Letzte Aktualisierung: 06.05.2026

Anämien [D50-D64]

EWOG-SAA 2010

Aktive Studien

Studieninformationen

Genetische und immunologische Charakterisierung der erworbenen schweren aplastischen Anämie (SAA) bei Kindern und Jugendlichen

Behandlungszentren im CIO

Köln


Ziele

Primäres Prüfziel

  • Messung der Länge der Telomere
  • Erforschung der Anwesenheit und der Häufigkeit der PNH Klone
  • Erkennung der T-Zell-oligoclonality in BM abgeleiteten T-Lymphozyten
  • Häufigkeit von klinisch manifesten EBV-verwandten Lymphoproliferation zunstudieren
  • Bestimmte genomische Läsionen / Genotypen durch whole genome SNP-Arrays in selectedpatients und damit Patienten mit hohem Risiko für die klonale Evolution frühzeitig zu erkennen
  • Um die Epidemiologie der SAA bei Kindern und Jugendlichen zu analysieren

Sekundäre Prüfziele für die Behandlungsarme:

  • Die Zuordnung der immunphänotypische Subklone mit oligoklonale T cellexpansion in SAA zu untersuchen
  • PBMC Aktivierungsstatus und Kapazität in vitro zellulären Antwort, um ATG zu beurteilen
  • Hämatologischen Reaktion und dem klinischen Ergebnis nach IST mit immunologicaland genetische Parameter (genomische Läsionen, die Länge der Telomere, die Anwesenheit von PNH-Klone, T-Zell-oligoclonality, in vitro zelluläre Reaktion auf ATG) zu vergleichen.

Design

Design

Phase

Zentren

Multizentrisch

Datenerhebung

Prospektiv

Interventionsgruppen

Verblindung

Erkrankung

Diagnose

Anämien [D50-D64], Schwere Aplastische Anämie [D61]

Diagnosenbeschreibung

Mutation

Patienten

Alter

bis 18 Jahre

Einschlusskriterien

  • Schriftliche Einwilligung der Erziehungsberechtigten und wann immer möglich Zustimmung des Patienten 
  • bestätigten Diagnose SAA
  • Alter: 6 Monate bis unter 18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Vorherige Therapie mit IST for SAA
  •  Vererbtes Versagen des Knochenmarks (IBMF) Störung (zB Fanconi-Anämie, Dyskeratosis congenita, Shwachman-Diamond-Syndrom, Diamond-Blackfan Anämie)
  • Chromosomale Aberration durch Metaphase Zytogenetik und / oder FISH detektiert (z. B. Chromosom 7 und 8), mit Ausnahme von Chromosom 8 Trisomie
  • Diagnose einer refrectären Zytopenie (RC)

Therapie

Intervention

Im Rahmen der Studie wird die Länge so genannter Telomere bestimmt werden. Telomere sind sich wiederholende DNA-Strukturen an den Enden der Chromosomen, die das menschliche Genom stabilisieren. Je länger die Telomere sind umso langlebiger ist die Zelle. Mit jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere in den meisten Zellen, mit der Ausnahme von besonderen Zellen, wie z.B. den Stammzellen. Aus früheren Untersuchungen wissen wir, dass die Telomere bei Patienten mit aplastischer Anämie viel kürzer sind als bei gesunden Kontrollen gleichen Alters. Es ist jedoch unklar, ob die Telomerlänge mit der Wahrscheinlichkeit des Ansprechens auf die immunsuppressive Therapie oder mit der Gefahr der Entwicklung einer Leukämie zusammenhängt. Diese Fragestellung möchten wir untersuchen.

Wir wissen außerdem, dass in einem gewissen Prozentsatz von Patienten mit schwerer aplastischer Anämie ein PNH-Klon gefunden werden kann. PNH-Klone sind blutbildende Zellen, denen ein bestimmtes Eiweiß auf der Oberfläche fehlt; dadurch werden sie anfälliger für Angriffe des Immunsystems. Man weiß nicht, wie oft diese Klone bei Kindern und Erwachsenen mit schwerer aplastischer Anämie vorkommen. Außerdem können sich diese PHN-Klone im Laufe der Therapie verändern, kleiner oder größer werden.

Wie bereits erwähnt, spricht eine gewisse Anzahl von Patienten mit schwerer aplastischer Anämie auf eine immunsuppressive Therapie an. Wenn eine solche Therapie durchgeführt wird, erhält Ihr Kind mehrere Medikamente, die die eigene Körperabwehr unterdrücken, unter anderem einen Antikörper gegen T-Lymphozyten (ATG). Um das Ansprechen auf die immunsuppressive Therapie, insbesondere ATG, zu untersuchen, wird auch im Reagenzglas das Verhalten der T-Lymphozyten auf ATG untersucht. Es wird gemessen, wie stark die T-Lymphozyten vor und nach der Zugabe von ATG aktiviert sind, und zusätzlich, wie effektiv die überaktivierten T-Lymphozyten vom ATG im Reagenzglas abgetötet werden.

Eine zusätzliche Fragestellung der Studie ist, ob das Ansprechen auf eine immunsuppressive Therapie mit dem Vorhandensein von Störungen der T-Lymphozyten zusammenhängt. Dabei werden bestimmte Merkmale auf den T-Lymphozyten (T-Zell-Rezeptoren) untersucht.

In dieser Studie werden auch epidemiologische Daten erhoben, und das Ansprechen auf die immunsuppressive Therapie erfasst. Besondere Nebenwirkungen werden ebenfalls aufgenommen.

Schließlich werden in dieser Studie auch genetische Analysen durchgeführt, die zum Ziel haben, die Erbsubstanz (DNA) auf genetische Eigenschaften zu untersuchen, die möglicherweise Ursache der SAA sein oder zum Verständnis dieser beitragen können.

Substanz

Zuständige Gesamtstudie

Sponsor

Universitätsklinikum Freiburg

Leiter der klinischen Prüfung (LKP)

Dr. med. Brigitte Strahm

Studiengruppen/-zentrale

Pädiatrische Hämatologie & Onkologie

Kontakt Klinische Studien

CIO Aachen: Uniklinik RWTH Aachen, +49 (0) 241 80-85490

CIO Bonn: Uniklinik Bonn, +49 (0) 228 287-16036

CIO Köln: Uniklinik Köln, +49 (0) 221 478-0

CIO Düsseldorf: Uniklinik Düsseldorf, +49 (0) 211 81-04150 (Mo-Do)