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Hodenkrebs: Gute Heilungschancen bei früher Diagnose

Prof. Dr. Axel Heidenreich in der „Sprechstunde“ im Deutschlandfunk

Univ.-Prof. Dr. Axel Heidenreich, Foto: Klaus Schmidt

Im Medizin-Podcast „Sprechstunde“ des Deutschlandfunks stand am 28. Juli eine Krebserkrankung im Mittelpunkt, die vor allem jüngere Männer betrifft: Hodenkrebs. Mit rund 4.000 Neuerkrankungen pro Jahr gehört er in Deutschland zwar zu den selteneren Krebsarten, ist aber die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei jungen Männern. Früh erkannt, liegen die Heilungschancen bei mehr als 90 Prozent. Auch in fortgeschrittenen Stadien lässt sich die Erkrankung meist gut behandeln.

Univ.-Prof. Dr. Axel Heidenreich, Direktor der Klinik für Urologie der Uniklinik Köln, erläutert in der Sendung, welche Faktoren das persönliche Erkrankungsrisiko erhöhen. Dazu gehören unter anderem ein früherer Hodenhochstand sowie genetische Einflüsse. Eine regelmäßige Selbstuntersuchung kann dazu beitragen, Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Männer sollten dabei insbesondere auf schmerzlose Verhärtungen, Knötchen oder eine Veränderung von Größe und Beschaffenheit eines Hodens achten.

Im Gespräch erklärt Prof. Heidenreich zudem, wie die weitere Diagnostik und Behandlung bei einem Verdacht auf Hodenkrebs ablaufen. Wichtig für die Patienten ist die Einholung einer zweiten Meinung an einem ausgewiesenen und in der Therapie der Hodentumoren spezialisierten Zentrum. Diesbezüglich ist bekannt, dass die Heilungsraten fortgeschrittener Tumoren verbessert und die langfristigen Folgen der Therapie (Unfruchtbarkeit, Herz-Kreislauferkrankungen, Zweittumoren) durch risikoadaptierte Individualisierung minimiert werden. Der vollständige Beitrag ist auf der Website des Deutschlandfunks abrufbar.