/ Pressemitteilung
Vier Millionen Euro für junge Forschende in der Onkologie
Foto: AdobeStock/Tata/generiert mit KI
Das Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum am Centrum für Integrierte Onkologie Aachen Bonn Köln Düsseldorf (CIO) erhält 3,2 Millionen Euro Förderung von der Deutschen Krebshilfe, die von den Medizinischen Fakultäten auf insgesamt vier Millionen Euro aufgestockt werden. Die Mittel ermöglichen für zwei weitere Jahre die gezielte Ausbildung und Unterstützung vielversprechender junger Krebsforscherinnen und -forscher – und fördern zugleich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Seit 2019 unterstützt die Deutsche Krebshilfe deutschlandweit fünf Mildred-Scheel-Nachwuchszentren zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Krebsforschung. Bestmögliche Arbeitsbedingungen und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen langfristige berufliche Perspektiven für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlicher schaffen. Ziel ist zudem, innovative Forschungsansätze schneller in die klinische Versorgung zu überführen. Das CIO ist das einzige Zentrum dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Es zeichnet sich durch ein standortübergreifendes, interdisziplinäres Konzept aus, das alle Karrierestufen – von Medizinstudierenden bis hin zu Nachwuchsgruppenleitungen – einbezieht. Im Fokus steht die praxisnahe und strukturierte Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Onkologie.
Kernstück des Programms ist das Postgraduiertenkolleg „Mildred Scheel School of Oncology Aachen-Bonn-Köln-Düsseldorf“ (MSSO ABCD). Hier forschen junge Medizinerinnen und Mediziner sowie Naturwissenschaftlerinnen udn -wissenschaftler gemeinsam an den molekularen Grundlagen von Krebserkrankungen – mit dem Ziel, neue Therapien zu entwickeln und bestehende Behandlungsmöglichkeiten gezielt zu verbessern. Die enge Zusammenarbeit der vier Standorte schafft dabei einzigartige Synergien in Bereichen wie Tumorimmunologie und Krebsgenomik.
Ein besonderer Fokus liegt auf genetischen Veränderungen, die zur Entstehung von Tumoren führen. In Köln entwickeln Forschungsgruppen darüber hinaus spezifische Therapieansätze zur gezielten Bekämpfung mutierter Tumorzellen. Der direkte Anschluss der MSSO ABCD an das Onkologische Spitzenzentrum CIO stellt sicher, dass neu gewonnene Erkenntnisse zügig in klinische Studien und die Patientenversorgung einfließen.
„Mit der erneuten Förderung können junge Wissenschaftlerinnen und Ärzte über die nächsten zwei Jahre in ihrer Karriere unterstützt werden“ freut sich MSSO-Sprecher Univ.-Prof. Dr. Dr. Roland Ullrich, Oberarzt an der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln, und ergänzt: „Nach der ersten Förderperiode haben fünf MSSO-Alumni eigene Forschungsgruppen im CIO aufgebaut – ein guter Indikator für den Erfolg des Programms.“
Mit der Verlängerung der Förderung setzt die Deutsche Krebshilfe ein klares Zeichen für die Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Ausbildungsprogramm unterstützt begabte Mediziner und Naturwissenschaftler an der wichtigen Schnittstelle zwischen grundlegender Krebsforschung und klinischer Forschung.




