Letzte Aktualisierung: 24.09.2025
Glioblastom [C71]
RIT in GBM
Studieninformationen
Eine Phase-I-Studie zur Bestimmung der maximal verträglichen Dosis und der patientenspezifischen Dosimetrie einer fraktionierten intracavitären Radioimmuntherapie mit Lu-177-markierten 6A10-Fab Fragmenten bei Patienten mit Glioblastoma multiforme nach Standardtherapie und stabiler Erkrankung
Ziele
Primäres Prüfziel
Bestimmung der maximal verträglichen Dosis (MTD) und Sicherheit der adjuvanten Gabe von Lutetium-177 markierten 6A10-Fab Fragmenten.
Sekundäre Prüfziele für die Behandlungsarme:
Bestimmung der patientenspezifischen Dosimetrie (korrigiert für das Volumen der Resektionshöhle (RC))
Untersuchung der Pharmakokinetik von Lu-177-markierten 6A10-Fab Fragmenten
Bestimmung der empfohlenen Phase-II-Dosis (RP2D)
Progressionsfreies Überleben (PFS) nach 24 Wochen
Design
Design
Phase
Zentren
Datenerhebung
Interventionsgruppen
Verblindung
Erkrankung
Diagnose
Diagnosenbeschreibung
Chirurgisch reseziertes, hochgradiges Gliom (WHO Grad IV und III)nach gleichzeitiger Radiochemotherapie und adjuvanter Standard-Chemotherapie-Gabe, mit keinem oder geringem Resttumor.
Mutation
Patienten
Alter
Einschlusskriterien
• Schriftliche Einwilligung des Patienten nach umfänglicher Aufklärung
• Alter ab 18 - ≤ 80 Jahre
• Primäre supratentoriale hochgradige Gliome, nach abgeschlossener Standardtherapie (Fluoreszenz-gesteuerte Resektion, Radio-Chemotherapie, Begleit- + Adjuvant Chemotherapie), ohne oder mit stabilem, geringem Resttumor (residuelle Kontrastmittelaufnahme bis zu 5 cm3) frühestens 6 Wochen nach Abschluss der Strahlenlbehandlung
• Histologischer Nachweis eines hochgradigen Glioms und immunhistologische Bestätigung der CA12-Expression des Tumorgewebes
• Karnofsky-Score ≥ 60
• Volumen der Resektionshöhle 2,5-25 cm3
• Männliche und weibliche Patienten mit reproduktivem Potenzial müssen eine anerkannte Verhütungsmethode anwenden
• Frauen vor der Menopause mit gebärfähigem Potenzial: Vor Beginn der Behandlung muss ein negativer Schwangerschaftstest vorliegen
• Ausreichende Knochenmarkreserve:
Leukozytenzahl ≥3000 /μl,
Granulozytenzahl > 1500 /μl,
Thrombozyten ≥100.000 /μl,
Hämoglobin ≥ 10 g /dl
• Angemessene Leberfunktion:
Bilirubin < 1,5 x obere Normgrenze (ULN),
Alanin-Transaminase (ALT / SGPT) und Aspartat-Transaminase (AST/SGOT) < 3 x obere Normgrenze.
Bei dokumentiertem oder Verdacht auf Gilbert-Krankheit: Bilirubin < 3 x obere Normgrenze ULN.
• Blutgerinnung:
INR (=PT) und PTT innerhalb akzeptabler Grenzen, im Ermessen des Prüfers
• Angemessene Nierenfunktion:
Kreatinin < 3 x obere Normgrenze (ULN), eGFR ≥ 60 ml / min
Ausschlusskriterien
• Patienten bei denen die Durchführung eins CT, PET oder kontrastmittelangereichertem MRT nicht möglich ist (z. B. Schrittmacher)
• Resektionshöhle mit intraventrikulärem Zugang
• Signifikantes Übertreten der Radioaktivität (leakage) aus der Resektionshöhle in die Ventrikel oder den subarachnoidalen Raum
• andere aktiv behandelte, invasive Malignität
• Stillende Frauen
• Zurückliegende Erkrankung mit schlechter Prognose, z.B. schwere Koronarinzuffizienz, Herzinsuffizienz (NYHA III / IV), schwerer und schlecht kontrollierter Diabetes, Immunsuffizienz, Defizite nach einem Schlaganfall, schwere mentale Retardierung, vorbestehende neurologische Erkrankung ausgenommen solche in Zusammenhang mit dem Gliom oder andere schwerwiegende systemische Störungen, die eine Teilnahme an der Studie nicht erlauben (im Ermessen des Prüfers)
• Eine aktive Infektion (nach Ermessen des Prüfers)
• Vorherige Teilnahme an einer registrierten klinischen Studie mit therapeutischer Intervention weniger als 6 Wochen vor Aufnahme in die Studie (Datum der Einwilligungserklärung)
• Allergie gegen einen der bekannten Bestandteile der Prüfmedikation
Therapie
Intervention
• Implantation eines intrakavitären Zugangs (Reservoir)
• Applikation von 99m-Tc-DTPA zum Ausschluss eines Austritts der Radioaktivität aus der Tumorhöhle („Leakage“)
• Erster Zyklus von RIT (einschließlich patientenspezifischer Dosimetrie) ca. 2 Wochen nach Einschluss des Patienten; 4 Wochen Intervall zwischen den Zyklen, 3 RIT-Zyklen
• Dosisschema: Die Gesamtaktivität wird an das Volumen der Resektionshöhle (RC) angepasst, um eine vergleichbare Aktivitätskonzentration in dem 2 cm- Rand der RC zu erhalten. Die Gesamtaktivität wird unterteilt und in 3 Fraktionen mit einem Verhältnis von 50%, 25% und 25% verabreicht.
• Erste Kohorte: Gesamtaktivität modelliert, um einen 44-Gy-Boost im 2 cm RC Rand zu erreichen
• Zweite Kohorte: Erhöhung um 4-Gy, um einen 48-Gy-Boost im 2 cm-RCRand zu erreichen
• Dritte Kohorte: Weitere Dosiseskalation um 4-Gy, um einen 52 -Gy-Boost im 2 cm RC Rand zu erreichen
• MODIFIKATION DER DOSIS IST NICHT ZULÄSSIG
Substanz
| Prüfplancode | UKM15_0027 |
|---|---|
| EudraCT | 2015-004417-25 |
| Clinicaltrials.gov | - |
|---|---|
| ISRCTN | - |
| DRKS | - |
Zuständige Gesamtstudie
Universitätsklinikum Münster (UK Münster)
Leiter der klinischen Prüfung (LKP)Univ. Prof. h.c. Dr. med Walter Stummer
Studiengruppen/-zentrale
Zentrum für klinische Studien ZKS (UK Münster)
Kontakt Klinische Studien
CIO Aachen: Uniklinik RWTH Aachen, +49 (0) 241 80-85490
CIO Bonn: Uniklinik Bonn, +49 (0) 228 287-16036
CIO Köln: Uniklinik Köln, +49 (0) 221 478-0
CIO Düsseldorf: Uniklinik Düsseldorf, +49 (0) 211 81-04150 (Mo-Do)




