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20 Jahre Endlich e.V. – zwischen Rückblick und Aufbruch

Zwei Jahrzehnte Engagement für die palliative und hospizliche Versorgung am Zentrum für Palliativmedizin

Endlich-Botschafterin Christine Westermann und Günter Zwilling, Foto: Christian Wittke

Dr. Marie-Luise Pichlmaier-Adenauer gratuliert der Preisträgerin Dr. Caroline Wilharm, Foto: Christian Wittke

(v.l.) Günter Zwilling, Dr. Carolin Wilharm, Dr. Elena Rakuša und Prof. Dr. Andreas Heller, Foto: Christian Wittke

Am 10. Juli hat Endlich. Palliativ & Hospiz im Dr. Mildred Scheel Haus UK Köln e.V. sein 20-jähriges Bestehen mit rund 155 Gästen im CIO gefeiert. Seit 2006 engagiert sich der Verein für die palliative und hospizliche Begleitung schwerstkranker Menschen und ihrer Angehörigen im Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln.

Die Veranstaltung bot einen Rückblick auf das Geleistete, einen Ausblick auf kommende Projekte und stellte vor allem den persönlichen Austausch in den Mittelpunkt. Durch den Nachmittag führte die Autorin und Journalistin Christine Westermann, seit Ende 2024 Botschafterin des Vereins. Sie sprach mit Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln, der bereits 2006 bei der Vereinsgründung dabei war und dem Verein bis heute als Mitglied verbunden ist. Es folgten Grußworte von Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger, Gerd Nettekoven, dem Vorstand Stiftung Deutsche Krebshilfe, und Univ.-Prof. Dr. Raymond Voltz, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin.

Ein erster Höhepunkt der Veranstaltung war ein Gespräch zwischen Christine Westermann und Cornelia Scheel, Tochter von Dr. Mildred Scheel. Darin sprach sie eindrücklich über ihre Mutter und ihr eigenes Ehrenamt in der Sterbebegleitung im Dr. Mildred Scheel Haus, dem Haus, das ihre Mutter mit initiiert hat.

Der Rückblick auf zwei Jahrzehnte Vereinsarbeit zeigte viele besondere Momente und Projekte, die Endlich e.V. gemeinsam mit dem Zentrum für Palliativmedizin auf den Weg gebracht und getragen hat: das Oberstufen Projekt „Endlich. Umgang mit Sterben, Tod und Trauer“, „Kunst und Kultur im Dr. Mildred Scheel Haus", die Angehörigenvertretung, den Heinz-Pichlmaier-Forschungspreis und das Buddy-Projekt. Deutlich wurde dabei vor allem eines: Der Verein bringt Menschen zusammen – Betroffene, Angehörige, Fachkräfte, Ehrenamtliche und Förderer. So auch an diesem Nachmittag, und nicht zuletzt im bewegenden Gespräch zwischen Christine Westermann, einer Angehörigen und der Hospizkoordinatorin Hildegard Schüren.

Beim Blick in die Zukunft richtete sich der Fokus immer wieder auf den geplanten Neubau des Palliativ- und Hospizzentrums, der auch ein stationäres Hospiz beheimaten wird. Entstehen soll er auf dem Gelände des Evangelischen Klinikums Köln Weyertal, unter anderem mit großer finanzieller Unterstützung der Deutschen Krebshilfe. „Auch für uns als Verein ist dieses Vorhaben eine großartige neue Herausforderung, der wir freudig und gespannt entgegenblicken und die unsere Arbeit in den kommenden Jahren maßgeblich prägen wird", so Günter Zwilling, geschäftsführender Vorstand von Endlich e.V. und ehemaliger Kaufmännischer Direktor der Uniklinik Köln.

Zum Abschluss der Feier wurde der Pichlmaier-Preis 2026 verliehen. In Gedenken an Univ.-Prof. Dr. Dr. Heinz Pichlmaier, der 1983 gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern die erste Palliativstation Deutschlands an der Uniklinik Köln errichtet hatte. Seine Ehefrau, Dr. Marie-Luise Pichlmaier-Adenauer, übernahm die feierliche Übergabe der Urkunden. In diesem Jahr wurde der Preis erstmals ausschließlich durch Endlich e.V. vergeben; zudem wurde eine unabhängige Jury ernannt, sodass sich auch junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UK Köln bewerben konnten. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde der Preis auf zwei Preisträgerinnen aufgeteilt: Dr. Elena Rakuša und Dr. Carolin Wilharm.

Dr. Wilharm ist ehemalige Mitarbeiterin der Uniklinik Köln und Teil des Forschungsteams von Prof. Dr. Steffen Simon, Stellvertretender Leiter des Zentrums für Palliativmedizin. Sie wurde für ihre Arbeit „Qualitative Studie zu Herausforderungen, Bewältigungsstrategien und Bedürfnissen von jungen Erwachsenen mit Krebs mit Fokus auf die Lebensbedrohlichkeit der Erkrankung" ausgezeichnet. Die Laudatio hielt der Juryvorsitzende Prof. Dr. Andreas Heller, Universität Graz.

Für besondere musikalische Momente sorgte das Duo cel:lux mit Julia Pesavento und Jakob Grabenhorst. Eine rundum gelungene Veranstaltung mit vielen bewegenden Begegnungen, die noch nachwirkt und voller Vorfreude auf die nächsten 20 Jahre Endlich e.V. blicken lässt.