekte im Vitaminhaushalt/ Stoffwechsel (Intrinsic-factor-Mangel, Vit. B12-Transportdefekte, Vit. B12-Stoffwechselstörungen, Orotazidurie, thiaminabhängige megaloblastäre Anämie, Defekte im Folsäurestoffwechsel) • Kausal ungeklärte transfusionsbedürftige Anämien • Kausal ungeklärte Anämien mit einem Hb < 3. Perzentile des jeweiligen Vergleichskollektivs in Kombination mit darin begründeten Beschwerden • Einwilligung des Patienten oder dessen Sorgeberechtigten
Ausschlusskriterien
• Alimentäre oder blutungsbedingte Eisenmangelanämie • Milde und mittelschwere Sphärozytose • sekundären Anämien, welche durch eine zu Grunde liegende akute oder chronische Erkrankung (z.B. Niereninsuffizienz, maligne Erkrankungen, Infektion ...) verursacht werden • episodisch verlaufende, milde Verlaufsform des Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel • Thalassaemia minor • transitorische Erythroblastopenie des Kindesalters • Coombs-positive autoimmunhämolytische Anämie • nicht behandlungsbedürftige Anämie (kein Therapiebedarf, keine Notwendigkeit regelmäßiger Kontrollen) • In anderen Registern bereits erfasste seltene Anämien (Sichelzellkrankheit, Fanconi Anämie, Diamond Blackfan Anämie, Schwere Aplastische Anämie, PNH) • Fehlende Einwilligung des Patienten oder dessen Sorgeberechtigten
Therapie
Intervention
Substanz
| Prüfplancode | Register für seltene Anämien |
|---|---|
| EudraCT | - |
| Clinicaltrials.gov | - |
|---|---|
| ISRCTN | - |
| DRKS | - |
Zuständige Gesamtstudie
—
Leiter der klinischen Prüfung (LKP)—
Studiengruppen/-zentrale
Kontakt Klinische Studien
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