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Forschung zur Präzisionsmedizin bei Neuroblastomen

Förderung der Marga und Walter Boll-Stiftung mit über 150.000 Euro

Priv.-Doz. Dr. Carolina Rosswog, Foto: Christian Wittke

Priv.-Doz. Dr. Carolina Rosswog aus der Abteilung für Experimentelle Pädiatrische Onkologie der Uniklinik Köln erhält von der Marga und Walter Boll-Stiftung eine Forschungsförderung in Höhe von 151.200 Euro. Im Mittelpunkt des geförderten Projekts „Telomererhaltungsmechanismen als prognostischer und prädiktiver Marker im Neuroblastom: Etablierung einer molekularen Risikostratifizierung“ steht die Verbesserung der individuellen Risikoabschätzung und Therapieplanung für Kinder mit Neuroblastom.

Das Team der Experimentellen Pädiatrischen Onkologie untersucht sogenannte Telomererhaltungsmechanismen, molekulare Prozesse, die es Tumorzellen ermöglichen, sich unbegrenzt zu teilen und dadurch weiter zu wachsen. Vorarbeiten der Arbeitsgruppe haben gezeigt, dass diese Mechanismen eine besonders präzise Einschätzung des individuellen Krankheitsverlaufs ermöglichen und sich hervorragend für die Risikoeinteilung von Kindern mit Neuroblastom eignen.

Im Rahmen des von der Stiftung geförderten Projekts sollen diese Erkenntnisse nun in einer großen Patientenkohorte bestätigt werden. Darüber hinaus wird untersucht, ob sich Tumoren mit unterschiedlichen Telomererhaltungsmechanismen in ihrem Ansprechen auf die derzeit eingesetzten Therapien unterscheiden. Ziel ist es, prognostische und prädiktive Biomarker für den klinischen Einsatz zu etablieren, die künftig eine noch individuellere Behandlungsplanung ermöglichen. Langfristig soll die Therapie von Kindern mit Neuroblastom dadurch gezielter an das persönliche Erkrankungsrisiko und die biologischen Eigenschaften des Tumors angepasst werden. So sollen die Heilungschancen verbessert und gleichzeitig unnötige Nebenwirkungen sowie langfristige Folgen einer Übertherapie vermieden werden.