/ Pressemitteilung

1,06 Millionen für Verbundprojekt zu Speicheldrüsenkarzinomen

Projekt „MoSaic“ untersucht molekulare Resistenzmechanismen

(v.l.) Prof. Dr. Jens Klußmann und Dr. Marcel Mayer, Fotos: Michael Wodak

Die Deutsche Krebshilfe fördert ein Verbundprojekt zu Speicheldrüsenkarzinomen mit 1,06 Millionen Euro. Die Mittel werden im Rahmen der 12. Ausschreibung (2025) des Förderschwerpunkts „Translationale Onkologie“ bewilligt. Geleitet wird das Projekt von Univ.-Prof. Dr. Jens Peter Klußmann und Dr. Marcel Mayer von der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Uniklinik Köln, zusammen mit den Projektpartnern der Uniklinik Köln, der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Universitätsklinikum Jena.

Das geförderte Projekt trägt den Titel „MoSaic“ (Entschlüsselung molekularer Mechanismen beim Speicheldrüsenkarzinom durch Multi-Omics-Analysen sequentieller Proben zur Verbesserung und Etablierung gezielter Therapien). Ziel ist es, die molekularen Ursachen von Therapieresistenzen bei Speicheldrüsenkarzinomen zu identifizieren und so neue, gezielte und wirksamere Therapieansätze zu ermöglichen.

Speicheldrüsenkarzinome gelten als seltene und biologisch heterogene Tumorerkrankungen. Insbesondere in der metastasierten Situation sind sie schwer behandelbar. Herkömmliche Chemo- und Immuntherapien zeigen häufig nur eine geringe Wirksamkeit. Auch moderne zielgerichtete Therapien verlieren oftmals rasch an Effektivität.

Das Forschungsvorhaben setzt hier an: Über einen Zeitraum von drei Jahren werden moderne Multi-Omics-Analysen an Patientenproben vor und nach Systemtherapien durchgeführt, um zentrale Resistenzmechanismen zu identifizieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in präklinischen Modellen überprüft und anschließend in die klinische Versorgung überführt werden.

Ergänzend ist die Etablierung eines interdisziplinären Tumorboards sowie der Aufbau eines bundesweiten, prospektiven Registers geplant. Ziel ist es, die Therapie von Patientinnen und Patienten mit Speicheldrüsenkarzinomen nachhaltig zu verbessern und deutschlandweit zu harmonisieren.