/ Klinische Studie

Neue Antikörpertherapie für CLL-Patienten in Europa zugelassen

Grundlage für die Zulassung durch die European Medicines Agency (EMA) war die klinische Studie CLL11 der Deutschen CLL-Studiengruppe (DCLLSG), die von Prof. Dr. Michael Hallek (Foto) geleitet wird, dem Direktor der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln.

In der Studie der international renommierten Deutschen CLL-Studiengruppe konnte nachgewiesen werden, dass das neue Medikament mit dem Wirkstoff Obinutuzumab den Betroffenen im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie ein längeres progressionsfreies Leben bei guter Verträglichkeit ermöglicht. Das Besondere an dem Antikörper Obinutuzumab: Er animiert das Immunsystem verstärkt zum Angriff auf Krebszellen, kann aber auch selbst den direkten Zelltod auslösen.

Die Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) ist eine der häufigsten Formen des Blutkrebses, an der fast ein Drittel aller Leukämieerkrankten leiden. Betroffen sind vor allem ältere Patienten. Bei der Bekämpfung von Krebs werden Antikörper im Labor nachgebaut und zum Beispiel so konstruiert, dass sie sich an Tumorzellen andocken. Die körpereigenen Abwehrkräfte erkennen dann diese Zellen als schadhaft und bekämpfen sie. Andere Antikörper blockieren Signalwege, die für das Tumorwachstum wichtig sind.

Weitere Informationen zur Zulassung und dem Medikament finden Sie hier.

Wissenschaftliche Veröffentlichung: New England Journal of Medicine; 2014 Goede, Valentin, et.al.,; 370 (12): 1101-10

Webseite Deutsche CLL-Studiengruppe: www.dcllsg.de