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Metastasierung im Fokus

CIO stärkt standortübergreifende Forschung im Retreat-Format

Bild: Universitätsklinikum Bonn (UKB) / Aljoscha Sebastian Haupt

Am 10. Februar 2026 stand beim Symposium „Metastasierung“ in Bonn die standortübergreifende Vernetzung im Centrum für Integrierte Onkologie (CIO ABCD) im Mittelpunkt: Einen ganzen Tag lang nahmen sich rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der vier CIO-Standorte Aachen, Bonn, Köln und Düsseldorf Zeit für den intensiven fachlichen Austausch – mit Raum für vertiefte Diskussionen, neue Perspektiven und die Entwicklung gemeinsamer Ideen und Initiativen.

In 18 Kurzvorträgen und fast 50 Poster spiegelte sich die große Vielfalt der Forschungsaktivitäten im gemeinsamen Spitzenzentrum wider: Von der Grundlagenforschung über Immunologie, Immuntherapie und Mechanismen des Immune Escape bis hin zu Biomarkern, Liquid Biopsy und molekularer Diagnostik. Auch innovative Modellsysteme, Plattformen, und Biobanken, moderne Bildgebung, KI-gestützte quantitative Analysen sowie Fragen der Versorgung, Lebensqualität, Psychoonkologie und Public Health wurden diskutiert.

Ziel des Symposiums war es, Transparenz über laufende oder geplante Forschungsaktivitäten an allen vier Standorten zu schaffen, Ansatzpunkte für gemeinsame wissenschaftliche Projekte und klinische Studien zu identifizieren und die standortübergreifende Zusammenarbeit strategisch gezielt weiterzuentwickeln. Der offene Austausch und die lebhaften Diskussionen machten erneut deutlich, wie groß das Potenzial für gemeinsame Initiativen im CIO ABCD ist.

„Metastasierung als Ausdruck einer systemischen Erkrankung ist eine der zentralen Herausforderungen in der Onkologie. Nur durch enge, standortübergreifende Zusammenarbeit und die intelligente Vernetzung von Grundlagen-, translationaler und klinischer Forschung können wir entscheidende Fortschritte für unsere Patientinnen und Patienten erzielen“, betonte Prof. Dr. Tim H. Brümmendorf, Direktor des CIO ABCD.

Metastasierung ist weiterhin die häufigste Ursache krebsbedingter Mortalität und damit ein entscheidender prognostischer Faktor in nahezu allen Tumorentitäten. Ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden biologischen Mechanismen sowie die Entwicklung präziser diagnostischer und therapeutischer Strategien sind essenziell, um die Überlebenschancen und die Lebensqualität von Krebspatientinnen und -patienten nachhaltig zu verbessern.

Die Veranstaltung wurde durch das CIO Bonn hervorragend organisiert und bot einen professionellen Rahmen für einen intensiven, produktiven und kollegialen Austausch.