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Transatlantischer Pakt für Krebsforschung geschlossen

Spitzenzentrum für Integrierte Onkologie der Uniklinik Köln und University of Pittsburgh Cancer Institute unterzeichnen Kooperationsvereinbarung im Beisein des NRW-Forschungsministers Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

Das Centrum für Integrierte Onkologie Köln-Bonn (CIO Köln-Bonn) und das University of Pittsburgh Cancer Institute (UPCI) unterzeichneten heute im Rahmen des Symposiums "Exchange of Excellence" in Pittsburgh eine transatlantische Kooperationsvereinbarung, in der eine enge mehrdimensionale Zusammenarbeit festgelegt wird: Kooperation in klinischer Krebsforschung. Für besondere Forschungsschwerpunkte wird die gemeinsame Durchführung von klinischen Studien erfolgen. Dies betrifft insbesondere Lungenkrebs, Melanome und Krebser­kran­kungen des Lymphsystems (chronische lymphatische Leukämie, Morbus Hodgkin). Die klinischen Studien bilden die Grundlage für eine zukünftige gemeinsame transatlantische Studien­plattform.

Gemeinsame Grundlagenforschung
CIO und UPCI werden in den Bereichen zellulärer Immuntherapie, Stammzell­trans­plantation, Microenvironment, Targeted Therapy und Biomarker gemeinsame For­schungs­programme aufsetzen und mit Leben füllen.

Wissenstransfer Management und Patientenversorgung
Die beiden Zentren werden in den Bereichen Management, Administration sowie ärzt­liche und pflegerische Versorgung eng kooperieren. Hierbei wird das CIO von den jahrzehntelangen Erfahrungen des UPCI profitieren. Dies beinhaltet 1- bis 4-wöchige Fortbildungs-Aufenthalte von Mitarbeitern des CIO am UPCI. Ziel ist der Ausbau professioneller Managementstrukturen am CIO und die Unterstützung bei der Planung eines CIO-Gebäudes.

Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs
Ein regelmäßiger Austausch von Medizinstudenten soll etabliert werden und PJ-Studenten soll ein Aufenthalt am UPCI ermöglicht. Im Gegenzug werden junge Postdoktoranden aus Pittsburgh in CIO-Laboratorien an klinischen Forschungsprojekten mitarbeiten. Vor Ort in Pittsburgh unterzeichnete Profossor Dr. med. Michael Hallek, Direktor des CIO Köln Bonn, im Beisein von NRW Forschungsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart den Vertrag. Prof. Hallek sieht in dieser Kooperation eine große Chance für das CIO: "Ich freue mich auf den Ausbau der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in den USA. Wir werden voneinander lernen und miteinander forschend zu Ergebnissen für eine bessere Krebstherapie kommen." "Internationale universitäre Forschung wird durch diesen Vertrag mit Leben erfüllt. Universitäre Medizin zum Wohl der Patienten wird damit einmal mehr praktisch umgesetzt", erklärte Prof. Dr. med. Edgar Schömig, Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln. Innovationsminister Prof. Dr.
Andreas Pinkwart: "Ich freue mich sehr, dass die Kölner und Bonner Krebsforscher mit einem so renommierten Partner in den USA zusammenarbeiten. Dies belegt die internationale Exzellenz der Kölner und Bonner Onkologen und wird die klinische Forschung in Nordrhein-Westfalen weiter stärken." 

Über die Kooperationspartner, CIO Köln-Bonn und das UPCI 
Das CIO Köln-Bonn ist eines der größten Krebszentren in Deutschland und kombiniert patientenorientierte Krankenversorgung mit exzellenter Forschung auf internationalem Niveau. Im Jahre 2007 wurde das CIO als eines von vier onkologischen Spitzenzentren von der Deutschen Krebshilfe ausgezeichnet.
Die Partnerorganisation UPCI ist eines der erfolgreichsten Krebszentren der USA. Es gehört zu dem ausgewählten Kreis der Comprehensive Cancer Center, die durch das National Cancer Institute streng akkreditiert werden. UPCI ist Partner in einem Verbund von 19 Krankenhäusern und über 40 ambulanten Einrichtungen, die den Großteil der Krankenversorgung im Westen des US-Bundesstaates Pennsylvania übernehmen. CIO und UPCI bauen mit dieser Vereinbarung ihre seit Jahren bestehende gute Beziehung aus und vertiefen sie.  

Foto: von links:
Prof. Hallek
Minister Pinkwart
Dr. Arthur Levine, Dekan der med. Fakultät der Univ. Pitt.
Dr. Ronald Herberman, Direktor Univ. Pittsb. Cancer Institute Prof. Büttner Copyright J. Glossmann, Abdruck honorarfrei.