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Kölner Nachwuchsforscher erhalten José Carreras-Promotionsstipendium

Förderung innovativer Projekte in der Leukämie- und Lymphomforschung

Arvid Becker, Foto: Privat

Große Anerkennung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Köln: Mit Arvid Becker vom Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns sowie Stefan Lavrov aus der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und dem CECADwurden gleich zwei Kölner Doktoranden mit dem diesjährigen José Carreras-Promotionsstipendium ausgezeichnet. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung fördert ihre Forschungsprojekte jeweils mit 12.400 Euro und ermöglicht ihnen so, sich ein Jahr lang intensiv ihrer Promotionsarbeit zu widmen.

Arvid Becker untersucht die Rolle des Proteins SOX11 bei der Entstehung des Mantelzell-Lymphoms, einer seltenen und bislang nicht heilbaren Form von Lymphknotenkrebs. Mithilfe neu entwickelter Mausmodelle möchte er die biologischen Mechanismen besser verstehen, die zur Krankheitsentstehung und Therapieresistenz beitragen.

Stefan Lavrov erforscht neue Behandlungsstrategien für die chronische lymphatische Leukämie (CLL), die häufigste Form von Blutkrebs bei Erwachsenen. Im Mittelpunkt seines Projekts stehen sogenannte BTK-Protein-Degrader – eine innovative Wirkstoffklasse, die krebsfördernde Proteine nicht nur hemmt, sondern gezielt abbaut. Dabei untersucht er insbesondere die Auswirkungen dieser Wirkstoffe auf das Tumormikromilieu, das eine wichtige Rolle für das Überleben der Krebszellen und deren Interaktion mit dem Immunsystem spielt.

Mit der Förderung würdigt die José Carreras Leukämie-Stiftung die hohe wissenschaftliche Qualität beider Projekte.